Biomasse-Institut präsentiert Forschung beim Triesdorfer Johannitag 2023

Junge Frau und älterer Herr unterhalten sich unter Pavillon eines Informationsstandes, im Vordergrund ein großes Plakat und eine landwirtschaftliche Maschine, im Hintergrund Besucher:innen
© HSWT

Bei perfektem Sommerwetter erkundeten rund 35.000 Besucher:innen das vielfältige Angebot in Forschung, Lehre und Praxis. Ein Besuchermagnet waren die Forschungsprojekte des Biomasse-Instituts.

Seit 2016 koordiniert und unterstützt das gemeinsame Biomasse-Institut (BIT) der Hochschulen Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und Ansbach Forschungen und Untersuchungen im Bereich der Biomasseerzeugung und -nutzung. Dabei werden auch Themen wie Biodiversität, Digitalisierung, Umweltschutz und nachhaltige Energieerzeugung intensiv behandelt. Die Forschung am BIT orientiert sich somit an den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit. Anhand von Postern, Projektionen und Ausstellungsstücken gewährten die Wissenschaftler:innen interessante Einblicke in ihre Forschungsarbeit und die vielfältigen Kooperationen mit Professuren, Mitarbeitenden und Studierenden von HSWT und Hochschule Ansbach.

Hohes Interesse fand ein Prototypenschar für die präzise Platzierung von Flüssigdüngersubstraten in Böden, das im Rahmen des Forschungsprojekts LiqInject entwickelt wurde. Durch ein innovatives Ausbringverfahren, bei dem der Dünger in einem tiefen und abgeschlossenen Depot abgelegt wird, können negative Auswirkungen minimiert und die Effizienz gesteigert werden. Neben dem aktuellen Prototypenschar wurde auch ein Schar aus dem Vorgängerprojekt EffiD präsentiert.

Ein weiterer Publikumsmagnet war eine außergewöhnliche Flug-Drohne, die im Rahmen eines Forschungsprojekts des BIT an der Hochschule Ansbach entwickelt wurde. Diese Drohne wird mit Wasserstoff betrieben und beeindruckte die Besucher:innen mit ihrer enormen Größe und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Im Rahmen des Digitalisierungsprojekts Diabek demonstrierten die Forschenden den begeisterten Zuschauer:innen live auf einem Testfeld, welche Erleichterungen die Digitalisierung bei der Feldarbeit bieten kann.

Im Rahmen der Wissenstransferprojekte Raum für Vielfalt und WISAVI präsentierten die Entwickler:innen ein selbst entworfenes Plakat, das wie ein Brettspiel funktionierte. An verschiedenen Stationen konnten die Besucher:innen Quizfragen zum Thema Biodiversität beantworten und erhielten dabei ansprechend aufbereitete Informationen zu Streuobst, Wildbienen, Bodentieren und mehr. Viele nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen zu testen und erhielten dafür ein kleines Giveaway.

Auch das Langzeitprojekt CATCHY wurde vorgestellt und diskutiert. In der dritten Projektphase stehen die Auswirkungen des Anbaus von Zwischenfrüchten auf Parameter von Bodenfruchtbarkeit und Ertrag im Fokus der Untersuchungen.

Die Wissenschaftler:innen von RegiopAKT konnten anschaulich zeigen, wie Digitalisierung zu Lösungsmöglichkeiten beim Thema Klimawandel beitragen kann. Angesichts der großen Herausforderungen, denen das Agrar- und Ernährungssystem in Deutschland sowei weltweit gegenübersteht, werden im Projekt innovative Ansätze für lokale Wertschöpfungsketten in der Landwirtschaft am Beispiel der Zukunftsregion Franken-Hohenlohe entwickelt.

  • Junge Frau im Sommerkleid und Namensschild vor dem Stand unter einem Pavillon, im Vordergrund ein großes Plakat mit einer Luftaufnahme einer landwirtschaftlichen Fläche mit einer Lupe auf einem bestimmten Gebiet
    Isabel Möhrle, wissenschaftliche Mitarbeiterin des BIT am Informationsstand beim Johannitag © HSWT
  • Drei Herren, einer mit dem Rücken zur Kamera, stehen neben einem Poster zum Projekt und diskutieren
    Das Forschungsprojekt Diabek auf dem Triesdorfer Johanni-Tag 2023 © HSWT
  • Vier Insektenpräparate in einem transparenten Schaukasten stehen auf einem Tisch, im Hintergrund Faltblätter zur Biodiversität
    Insekten im Schaukasten beim Informationsstand der Biodiversitätsprojekte des BIT © HSWT

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