Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences

Anna Doppler

Job

Agrarberaterin

Firma

Planungsbüro Minichshofer GmbH

Abschlussjahr

2020

Master

nein

 

Was könne Sie uns zu ihrem Berufsprofil sagen?

Das Planungsbüro Minichshofer begleitet seine Kunden vom Entwurf über die Einreichung und Ausschreibung bis zur Baubetreuung. Mein Aufgabengebiet im Team Minichshofer ist dabei vielseitig. Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Entwicklung von betriebsindividuellen Stallkonzepten und die ökonomischen Betrachtung der Betriebe in der Entwurfsphase. Neben diesen Aufgaben beschäftige ich mich mit der ganzheitlichen Betriebsberatung, wo vor allem Themen wie Betriebsentwicklung, Tiergesundheit, Fütterung, Management und die dazugehörigen Haltungsansprüche behandelt werden.

 

Was denken Sie, wenn Sie an ihr Studium in Weihenstephan zurückdenken?

Dadurch, dass ich in Österreich schon eine landwirtschaftliche Ausbildung mit Abitur abgeschlossen habe, haben mich viele gefragt, warum ich noch Landwirtschaft studieren möchte. Ich bin damals als Östereicherin nach Weihenstephan gegangen, um über den Tellerrand zu sehen und andere Betrachtungsweisen kennenzulernen. Im Nachhinein bereue ich meinen Entschluss nicht und würde diese Wahl wieder treffen. Ich darf auf eine sehr schöne, aber auch fordernde Zeit zurückblicken. Mein Studium hat mich für mein Leben geprägt und mich gut auf meinen jetzigen Beruf vorbereitet. Als schöne Nebensache habe ich viele neue Gesichter kennengelernt und durfte Freundschaften schließen, die über diese Zeit hinausgehen.

 

 

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Christoph Bader

Job

Freiberuflicher Trainer und Berater mit Schwerpunkt Konzeption, Kommunikation, Vertrieb und Netzwerk im Agribusiness und des ländlichen Raums

Abschlussjahr

2020

Master

nein

 

Was könne Sie uns zu ihrem Berufsprofil sagen?

„Man kann nur jemanden für etwas begeistern und entzünden, wenn man selbst für eine Sache brennt!“

Die modernen Herausforderungen in der Landwirtschaft machen heute ein über den Tellerrand hinausblickendes, verantwortungsbewusstes Handeln nötig. Durch mein duales Landwirtschaftsstudium und die Schnittstellen in regionale Entwicklungskonzepte sind mir die heimische Landwirtschaft und das vor- und nachgelagerte Umfeld, also der gesamte ländliche Raum bestens vertraut. Als Trainer und Berater im Agribusiness brenne ich dafür, viele wechselseitige Beziehungen und Vernetzungen zu generieren. "Nur wer die Sorgen des Anderen kennt, kann ihn auch verstehen". Mich begeistert ungemein das Zusammenarbeiten mit Menschen in einer Seminargruppe oder einem Team. Verschiedenste Persönlichkeiten, Charaktere und Akteure, deren Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Agribusiness können hierbei intensiv zusammenarbeiten. Den dadurch entstehenden Erfahrungsaustausch sowie den heute notwendigen Wissenstransfer empfinde ich als äußerst spannend und persönlich sehr bereichernd.

 

Was denken Sie, wenn Sie an ihr Studium in Weihenstephan zurückdenken?

In einem Wort ausgedrückt: „Bärig!“ 

Meine Studienzeit in Weihenstephan wurde von einem ganz besonderen Ambiente geprägt. Ob das gemeinsame Lernen mit Kommilitonen*innen im Hörsaal oder unmittelbar in der Praxis auf dem Feld oder auf einer Exkursion. Gerade hier möchte ich die überaus engagierten und hilfsbereiten Dozenten erwähnen, die einem nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch immer weiterhelfen, ob bei Praktika, Jobsuche oder im Auslandsemester. Aber auch gerade die Zeit außerhalb der Vorlesung war einzigartig. Ob die Gemeinschaft in der Fachschaft, das gemeinsame Maifest, die Semester-, Wohnheim- oder Mensapartys und vieles, vieles mehr. Im Laufe des Studiums sind für mich so vielfältige Kontakte, Netzwerke und Freundschaften entstanden, auf die ich ein Leben lang zurückgreifen kann - dafür bin ich heute bereits sehr dankbar und nachhaltig beeindruckt. Freising bedeutet deshalb für mich im Nachhinein in einer besonderen Art und Weise auch Familie - studentische Heimat – denn es sind die Menschen, die das Leben lebenswert machen.

