31.01.2017

Prof. Dr. h. c. (MSUA) Hermann Heiler feierlich verabschiedet

Tanja Tenschert

Weihenstephan - Nach elf Jahren Amtszeit als Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf wurde Prof. Dr. h. c. (MSUA) Hermann Heiler am 29. November 2016 von Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle in den Ruhestand verabschiedet. In feierlichem Rahmen haben sich nun auch alle Beschäftigten der Hochschule, Freunde und Förderer sowie Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik von ihm verabschiedet. "Von 2005 bis 2016 hat er die Hochschule in Zeiten vielfältiger Umbrüche und Herausforderungen erfolgreich geleitet", so Staatssekretär Bernd Sibler. Gemeint sind etwa der Bologna-Prozess mit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge oder die steigenden Studierendenzahlen, nicht zuletzt durch den doppelten Abiturjahrgang. Das grüne Profil der Hochschule "mit zukunftsweisenden Studiengängen im Bereich Natur, Ernährung und Umwelt" habe Heiler während seiner Amtszeit weiter geschärft. Und so zieht auch Prof. Dr. Uta Feser, Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm, als Vorsitzende des Verbunds Hochschule Bayern Parallelen zwischen der Persönlichkeit des ehemaligen Präsidenten und den sinnlich-sittlichen Wirkungen der Farbe Grün, wie Johann Wolfgang von Goethe sie wahrgenommen und niedergeschrieben hat. So seien etwa Ausdauer, Harmonie oder Toleranz charakteristisch für beide.

Meilensteine der Amtszeit von Präsident Prof. Dr. h. c. (MSUA) Hermann Heiler:

2005

  • Prof. Dipl.-Ing. Hermann Heiler wird zum Präsidenten gewählt
  • Der neue Studiengang Lebensmitteltechnologie startet zum WS 2005/06
  • Das neue Lehrgebäude C4 an der Pappelallee wird eröffnet
  • Präsident Heiler und Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel unterzeichnen die Zielvereinbarung für die weitere Entwicklung der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bis zum Jahr 2008
  • Anzahl der Studierenden: 3940

2006

  • Das Engagement im Wissenschaftszentrum Straubing zeigt 2006 erste Erfolge: obwohl erst eine Professur besetzt ist, werden 500.000 Euro Drittmittel eingeworben - ein Beweis für den erfolgreichen Technologietransfer
  • Am 19. Juni 2006 wird der Grundstein für den Neubau des Wissenschaftszentrums Straubing gelegt
  • Am Neubau der Abteilung Triesdorf wird Richtfest gefeiert
  • Im Bayerischen Hochschulgesetz vom 23. Mai 2006 werden anwendungsbezogene Forschungs- und Entwicklungsvorhaben als Aufgabe der Fachhochschulen veröffentlicht
  • Anzahl der Studierenden: 3920

2007

  • Im Zuge des Bologna-Prozesses zur Schaffung eines einheitlichen, europäischen Studienraums beginnt die Umstellung der Diplomstudiengänge auf Bachelor
  • Mit dem Wintersemester 2007/08 werden in Bayern Studienbeiträge eingeführt: Pro Semester fallen an der Hochschule Weihenstephan 500 Euro an Beiträgen an
  • Am Neubau des Wissenschaftszentrums Straubing wird Richtfest gefeiert
  • Die Regierungschefs von Bund und Ländern unterzeichnen am 20. August 2007 den Hochschulpakt I. Die Vereinbarung regelt insbesondere die finanzielle Unterstützung der Hochschulen, um das aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs prognostizierte Studierendenhoch bewältigen zu können
  • Anzahl der Studierenden: 3776

2008

  • Das Studienangebot wird um die Bachelorstudiengänge "Bioprozessinformatik", "Management erneuerbarer Energien", "Lebensmittelmanagement" und "Technologie Erneuerbarer Energien" erweitert
  • In Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München beginnt im Wintersemester der Masterstudiengang "Nachwachsende Rohstoffe" am Wissenschaftszentrum Straubing
  • Im Oktober werden die Studienbeiträge pro Semester von 500 Euro auf 465 Euro gesenkt
  • Im November unterzeichnen Präsident Prof. Hermann Heiler und Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Hermann, Präsident der Technischen Universität München, einen Kooperationsvertrag, der die so genannte kooperative Promotion regelt. Das bedeutet, Professoren der Fachhochschule Weihenstephan, die Doktorarbeiten von besonders qualifizierten Absolventinnen und Absolventen der Hochschule mitbetreut haben, wirken als Gutachter am förmlichen Promotionsverfahren mit. Die Doktorandinnen und Doktoranden werden demnach von je einem Professor der Hochschule und der Technischen Universität München betreut.
  • Anzahl der Studierenden: 4039 - erstmals studieren mehr als 4000 junge Menschen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

