Der Studiengang Management erneuerbarer Energien

Säulen des Studienkonzepts sind:

  • Fossile Rohstoffe und Energieträger sind begrenzt und ihre Nutzung führt zu klimaschädlichen Emissionen und Umweltbelastungen. Auch aufgrund politischer Rahmenbedingungen haben erneuerbare Energien an Bedeutung gewonnen und sich zu einem schnell wachsenden Wirtschaftszweig entwickelt.
  • Die erneuerbaren Energien sind die Schnittstelle zwischen Natur, Landbewirtschaftung und Industrie und eröffnen neue Berufsfelder. Der Bedarf an qualifizierten Experten ist hoch - und wird noch weiter steigen.
  • Ziel in diesem Bachelor-Studiengang ist eine Mehrfachqualifikation auf den Gebieten der Erzeugung, technischen Nutzung bzw. energetischen Umsetzung von Biomasse und anderen erneuerbaren Energien, in Verbindung mit ökologischen und insbesondere ökonomischen Kenntnissen. Die Absolventen verfügen damit über einen Bachelorabschluss mit ausgezeichneten Perspektiven für einen zukunftsfähigen Arbeitsmarkt.

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Lerngruppe im Hofgarten

Der Bachelor-Studiengang ist vollständig modularisiert und folgt dem Modell 6+1 (sechs Studiensemester plus ein Praxissemester) der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Das Studienkonzept verknüpft naturwissenschaftliche, betriebswirtschaftliche und produktionstechnische Inhalte mit einer praxisorientierten Ausbildung. 

Der Studiengang Management erneuerbarer Energien wird von den Fakultäten "Land-und Ernährungswirtschaft" und "Wald und Forstwirtschaft" getragen. Die Erfahrungen der beiden Fakultäten mit Lehrveranstaltungen zu den erneuerbaren Energien (eE) wurden der Konzeption des Studiengangs zugrunde gelegt und mit speziellen Lehrangeboten ergänzt. Schließlich befähigt die Einbeziehung von betrieblichem Management und Marketingmethoden in die Lehre die Absolventen zu Führungsaufgaben in folgenden Bereichen:

  • Biomasseproduktion und Logistik:

    • Biogas
    • Biodiesel und Bioethanol
    • Holzenergie

     

  • auf dem Dienstleisungssektor eE (Finanzdienstleistungen und Versicherungen)

  • Management technischer Anlagen aus allen Bereichen der eE

Studienaufbau und -inhalte

Das Studium ist klar gegliedert und praxisorientiert.

Studienprojekte werden in kleinen Gruppen erarbeitet, individuell betreut durch die Professorinnen und Professoren.

Das Studium schließt mit dem "Bachelor of Science" ab.

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Studienaufbau und -inhalte

Einteilung der Lerninhalte nach Fachgebieten im Studiengang

Einteilung der Lerninhalte nach Fachgebieten im Studiengang

Mögliche Berufsfelder

Das breite Wissen, welches im Studium vermittelt wird, ermöglicht den Absolventen den Einstieg in die verschiedensten Berreiche der Energieversorgung und anderer Branchen. 

  • Betreibergesellschaften
  • Energieversorger
  • Projektierungsgesellschaften
  • Projektmanagement
  • Projektförderung (privat/öffentlich)
  • Genehmigungsbehörden
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Technische Überwachung
  • Berufsgenossenschaften
  • Beratungsunternehmen

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Gruppenbild
Energiewaldbesichtigung
Bodenanalyse
Praktikum Grundlagen Produktion

Motivation für "Management erneuerbarer Energien"

  • Die Energiewende fördern: Einen Beitrag leisten, damit unsere durch Atomenergie und fossile Rohstoffe dominierte Energieversorgung zunehmend von erneuerbaren Energien getragen wird.

    • Es ist ein Anliegen, die Grenzen/Probleme der Energieversorgung mittels erneuerbarer Energieträger aufzeigen und Lösungen zu finden.

    • Energiewende ist nicht nur eine Frage der Technik  (neue Technologien, Verbesserung der Energieeffizienz etc.), sondern auch eine Managementaufgabe: Marketing, Investoren gewinnen, Belange von Naturschutz und Energiesicherheit koordinieren, ethische Fragen klären (Tank oder Teller), usw.

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Gruppenfoto
Exkursion im Modul Grundlagen der Produktion (3. Semester)

Ein Student des Studienganges, der sein 4. Semester in China verbracht hat, berichtet:

 

Am 7. März 2010 habe ich im Zuge des Programms „International Chinese Business Program“ ein Auslandssemester an der Ocean University of China in Qingdao, Shandong Province, Volksrepublik China begonnen. Die Vorbereitung fiel aufgrund meiner späten Anmeldung und der einhergehenden Prüfungszeit in Deutschland etwas knapp aus, viel mehr als das Studien-Visum muss allerdings im Vorfeld nicht eingeholt werden. Durch die Kooperation der Ocean University of China mit der Hochschule Dortmund fällt der Anmelde-Prozess unkompliziert aus.