Aber dann geht es plötzlich doch ganz schnell und jeder einzelne, und so auch ich, geht seinen eigenen weiteren Lebensweg und man verliert sich aus den Augen. Mir persönlich ist es wichtig, dass das nicht passiert! Denn, was gibt es schöneres, als Jahre später wieder an die alte Wirkungsstätte zurück zu kommen, frühere Kollegen zu treffen, um sich an die schöne Zeit des Studiums zurück zu erinnern und das Erlebte in Weihenstephan für einen Moment Revue passieren zu lassen. Dafür bietet zum Beispiel der Ehemaligenverein AlumNET Agrar & Energie e.V. eine super Plattform, für die ich deshalb an dieser Stelle auch bewusst werben möchte (www.alumnet-ae.de). Daher bleibt verbunden und wie bereits gesagt „Es ist einfach bärig in Freising!“

 

 

 

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Andreas Geigenberger

Job

Referent für Direktzahlungen

Firma

Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Abschlussjahr

2013

Master

ja

Was können Sie uns zu ihrem Berufsprofil sagen?

Nach dem Masterstudium habe ich das Referendariat in der Landwirtschaftsverwaltung absolviert und somit die Beamtenlaufbahn eingeschlagen. Die Aufgabenbereiche in der Landwirtschaftsverwaltung sind vielfältig: Nach dem Referendariat war ich knapp zwei Jahre am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen a. d. Ilm tätig. Meine Schwerpunkte waren dabei das Unterrichten an der Landwirtschaftsschule und die sozioökonomische Beratung von Betrieben. Anschließend wechselte ich in das Referat "Flächen- und tierbezogene Zahlungen" im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Im Referat sind wir für die Abwicklung von verschiedenen flächenbezogenen Förderprogrammen verantwortlich, z. B. Direktzahlungen, KULAP und Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten. Dabei erstellen wir auf Basis von Verordnungen, Gesetzen und Richtlinien die Arbeitsvorgaben für die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und informieren die Landwirte über wichtige Aspekte, z. B. mit Merkblättern. Dazu sind wir auch im kontinuierlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern. Ich bin dabei vorwiegend für die Direktzahlungen zuständig. Gerade werden die Weichen für die neue Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU bzw. deren Umsetzung in Deutschland gestellt. Hier "hautnah" mit dabei zu sein ist zwar herausfordernd, aber auch äußerst spannend.

Was denken Sie, wenn Sie an ihr Studium in Weihenstephan zurückdenken?

Das Studium war sehr praxisbezogen. Insbesondere denke ich hier an die Ökonomie-Vorlesungen, in welchen aktuelle betriebswirtschaftliche Fragestellungen praxisnah behandelt wurden. Gerne erinnere ich mich an die zahlreichen Exkursionen zurück.

Aber auch die soziale Komponente kam nicht zu kurz: In Weihenstephan habe ich viele Freundschaften geknüpft, die bis heute bestehen.

 

 

 

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Matthias Reger

Job

Produktmanagerin für Agrarbedarf und Smart Farming

Firma

Albert Kerbl GmbH

Abschlussjahr

2013

Master

ja

Was können Sie uns zu ihrem Berufsprofil sagen?

Die Albert Kerbl GmbH ist ein Produktions- und Großhandelsunternehmen (B2B) in den Bereichen Agrarbedarf, Reitsport, Heimtier, Hobbyfarming und Arbeit & Sicherheit. Als Produktmanager bei Kerbl bin ich ein zentrales Bindeglied zwischen den Abteilungen, wie z.B. Einkauf, Vertrieb, Marketing & Medien, Produktentwicklung und Qualitätsmanagement. Die Verantwortlichkeiten decken den gesamten Produktlebenszyklus ab. So erstelle ich Markt- und Wettbewerberanalysen inkl. Produktspezifikationen bei Produktneuentwicklungen und betreue diese als Projektleiter. Ich pflege zusammen mit dem Einkauf Lieferantenbeziehungen, verhandele bei Produktreklamationen oder der Preisgestaltung mit. In enger Abstimmung mit dem Vertrieb werden Produktschulungen durchgeführt, Multi-Channel Kampagnen geplant, Vertriebsunterlagen erstellt.

