Zu wenig Praxis?

Brau Dual im Verbundstudium studieren

Wenn Sie mehr Praxiserfahrung sammeln möchten und schon in einem Betrieb fest arbeiten möchten, dann studieren Sie doch Brau- und Getränketechnologie dual. Sie beginnen Ihre Ausbildung zum Brauer und Mälzer und beginnen nach der Zwischenprüfung mit dem Studium an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Sie gehen regulär studieren, arbeiten in den Semesterferien in Ihrem Ausbildungsbetrieb oder besuchen die Berufsschule. Nach Ihrer Abschlussprüfung zum Brauer und Mälzer, können Sie Ihre Bachelorarbeit im Ausbildungsbetrieb fortsetzen.

Was ist Brau Dual?

"Duales Studium" bedeutet, dass das Hochschulstudium optimal mit betrieblicher Praxis kombiniert
wird. D.h. es gibt zwei Lernorte: Hochschule und Unternehmen.

Das duale Studium ist besonders geeignet für besonders leistungsmotivierte, zielorientierte
Studieninteressenten mit

  • fachgebundener Hochschulreife oder
  • Fachhochschulreife oder
  • Abitur oder
  • Meisterprüfung (oder der Meisterprüfung gleichgestellter beruflicher Fortbildungsprüfung)
  • sowie in bestimmten Fällen für besonders qualifizierte Berufstätige mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens dreijähriger Berufserfahrung

Das duale Studium bietet zahlreiche Vorteile:

  • umfangreiche Praxis‐ und Berufserfahrung in dem Unternehmen Ihrer Wahl
  • optimale Einbindung in betriebliche Strukturen, Arbeitsweisen und Projektabläufe
  • Training wichtiger Schlüsselqualifikationen in der Praxis
  • finanzielle Sicherheit durch eine kontinuierliche Vergütung
  • hervorragende Job‐ und Karrierechancen – Übernahmequote fast 100%
  • Verkürzung der Ausbildungs‐ und Studiendauer im Vergleich zu einer Berufsausbildung mit anschließendem Studium um zum Teil mehrere Jahre

Berufsausbildung

Die Berufsausbildung  beginnt am 1. September des Bewerbungsjahres und im Folgejahr zum 1. Oktober steigen Auszubildende in das Studium mit den regulären Lehrveranstaltungen ein. In den vorlesungsfreien Zeiten sowie im Praxissemester absolvieren sie weitere praktische Ausbildungsabschnitte in ihrem Ausbildungsbetrieb. Nach insgesamt 22,5 Monaten praktischer Ausbildungszeit legen sie eine Gesellen- bzw. Abschlussprüfung zum/r Brauer/in und Mälzer/in ab. Im Anschluss wird eine sechswöchige Projektarbeit im Rahmen eines Ingenieurpraktikums abgeleistet. Im weiteren Verlauf sind zusätzliche Praxisphasen im Betrieb nach dem 6. und im 7. Semester im Rahmen der Bachelorarbeit vorgesehen. Der berufsbegleitende Berufsschulunterricht findet in einer eigens dafür eingerichteten Klasse in München statt.

Ausbildungsvergütung

Während der betrieblichen Ausbildung erhalten die Dual-Studierenden die, für die Ausbildung zum Brauer und Mälzer geltende, tarifliche Ausbildungsvergütung. Der Berufsschulunterricht sowie die überbetriebliche Ausbildung ist Bestandteil der 24-monatigen Ausbildungszeit und somit vom Ausbildungsbetrieb zu vergüten.

Bewerbung

  • beim Ausbildungsbetrieb: Bewerbung gegen Ende des Kalenderjahres vor Ausbildungsbeginn
  • bei der HSWT: bis 1. Juli Bewerbungsantrag online und postalisch mit folgenden Unterlagen:

    • Kopie des Ausbildungsvertrags (Nachreichfrist 27. Juli)
    • Kopie des Bildungsvertrags (bei IHK-Betrieben), (Nachreichfrist 27. Juli)
    • beglaubigte Kopie der Hochschulzugangsberechtigung (Nachreichfrist 27. Juli)

Prüfungen

Der Dual-Studierende hat im Rahmen der  Berufsausbildung zum Brauer und Mälzer die reguläre Zwischen- und Abschlussprüfung abzulegen. Die Zwischenprüfung findet nach dem 1. Ausbildungsblock statt. Während des Praxissemesters (5. Semester) wird die Gesellen- bzw. Abschlussprüfung abgelegt. 

