Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
30.10.2019

Komplexe Netzwerke und Geothermie: Zwei neue HSWT-Professoren am TUM Campus Straubing

Christine Dötzer
Prof. Dr. Thomas Vienken arbeitet daran, Geothermie als Alternative zu fossilen Energieträgern bei der Gebäudeklimatisierung zu etablieren. (Foto: Studioline Photography)
Prof. Dr. Clemens Thielen beschäftigt sich am TUM Campus Straubing mit komplexen Netzwerken. (Foto: TUMCS )

Weihenstephan | An der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) sind mit Prof. Dr. Clemens Thielen und Prof. Dr. Thomas Vienken seit Anfang Oktober zwei neue Professoren beschäftigt. Sie lehren und forschen am TUM Campus Straubing, wo die HSWT und die Technische Universität München (TUM) in mehreren Studiengängen rund um die Themenfelder nachwachsende Rohstoffe, erneuerbare Energien und Bioökonomie kooperieren. Thielen hat die Professur für 'Komplexe Netzwerke' inne, Vienken die Professur für 'Geothermie'.

Thielen beschäftigt sich neben mathematischer Grundlagenforschung insbesondere damit, praktische Probleme aus Technik und Wirtschaft mittels innovativer Modelle und Algorithmen aus der mathematischen Netzwerkoptimierung und der Spieltheorie zu lösen. "Mathematik wird heutzutage in immer mehr Bereichen eingesetzt und gerade Netzwerke ganz unterschiedlicher Form spielen eine wichtige Rolle - von physischen Netzwerken wie Straßennetzen bis hin zu wesentlich abstrakteren wie etwa sozialen Netzwerken", beschreibt Thielen die Relevanz des Themas seiner Professur. Vor allem die Interdisziplinarität der Fachrichtung begeistert den 35-Jährigen, denn sie erlaubt zahlreiche Anwendungen und die Zusammenarbeit mit Kollegen und Praxispartnern in unterschiedlichsten Bereichen. "Am TUM Campus Straubing und an der HSWT sehe ich vielfältige Möglichkeiten für interdisziplinäre Lehre und Forschung, wobei stets auch die Anwendung in der Praxis eine zentrale Rolle spielt", so der gebürtige Rheinländer. Thielen studierte Mathematik an der Technischen Universität (TU) Kaiserlautern und promovierte dort. Über ein Stipendium im Exzellenzprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes machte er zudem einen Masterabschluss in Mathematik an der University of Cambridge. Vor seinem Wechsel an die HSWT war der passionierte Marathonläufer als Juniorprofessor an der TU Kaiserslautern tätig.

Gebäude nachhaltig klimatisieren

Vienken verfolgt mit seiner Arbeit das Ziel, Geothermie als attraktive Alternative zur Nutzung fossiler Energieträger bei der Gebäudeklimatisierung weiter zu etablieren. "Das ist ein wichtiger Baustein bei der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende", betont der 40-Jährige. "Essenziell dabei ist die Einbindung der Geothermie in die moderne Gebäudeinfrastruktur. Die Nutzung von Geothermie darf und kann nicht entkoppelt vom Gebäude gesehen werden." Nicht zuletzt deshalb absolviert Vienken derzeit ein Fernstudium im Studiengang 'Bautenschutz' an der Hochschule Wismar. Vienken studierte Geologie an der Universität zu Köln und promovierte an der Geowissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen. Seine Habilitation schließt er derzeit an der Technischen Universität Dresden ab. An seiner neuen Wirkungsstätte schätzt Vienken vor allem, dass man sich dort der Zukunftsthemen interdisziplinär annimmt: "Am TUM Campus Straubing fasziniert mich die große fachliche Breite, mit der die Themen erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit adressiert werden, und die vielen fachlichen Interaktionen, die sich daraus ergeben."

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