Was denken Sie, wenn Sie an ihr Studium in Weihenstephan zurückdenken?

Ich denke an einen wunderschönen Campus, der viele Möglichkeiten während der Studien- und Freizeit bietet. Man fühlt sich wohl in Weihenstephan, wohnend wie arbeitend. Man lernt viele interessante Kommiliton*innen kennen, gewinnt Freunde fürs Leben und arbeitet an einem persönlichen Netzwerk - einer der wichtigsten Aspekte des Studiums. Motivierend und bereichernd ist auch der kollegiale und lebendige Austausch mit den Professor*innen und Dozent*innen. Sei es nun während der Vorlesung, auf den Gängen oder auf einer der zahlreichen Veranstaltungen am Campus. Gelebt wird die Verknüpfung von Lehre und Praxis, was Studierende bestmöglich auf spätere Betriebsleiteraufgaben oder Aufgaben im Vor- und Nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft vorbereitet.

 

 

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Georg Mayerhofer

Job

Ackerbauer - Landwirt des Jahres 2017 (CeresAward)

Firma

Betrieb Mayerhofer & Nagl GbR

Abschlussjahr

2007

Master

ja

Bildquelle: Philipp Ledényi für CeresAward
Betrieb Mayerhofer & Nagl GbR

rund 250 ha Ackerbau, 11 ha Grünland, 1.450 Mastschweine, 600 kw-Biogasanlage, Demonstrationsbetrieb für Gewässer-, Boden- und Klimaschutz

Beruflicher Werdegang
  • Realschulabschluss, Lehre zum Landwirt
  • Berufsoberschule, Schönbrunn 
  • 2002 - 2007 Studium Landwirtschaft, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Freising
  • seit 2007 Gesellschafter im elterlichen Betrieb, Ortenburg
  • 2009 - 2012 Fachlehrer in der Berufsschule für Landwirtschaft, Passau
  • 2010 - 2013 Masterstudium "Nachwachsende Rohstoffe", Straubing
  • Vollzeit Landwirt auf dem heimischen Betrieb
Aktuelle Tätigkeit
  • Verantwortug für den Mastschweinebestand und das Management der Felderwirtschaft (DüngeVO, Nährstoffmanagement, Fruchtfolge,...)
  • Öffentlichkeitsarbeit im Agrarbereich, um die Tätigkeit als Ackerbauer und Mastschweinehalter transparenter zu machen (eigenen Blog: www.mayerhofer-agrar.com)
  • Konstruktion von neuen, innovativen und zukunftsfähigen Entwicklungskonzepten und Geschäftsideen
Meine Empfehlung für derzeitige Studierende

Nehmt alles mit was geht, lernt viele Leute kennen und habt Spaß. Das Studium ist eine Zeit in der viele Chancen entstehen, die sich auf das spätere Leben auswirken können. Es bietet die Möglichkeit, über die eigene Zukunft zu entscheiden. Das ist nach dem Studium nicht mehr so leicht.

Das hat mich besonders geprägt

Einige Freundschaften aus der Studienzeit haben mich besonders geprägt. Sie bestehen bist heute und bedeuten mir sehr viel. Professor Dr. Alois Scheuerlein (Dozent für Agrarökonomie) hat uns ein Weltbild aus der Sicht eines Ökonomen vermittelt. Das war für mich bis dahin neu und hat mich deswegen sehr interessiert. Ich habe gelernt, nicht immer auf meinen Standpunkt zu beharren, sondern auch neue Ideen zuzulassen. Davon profitiere ich bis heute.

 

 

 

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  • Mehr Infos zu Georg Mayerhofer

    Warum haben Sie Landwirtschaft an einer Hochschule studiert?

    Mich hat es schon immer in die Ferne gezogen. Dabei war es mir wichtig, neue und interessante Menschen kennenzulernen und meinen Horizont zu erweitern.

    Warum haben Sie sich für den Studienort Freising entschieden?

    Für mich als Wochenendheimfahrer war Freising ideal. Wann immer es ging, habe ich zwischendurch am Familienbetrieb mitgeholfen. Der gute Ruf und der einzigartige Campus haben die Entscheidung für Freising leicht gemacht.

    Wo haben Sie Ihr Praxissemester (landwirtschaftlicher Ausbildungsbetrieb) absolviert und warum genau dort?

