Studieren bei den Nachbarn

Madeleine Pechinger im Gewächshaus der HSWT-Partnerhochschule L'Institut Agro Rennes-Angers in Frankreich.
© Privat

Am Deutsch-Französischen Tag teilt Landschaftsarchitektur-Studentin Madeleine Pechinger ihre Erfahrungen zum deutsch-französischen Doppelabschluss.

Neben dem Studierendenaustausch im Rahmen von Erasmus+ bieten die HSWT und die französische Hochschule L'Institut Agro Rennes-Angers auch ein Studium mit deutsch-französischem Doppelabschluss an. Studierende erwerben hierbei den Bachelorabschluss der HSWT als auch den Ingénieur Grade Master der französischen Partnerhochschule L'Institut Agro Rennes-Angers. Eine von ihnen ist Madeleine Pechinger. Sie studiert Landschaftsarchitektur im 7. Semester. Im Interview erzählt sie von ihrem Studienalltag in Frankreich.

HSWT: Warum hast Du dich für den deutsch-französischen Doppelabschluss entschieden?

Madeleine: Mich hat es irgendwie immer schon gedrückt, nach Frankreich zu gehen, sei es für den Urlaub oder etwas anderes. Auch meine Französisch-Lehrer am Gymnasium erzählten, wie schön ihre Studienzeit in Frankreich war. Dass man ein Semester spart, die Bachelorarbeit umgeht und danach promotionsberechtigt ist, mag vielleicht mit auch ein Grund gewesen sein. Aber vor allem die Option in Frankreich für zwei Jahre zu studieren, hat mich nicht mehr losgelassen.

Wie sieht Dein Studienablauf an der Partnerhochschule aus?

Etwas anders als in Deutschland. Obwohl es Semester gibt, erfolgt die Berechnung eher in Jahren – also zwei Semester auf einmal. Die Fächer sind in aufeinanderfolgende Blöcke unterteilt, jeweils als Module. Diese schließen nach unterschiedlichen Wochen mit Abgaben, Präsentationen oder Prüfungen ab. Die Kurse variieren zwischen praktischen Gruppenarbeiten, individueller Arbeit und Vorlesungen. Alles selbstverständlich auf Französisch. Du kommst aber sehr gut in die Sprache rein, wenn du jeden Tag damit konfrontiert bist. Die Studierenden und Professor:innen sind alle sehr nett und man findet schnell Anschluss.

Zudem sind zwei Praktika für die zwei Jahre Studienzeit angesetzt: ein dreimonatiges Parktikum von Ende Mai bis August und eines zum Schluss mit sechs Monaten. Dieses kann man sowohl in Frankreich, was ich persönlich sinnvoll erachte, als auch im Ausland oder in Deutschland absolvieren.

Hast Du schon berufliche Pläne?

An sich auf jeden Fall in einem Landschaftsarchitekturbüro arbeiten. Wo genau ich schlussendlich lande, weiß ich aber noch nicht. Ich kann mir gut vorstellen, eine Zeit lang noch in Frankreich zu bleiben. Gerne würde ich auch der Architektenkammer in Deutschland beitreten. Je nachdem, ob es dort noch andere Anforderungen gibt, muss ich diese noch erfüllen.

Außenansicht des L'Institut Agro Rennes-Angers.
Das L'Institut Agro Rennes-Angers befindet sich in Angers, eine Großstadt in der Region Pays de la Loire im Westen Frankreichs. © Privat

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