2009

  • Die erste Kinderuni findet statt
  • Prof. Dipl.-Ing. Hermann Heiler wird erneut zum Präsidenten gewählt
  • Der neue Studiengang "Wassertechnologie" wird in Triesdorf eingeführt
  • Die Fachhochschule heißt nun "Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf", kurz Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Mit der Umbenennung erhält die Hochschule auch ein neues Corporate Design
  • Alle Studiengänge sind auf Bachelor umgestellt. Die Zielvereinbarung zur Entwicklung der Hochschule bis zum Jahr 2013 wird unterzeichnet
  • Im Juni unterzeichnen die Regierungschefs von Bund und Ländern die Fortsetzung des Hochschulpakts
  • Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch und Präsident Hermann Heiler unterzeichnen die Zielvereinbarung für die Weiterentwicklung der Hochschule bis zum Jahr 2013
  • Anzahl der Studierenden: 4400

2010

  • Präsident Heiler und Bezirkstagspräsident Richard Bartsch unterzeichnen die Vereinbarung zum Milchgewinnungszentrum (MGZ) in Triesdorf. Die Vereinbarung zwischen der HSWT und dem Bezirk, der Eigentümer des MGZ ist, regelt Grundlegendes für Forschungszwecke der Hochschule
  • Der Bezirk Mittelfranken stellt dem Freistaat Bayern eine rund 25.500 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung, so dass die HSWT erweitert werden kann
  • Anzahl der Studierenden: 4833

2011

  • Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf feiert ihr 40-jähriges Bestehen
  • Der Studiengang "Brau- und Getränketechnologie" wird eingeführt
  • Der Masterstudiengang Biotechnologie/Bioingenieurwesen wird in Kooperation mit der Hochschule München eingeführt
  • Der erste Bauabschnitt des Neubaus in Triesdorf wird im November bezogen: Fünf Hörsäle, ein EDV-Raum und zehn Büroräume sind auf 1.000 Quadratmetern Nutzfläche entstanden
  • Im Rahmen der Grundsteinlegung des Hans Eisenmann-Zentrums wird die trilaterale Kooperationsvereinbarung zum Agrarzentrum Weihenstephan unterzeichnet. Mit der  Unterzeichnung dieser Kooperationsvereinbarung zwischen der Technischen Universität München, der Landesanstalt für Landwirtschaft und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wird ein weiterer wichtiger Schritt getan in Richtung erfolgreicher Zusammenarbeit am Campus Weihenstephan
  • Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wird als eine von zwölf deutschen Hochschulen mit dem Europäischen Qualitätssiegel –E-Quality 2011 ausgezeichnet. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) würdigt damit die besonderen Verdienste und Leistungen der Hochschule beim Erasmus-Austausch von deutschen und ausländischen Studierenden und Dozenten
  • Die Firma Dehner fördert das neue Studienfach Handelsbetriebslehre an der Fakultät Gartenbau und Lebensmitteltechnologie mit einer Stiftungsprofessur. Geschäftsführer Georg Weber und Bernhard Hönig sowie Präsident Hermann Heiler unterzeichnen im Oktober den Förderverttrag. Die Professur soll zum Sommersemester 2012 besetzt werden. Sie wird für fünf Jahre finanziert
  • An der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wird gegenüber 2010 mit dem doppelten Abiturjahrgang die Zahl der Studienanfänger um knapp 40 Prozent erhöht. Das bedeutet etwa 1600 Studienanfänger
  • Anzahl der Studierenden: 5510

2012

  • Die Staatliche Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan wird zum 1. Oktober 2012 in die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf integriert. In diesem Zusammenhang entsteht ein neues Zentrum für Forschung und Weiterbildung (ZFW). Dort sollen künftig Projekte aus allen an der Hochschule vertretenen Disziplinen bearbeitet werden
  • In Anerkennung des Beitrags der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zur Entwicklung einer höheren landwirtschaftlichen Ausbildung und Forschung in der Mongolei verleiht die Mongolian State University of Agriculture (MSUA) 2012 Präsident Prof. Dr. h. c. (MSUA) Hermann Heiler die Ehrendoktorwürde
  • Anzahl der Studierenden: 5664