Versicherung

Die Dual-Studierenden müssen vom Betrieb mit Beginn der Ausbildung bei der Krankenkasse und Sozialversicherung angemeldet werden. Es sind somit die vollen Beiträge abzuführen.
Während der theoretischen Studiensemester (1-4 und 6-7) besteht diese Pflicht nicht und es greift ggf. die Familienversicherung. Vom Betrieb werden in diesen Zeiten die monatlichen Mindestbeiträge in die  Arbeitslosen- und die Pflegeversicherung einbezahlt.
In den Zeiten der betrieblichen Ausbildung während der Semesterferien und der Überbetrieblichen Ausbildung ist der Betrieb wieder zur Abführung der Sozialbeitrage verpflichtet.
Mehrmaliges An- und Abmelden ist erforderlich.
Um diesen unverhältnismäßigen Zeitaufwand zu umgehen, empfehlen wir die Vorgehensweise wie unter Anmerkungen - Anmerkungen zum Ausbildungsvertrag - im Punkt 4 "Regelungen zur Ausbildungsvergütung" beschrieben.

Vertragliches

Ausbildungsvertrag

Eine Teilnahme am dualen Bildungsweg ist nur mit dem dualen Ausbildungsvertrag möglich!
Wichtig ist: Sie bewerben sich bei uns bis zum 1. Juli (Ausschlussfrist) online und per Brief und schicken uns die Kopie des eingetragenen und damit genehmigten Ausbildungsvertrages bis spätestens 27. Juli evtl. mit weiteren Bewerbungsunterlagen zu.

Bildungsvertrag

Dual-Studierende bei IHK-Betrieben schließen zusätzlich zum Ausbildungsvertrag mit dem Betrieb einen Bildungsvertrag über die Gesamtdauer des dualen Studiums ab. Dual-Studierende , die ihre Ausbildung in einem HWK-Betrieb absolvieren, schließen, sofern möglich, mit dem Ausbildungsbetrieb zusätzlich zum Ausbildungsvertrag einen Praktikumsvertrag über die Zeit nach der Gesellenprüfung ab, der mindestens ein Ingenieurpraktikum umfasst. Dieser muss noch nicht bei der Bewerbung an der HSWT mit eingereicht werden.

Kooperationsvereinbarung

Die enorme Dichte der kombinierten Ausbildung erfordert ein hohes Maß an Abstimmung und gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Ausbildungsbetrieb und Hochschule. Hierzu ist es notwendig eine Kooperationsvereinbarung zwischen Betrieb und Hochschule abzuschließen. Sie ist mit der Bewerbung in zweifacher Ausfertigung bis spätestens jedoch 27. Juli des Bewerbungsjahres bei uns einzureichen.

Ausbildungsbetriebe

Welche Betriebe können mit uns im dualen Studium kooperieren?
Generell können alle anerkannten Ausbildungsbetriebe in Deutschland für den dualen Bildungsweg ausgewählt werden, d.h. die Anerkennung als Ausbildungsbetrieb ist ausschlaggebend für eine Kooperation mit der Hochschule Weihenstephan.

Eine Liste bereits kooperierender Betriebe und Betriebe mit Interesse an Brau dual erhalten Interessenten auch über die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (bei Ansprechpartner/in für das duale Studium - siehe Spalte rechts).
Weitere Ausbildungsbetriebe finden Sie über die IHK/HWK und über die verschiedenen Brau-Verbände.
Sie können sich bei jedem anerkannten Ausbildungsbetrieb bewerben und anfragen, ob er Sie in Ihrem dualen Studium unterstützen möchte.

Kooperationsbereite Betriebe, denen die Besonderheiten des dualen Studiums bekannt sind, können hier veröffentlicht werden. 

Urlaubsanspruch

Anteilig zu den verschiedenen Ausbildungsblöcken hat der Dual-Studierende Anspruch auf den tariflich festgelegten Urlaub.

Kooperationspartner

Eine aktuelle Liste unserer Kooperationspartner erhalten Sie bei Ansprechpartner/in für das duale Studium (siehe Spalte rechts).

Fakultät

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Fakultät Bioingenieurwissenschaften
Am Hofgarten 10
85354 Freising

T +49 8161 71-4059
F +49 8161 71-5116
bi [at]hswt.de

Ansprechpartner/in für das duale Studium

Prüfungsordnung

Informationsmaterial