19.12.2017 | Zentrum für Forschung und Weiterbildung

Innovative Agrartechnologien für Afrika: HSWT kooperiert mit Bundesentwicklungsministerium

Tanja Tenschert
Sondierungsgespräche
Sondierungsgespräche für gemeinsame Projekte in Afrika: Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit den Projektverantwortlichen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Weihenstephan - Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) arbeiten gemeinsam an Entwicklungshilfeprojekten für Afrika. Bereits im September hatte sich Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller vor Ort über mögliche (Forschungs-)Projekte der Hochschule informiert (wir berichteten).

Nun wurden die Gespräche konkreter: Dr. Stefan Schmitz, Beauftragter für die BMZ-Sonderinitiative "Eine Welt ohne Hunger", sowie Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) haben gemeinsam mit den Projektverantwortlichen der HSWT über Details der in Frage kommenden Technologien und Projekte gesprochen. So könnten etwa die Forschungsprojekte "Smart Irrigation" von Dr. Michael Beck und "Agrophotovoltaik" von Prof. Dr. Bruno Ehrmaier angepasst werden - an Klima, Land und Technologien der betreffenden Länder wie Kenia, Sambia, Tunesien und Indien. In den kommenden Wochen wollen sich die Projektverantwortlichen der Hochschule daher eingehend mit den Anbaukulturen und Arbeitsweisen dieser Länder beschäftigen, um beurteilen zu können, welche Kooperationen möglich wären. Seitens des Bundesentwicklungsministeriums, so Schmitz, werde die Finanzierung geprüft, das GIZ suche nach passenden Kooperationspartner in den Grünen Innovationszentren*. Bei positiver Bewertung der Projektskizze folgt Mitte März dieses Jahres eine Sondierungsreise in die entsprechenden Regionen, um die länderspezifischen Gegebenheiten direkt vor Ort in das Projekt mit einbeziehen zu können. Stehen die Kooperationspartner vor Ort fest, kann der Antrag gestellt werden und das Projekt 2019 beginnen.

 

* Im Rahmen seiner Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" hat das BMZ in 14 Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit Grüne Innovationszentren ins Leben gerufen. Ziel der Zentren ist, durch Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft die regionale Versorgung mit Nahrungsmitteln zu verbessern, das Einkommen von kleinbäuerlichen Betrieben zu steigern und Arbeitsplätze zu schaffen – insbesondere im Bereich der Lebensmittelverarbeitung. Dafür stellt das Bundesentwicklungsministerium bis Ende 2021 insgesamt 206 Millionen Euro bereit.

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