2013

  • Die Studienbeiträge entfallen zum Wintersemester 2013/14. Das Bayerische Staatsministerium stellt für die vollständige Kompensation der Einnahmen insgesamt 219 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt bereit
  • Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) bestellt ifo-Vorstand Meinhard Knoche zum Honorarprofessor. Damit würdigt die Hochschule die durch ausgezeichnete Evaluierungsergebnisse nachgewiesenen Erfolge Knoches in der Lehre sowie seine besonderen Leistungen bei der Entwicklung und Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden auf dem Fachgebiet des Human Ressource Managements
  • Im April werden die ersten Bachelorstudiengänge "Landschaftsarchitektur", "Landschaftsbau und -Management" und "Forstingenieurwesen" akkreditiert
  • An der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wird ein Umweltmanagementsystem eingeführt, das nach EMAS (Eco-Management und Audit Scheme) validiert werden soll. Bereits am 13. Juni 2013 verabschiedet die Hochschule eigene Umweltleitlinien: Darin verpflichtet sich die HSWT, sparsam mit Ressourcen umzugehen, umweltfreundliche Techniken zu verwenden und so die Energieeffizient zu steigern, und alle Hochschulangehörigen aktiv einzubeziehen
  • Anzahl der Studierenden: 5904

2014

  • Am 29. Oktober 2014 findet das Richtfest für den Neubau des Zentrums für Naturwissenschaftliche Grundlagen D1 statt. Auf 4870 Quadratmetern Hauptnutzfläche entstehen Hörsäle, Seminar- und Praktikumsräume (1700 m2), Labore (1250 m2) und Büroräume für Beschäftigte und Lehrende (1000 m2)
  • Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und die Technische Universität München bieten ab dem Wintersemester 2014/15 einen gemeinsamen Masterstudiengang "Gartenbaumanagement" an
  • Das Umweltmanagementsystem der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ist nach EMAS validiert. Die HSWT ist damit die zweite Hochschule landesweit, die sich den anspruchsvollen Umweltverordnungen der Europäischen Union stellt
  • Präsident Heiler und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle unterzeichnen die Zielvereinbarung für die weitere Entwicklung der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bis zum Jahr 2018
  • Anzahl der Studierenden: 6303

2015

  • Die Hochschule veröffentlicht eine erste Hochschulevaluierung: Unter dem Motto "Deine Meinung zählt! Evaluiere deine Hochschule" haben mehr als 1.700 Studierende das Studieren an der HSWT bewertet
  • Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bietet ab dem Wintersemester 2015/16 ein Modulstudium an. Studierende können hier einzelne Module eines Studiengangs besuchen und bei erfolgreichem Abschluss die entsprechende Anzahl von Leistungspunkten erwerben
  • In den bestehenden Studiengängen "Landwirtschaft" wird die Studienrichtung "Ökologische Landwirtschaft" angeboten
  • Die Präsidenten aller bayerischen Hochschulen unterzeichnen eine Vereinbarung zum Bayerischen Wissenschaftsforum BayWISS. Unter diesem Dach wird die Zusammenarbeit koordiniert. So arbeiten Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften beispielsweise bei der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern eng und gleichberechtigt zusammen und bringen ihre jeweiligen Fachkompetenzen ein
  • Anzahl der Studierenden: 6446

2016

  • Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf gründet gemeinsam mit der Hochschule Ansbach das Biomasse-Institut. Gefördert wird das Forschungsinstitut von der Bayerischen Staatsregierung im Rahmen der Nordbayern-Initiative zunächst (bis 2018) mit 2,25 Millionen Euro für den (personellen) Aufbau. Weitere 1,5 Millionen Euro sollen bis 2020 sicherstellen, dass sich das Institut in Folge weitgehend aus selbst eingeworbenen Drittmitteln finanzieren kann. Ziel ist es, Unternehmen in Bayern und insbesondere Mittelfranken anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu bieten und so den Ausbau von Erneuerbaren Energien in der Region zu fördern
  • Das neue Zentrum für Naturwissenschaftliche Grundlagen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wird feierlich eingeweiht
  • Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf setzt sich strategische Ziele für ihre Entwicklung bis zum Jahr 2025. In einem Hochschulentwicklungsplan (HEP) werden die strategische Ausrichtung und Schwerpunkte zusammengefasst
  • Das Wissenschaftszentrum für Nachwachsende Rohstoffe wird in die "Hochschule Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit" umgewandelt und ausgebaut. Die Trägerschaft der Hochschule übernimmt die Technische Universität München (TUM), die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ist als Kooperationspartner gesetzt. So hat es der Bayerische Ministerrat auf Vorschlag von Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle am 28. Juli 2016 beschlossen
  • Die Hochschule bestellt Rudolf Walter Klingshirn, den Direktor des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (VGL), zum Honorarprofessor. Damit werden die durch ausgezeichnete Evaluierungsergebnisse nachgewiesenen Erfolge Klingshirns in der Lehre sowie seine besonderen Leistungen beim Brückenschlag von der Hochschule in die Praxis gewürdigt
  • Anzahl der Studierenden: 6424

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