    In Australien auf dem Familienbetrieb bei den Ibbotts. Dort konnte ich viel Neues kennenlernen und hatte Familienanschluss. Außerdem habe ich einem Ackerbauern geholfen. Als Gegenleistung durfte ich am Wochenende mit ihm zum Beispiel mit seinem Flieger mitfliegen und konnte so einiges von Australien sehen.

    Das "Wichtigste" im Studium ist für mich...

    das große Netzwerk, welches ich mir dadurch aufbauen konnte.

    Das hätte ich aus heutiger Sicht anders gemacht

    Vielleicht hätte ich manchmal etwas mehr lernen sollen? Aus damaliger Sicht war das aber nicht ökonomisch.

Martin Wimmer

Schweineproduzent - Landwirt des Jahres 2015 (CeresAward)

Firma

Betrieb Martin Wimmer

Abschlussjahr

2007

Master

nein

Bildquelle: dlz agrarmagazin
Betrieb Martin Wimmer Kastanienhof, Essenbach

Ackerbaubetrieb mit Schwerpunkt Ferkelerzeugung sowie angeschlossener Schweinemast

Beruflicher Werdegang
  • 2003 - 2007 Studium Landwirtschaft, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Freising
  • 2005 Neugründung eines eigenen Betriebes mit elterlicher Unterstützung, Schwerpunkt Ferkelerzeugung (kompletter Neueinstieg mit 300 Sauen)
  • 2010 Bau eines zusätzlichen Maststalls zum geschlossenen System mit einem Kooperationspartner
  • 2016 Erweiterung des Sauenbestandes auf 880 Muttersauen und notwendiger Weiterentwicklung des nötigen Ackerbaus
Aktuelle Tätigkeit

Betriebsleiter des Schweinebetriebs, Organisation, Mitarbeiterführung, Ein- und Verkauf, Mitarbeit bei entscheidenden Arbeiten, Vertretung

Meine Empfehlung für derzeitige Studierende

Macht viele Praktika und schaut euch einiges an. Hetzt euch nicht durchs Studium. Gönnt euch einen blauen Vorlesungstag auf der Terrasse der Cafeteria am Berg, bei Sonnenschein mit einer guten Brotzeit und wunderbarem Blick über die Isarauen! Feiert viel! Eignet euch die Basics an, seit offen und strebt nach Wissen. Denn später im Alltagsgeschäft wird man erst vieles verstehen und lernen. 

Das hat mich besonders geprägt

Als leidenschaftlicher Betriebswirtschaftler haben mich die damals herausfordernden Vorlesungen in diesen Fächern natürlich besonders geprägt.

Ich wünsche allen Studierenden, dass Sie sich nach Ihrem Studium so gerne an Weihenstephan erinnern, wie ich. Ich habe die Fakultät stets als große Familie empfunden.An einem sehr schönen Ort (damals noch am Weihenstephaner Berg) widmet sie sich einer der schönsten Aufgaben dieser Erde: Nachhaltig gesunde Lebensmittel für die Welt zu erzeugen.

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  • Mehr Infos zu Martin Wimmer

    Warum haben Sie Landwirtschaft an einer Hochschule studiert?

    Als zukünftiger Betriebsleiter (Wunsch meiner Eltern) war mir die FH mit einer praxisnähern Ausbildung sympathischer. Das Diplomstudium war die kürzere Ausbildung im Vergleich zu einer Lehre und dem anschließenden Meisterkurs.

    Warum haben Sie sich für den Studienort Freising entschieden?

    Die Liebe zu Altbayern und die Heimatnähe. Das sehe ich heute anders.

    Wo haben Sie Ihr Praxissemester absolviert?
    • Friedhelm Kloth, Nienburg-Weser in Niedersachsen (Ackerbau und Ferkelerzeugung)
    • Niels Thorkilsen, Horsens Dänemark (Ferkelerzeugung)
    • Michael Huber, Fürstenzell Passau (Ackerbau, Ferkelerzeugung und Schweinemast)
    Das "Wichtigste" im Studium ist für mich...

    die Freundschaften, die ich dort gewonnen habe. Zudem wollte ich durch das Studium die Vielfältigkeit der bayerischen Landwirtschaft kennenlernen.

    Das hätte ich aus heutiger Sicht anders gemacht

    Ich würde während der Studienzeit in Freising wohnen und nicht jeden Tag nach Hause pendeln. Daheim ist man noch sein Leben lang!