Das Programm selbst umfasst verschiedene Wirtschaftsvorlesungen mit Bezug auf die Volksrepublik China: Investment, Marketing, Business Management sowie China & the World Economy. Daneben werden ein Sprachkurs Chinesisch, eine Vorlesung Chinese Culture und die Möglichkeit eines Tai-Chi-Kurses angeboten. Die Vorlesungssprache ist Englisch. Zusätzlich kann und soll an Gastvorlesungen und zahlreichen Exkursionen zu chinesischen und internationalen Unternehmen teilgenommen werden.

Ausländischen Studenten stehen zwei Wohnheime auf dem Campus zur Verfügung, die Preise pro Zimmer betragen 7,50 bis 8 Euro pro Tag und können einzeln oder zu zweit belegt werden. Den Studenten steht es frei, sich außerhalb des Campus eine eigene Unterkunft zu suchen, was sich aber nur mit bereits vorhandenen Chinesischkenntnissen als praktikabel erweist. Leider stehen in den Wohnheimen keine wirklichen Kochmöglichkeiten zur Verfügung, allerdings sind die Lokale rund um den Campus gut und sehr günstig (Mahlzeit mit Getränk zwischen 50 Cent und 2 Euro).

Wer erstmalig nach China reist, wird einem gewissen Kulturschock nicht entkommen. Außerhalb des Campus helfen selbst die besten Englischkenntnisse im Alltag nicht weiter, umso wichtiger ist der regelmäßige Besuch des angebotenen Chinesisch-Sprachkurses. Selbst an Flughäfen ist es außerordentlich schwierig, Ansprechpartner zu finden, die mehr als drei Standardsätze in Englisch beherrschen. Flughäfen wird man allerdings relativ oft besuchen, da Fliegen in China einmalig günstig ist (Qingdao–Shanghai oder –Beijing etwa 30 Euro) und so viele Studenten regelmäßig Wochenendausflüge in andere Städte machen.

Zur ausführlicheren Erkundung Chinas eignet sich eine zweiwöchige Study-Break zur Mitte des Semesters, in der keine Vorlesungen stattfinden. Fast alle ausländischen Studenten nutzen die Gelegenheit um alleine oder in kleinen Gruppen quer durch China oder ins angrenzende Ausland zu reisen.

Der intensive Kontakt mit der chinesischen Kultur bei derartigen Reisen, aber auch im Alltag von Qingdao, ist ebenso lehrreich wie die angebotenen Vorlesungen. Den Umgang mit der chinesischen Mentalität kann man tagtäglich üben – und kann ihm auch kaum entkommen. Selbst wer dem „Chinese Way“ sehr offen gegenüber steht kann zwischenzeitlich verzweifeln, wird dann aber doch recht bald wieder erstaunt sein, wie gut und unkompliziert vieles funktioniert.

Die Lebenshaltungskosten in China sind, von Mieten abgesehen, für Europäer sehr günstig. Wer allerdings regelmäßig reist oder westliche Waren konsumiert wird sein Budget nicht wesentlich unter das deutsche Niveau drücken können. Aufgrund der begrenzten Kochmöglichkeit (in einem Wohnheim kann eine Elektrokochplatte mit Wok ausgeliehen werden), ist es zudem nötig fast jede Mahlzeit außer Haus einzunehmen, was zwar meistens immer noch günstiger ist als Selbstkochen in Deutschland, aber viel Zeit in Anspruch nimmt.

Abschließend kann ich zweifellos sagen, dass mein viermonatiger Auslandsaufenthalt in China eine der spannendsten und lehrreichsten Erfahrungen meines Lebens war, die ich jedem ausdrücklich empfehlen kann. Ein aufrechtes Interesse an der fremden Kultur und eine gewisse Toleranz, dass manche Dinge in China einfach gänzlich anders laufen, sollten allerdings die Grundvoraussetzung sein. Das Programm kann sowohl im Winter- wie auch im Sommersemester besucht werden, weitere Infos gibt es auf folgender Internetseite:

http://iec.ouc.edu.cn/haida/shangwuban.htm

Baumkronen

Mögliche Wege

Einige unserer Hochschulabsolventen aus Diplomstudiengängen befinden sich auf dem Weg zu Doktor-Titel oder haben diesen Weg bereits erfolgreich abgeschlossen.

Mit dem neuen Masterstudiengang "Nachwachsende Rohstoffe" am Wissenschaftszentrum Straubing, den die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mitgestaltet, eröffnet sich auch für unsere Bachelor-Absolventen diese Möglichkeit. 

Fakultät

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Fakultät Land- und Ernährungswirtschaft
Am Staudengarten 1
85354 Freising

T +49 8161-71-6400
F +49 8161-71-4496
le [at]hswt.de

Prüfungsordnung

Informationsmaterial

Flyer