07.02.2018 | Fakultät Land- und Ernährungswirtschaft

129. Jahreskongress des VDLUFA: Landwirtschaft umweltverträglich und wirtschaftlich gestalten

Tanja Tenschert
Jahreskongress des VDLUFA zum Thema  "Standortgerechte Landnutzung - umweltverträglich und wirtschaftlich"
Jahreskongress des VDLUFA zum Thema "Standortgerechte Landnutzung - umweltverträglich und wirtschaftlich"
Jahreskongress des VDLUFA zum Thema  "Standortgerechte Landnutzung - umweltverträglich und wirtschaftlich"
Jahreskongress des VDLUFA zum Thema "Standortgerechte Landnutzung - umweltverträglich und wirtschaftlich"
Jahreskongress des VDLUFA zum Thema  "Standortgerechte Landnutzung - umweltverträglich und wirtschaftlich"
Jahreskongress des VDLUFA zum Thema "Standortgerechte Landnutzung - umweltverträglich und wirtschaftlich"

Weihenstephan - "Standortgerechte Landnutzung - umweltverträglich und wirtschaftlich" - unter diesem Thema hat der Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA) zum 129. Jahreskongress geladen. Etwa 390 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie politische Vertreter haben sich kürzlich an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf getroffen, um über "standortgerechte Landwirtschaft" zu diskutieren, zu referieren oder sich in Workshops, öffentlichen Vortragssitzungen und Poster-Präsentationen mit dem Thema auseinander zu setzen.

So stellte etwa Prof. Dr. Thomas Ebertseder (Fakultät Land- und Ernährungswirtschaft der HSWT) in seinem Vortrag „Standortgerechte Form und Intensität der Landnutzung“ heraus, dass derzeitige Systeme der Landbewirtschaftung nicht nachhaltig seien, insbesondere in Regionen mit stark wechselnden Standortbedingungen. Die dringende Aufgabe der Agrarforschung und der Beratung sei es daher, standortgerechte Bewirtschaftungssysteme zu entwickeln, in denen nicht nur einzelne Produktionsprozesse, sondern das komplexe Gesamtsystem nachhaltig optimiert werde.

Prof. Dr. Matthias Drösler (Fakultät Landschaftsarchitektur der HSWT) referierte über die Bedeutung der Moore und die Auswirkung der Moornutzung hinsichtlich des Klimawandels. Dabei zeigte er auf, wie die Emission von Treibhausgasen an Moorstandorten durch eine Änderung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung wesentlich vermindert werden könne.

Auf der agrarökologischen Tagesexkursion lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem Landwirtschaft, Geologie und Geschichte des Freisinger Umlandes kennen. Sie diskutierten beispielsweise das Nitratproblem im Trinkwasser der Gemeinde Hohenthann im Landkreis Landshut vor Ort auf einem Schweinemastbetrieb. Es gab es einen fachlichen Einblick in den Hopfenanbau sowie in die standörtlichen Gegebenheiten des tertiären Hügellands am Hopfenbetrieb Stampf bei Au in der Hallertau. Und auch die Kultur- und Siedlungsgeschichte stand im Bronzezeit Bayern Museum in Kranzberg auf dem Programm.

Was macht der VDLUFA?

Der VDLUFA beschäftigt sich mit Themen der Pflanzen- und Tierproduktion sowie der Analytik. Er sieht sich als wissenschaftlicher Fachverband der Landwirtschaft, aber auch dem Umwelt- und Verbraucherschutz verpflichtet. Seine Mitglieder kommen von Hochschulen, landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten, Landwirtschaftskammern, Landesanstalten sowie von Beratungsorganisationen und aus der Industrie. Der jährlich stattfindende Kongress stellt eine Plattform zum Austausch über Forschung und Beratung dar.

Kontakt

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Am Hofgarten 4
85354 Freising

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 8161 71-3416
presse [at]hswt.de