Bachelor Agrartechnik - neu und einmalig in Deutschland

Der Studiengang Agrartechnik vermittelt Kompetenzen in den Bereichen Maschinenbau und elektronische Systeme - im landwirtschaftlichen Kontext. Die Ausbildung umfasst zusätzlich alle Bereiche der landwirtschaftlichen Produktion - von der Landtechnik über Bodenkunde, Pflanzenbau bis hin zu Produktionsökonomie und Unternehmensplanung. Dem Studiengang sind zwei Professuren für Landmaschinentechnik und Agrarsystemtechnik gewidmet. Diese werden fachlich durch das Lehrangebot des Studiengangs Landwirtschaft unterstützt.

Berufsfelder

Den Absolventen bietet sich ein breites Spektrum von Einsatzmöglichkeiten an den Schnittstellen zwischen Landtechnik, Handel und Landwirtschaft. 

Je nach Vertiefung sind sie für folgende Einsatzbereiche qualifiziert:

  • Leitende Positionen in landtechnischen Unternehmen, Lohnunternehmen und Maschinenringen, insbesondere in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Logistik
  • Technische Beratung und Verkaufsberatung im Hande und bei Endkunden, Großkundenbetreuung
  • Mitarbeit bei der Entwicklung, Praxiserprobung und Einführung neuer agrartechnischer Angebote, insbesonder an der Schnittstelle zwischen Konstruktion und Anwendung
  • Mitarbeit im Qualitätsmanagement in agrartechnischen Unternehmen
  • Spezialberatung in neuen technischen Einsatzgebieten, Agrarmanagementsysteme
  • Geschäftsführung von Lohnunternehmen oder Maschinenringen, Organisation des überbetrieblichen Maschineneinsatzes und der Bildung von Arbeitsketten
  • Leitung größerer landwirtschaftlicher Unternehmen oder Unternehmenskooperationen
  • Forschung, Qualifizierungs- und Entwicklungsarbeit in der Landtechnikinstudrie und in Forschungsinstituten
  • Fachpresse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Technisches Prüfwesen (z. B. TÜV, DLG, KTBL)

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Studienaufbau und -inhalte

Was wir Ihnen bieten

Optimale Berufsvorbereitung

Der praxisorientierte Studiengang Agrartechnik umfasst annähernd den gleichen Umfang an landwirtschaftlichen und agrartechnischen Lerninhalten. Nach sieben Semestern können Studierende mit dem akademischen Titel "Bachelor of Engineering" abschließen.

Wahlpflichtmodule

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bietet Studierenden ein breites Angebot an Wahlpflichtmodulen, die zur individuellen Kompetenzentwicklung genutzt werden können, insbesondere in den Bereichen Fremdsprachen, Verhandlung, Beratung, Kommunikation und Medieneinsatz.

Studium mit vertiefter Praxis

Studierende können einen Praktikantenvertrag schließen und bereits während des Studiums zusätzliche Praxiserfahrungen in agrartechnischen Unternehmen sammeln ("Studium mit vertiefter Praxis"). Details...

Einbindung der Wirtschaft in die Lehre

Der Studiengang wurde in enger Abstimmung mit Unternehmen entwickelt, die im Bereich der Agrartechnik tätig sind. Durch die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern bei Projektstudien sowie Bachelorarbeiten und regelmäßige Treffen ist gewährleistet, dass die Studieninhalte den aktuellen Anforderungen des Marktes entsprechen.

Außerdem:

  • Fachvorträge (Forum Triesdorf)
  • Firmenbesichtigungen
  • Ansprechpartner für fachliche Fragen
  • Aufgabenstellungen für Projekte und Bachelorarbeiten
  • Lehraufträge 

Landmaschinenschule Triesdorf

Die Landmaschinenschule Triesdorf ist eng in das Studium eingebunden. Studierende können die modernen agrartechnischen Lehrwerkstätten, den großen Maschinenpark und die eigenen Versuchsflächen nutzen.

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Praktika und Übungen

Die ersten Studierenden im Studiengang Agrartechnik WS 2012/2013

Die Fakultät Landwirtschaft begrüßt ganz herzlich Ihre Erstsemester WS 2017/2018

Digitalisierung in der Landwirtschaft

Die Digitalisierung hält auf breiter Front in der Industrie, der Verwaltung und der Gesellschaft Einzug. Dies gilt auch für die landwirtschaftliche Erzeugung, die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Rohstoffen zu Nahrungsmitteln und Energie sowie für den Handel und die Ernährungswissenschaften. Die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen, die  Bewertung der Chancen und Risiken und die angewandte Umsetzung von digitalen Methoden stellt eine neue Anforderung an die Lehre und die Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften dar.

Unter Digitalisierung wird die Erfassung, Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Daten und vor allem die Vernetzung von Systemen im weiteren Sinne verstanden. Sie gewinnt in allen Bereichen der Gesellschaft an Bedeutung, eröffnet dabei neue Chancen, birgt jedoch auch Risiken.

In der Landwirtschaft wird Digitalisierung auch als Precision Farming, Precision Agriculture, Smart Farming oder Farming 4.0 bezeichnet und hat eine lange Tradition. Sowohl in der Außen- als auch in der Innenwirtschaft werden elektronische Steuerungs- und Regelungssysteme seit mehr als vierzig Jahren für die Überwachung, Steuerung und Regelung von Prozessen eingesetzt. Die standardisierte, herstellerunabhängige Kommunikation zwischen Traktoren und Anbaugeräten wird seit mehr dreißig Jahren vorangetrieben und hat mit dem ISO 11783 Standard zwischenzeitlich Marktreife erreicht. Durch die Nutzung von Satellitenortungssystemen konnten vor mehr als zwanzig Jahren erstmals die Ertragsunterschiede in Feldern nachgewiesen werden. Sie stellen seitdem als Kernkomponente von automatischen Lenk- und Teilbreitenschaltungssystemen eine tragende Komponente bei der wirtschaftlichen und ökologischen Optimierung der Landbewirtschaftung dar. Das Potential dieser Technologie ist dabei bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Aktuell stehen die drahtlose Datenübertragung zwischen Maschine und Büro über das Mobilfunknetz (Telemetrie), die cloudbasierte Speicherung und Verarbeitung von Daten sowie die Nutzung mittlerweile kostenloser Satellitendaten im Vordergrund des Interesses und der Entwicklungen. Parallel entsteht durch die Digitalisierung in anderen Industriebereichen auch die Landwirtschaft nutzbare Sensor- und Kommunikationstechnologie, deren Preis-/Leistungsverhältnis dramatisch abnimmt. In diesem Zusammenhang werden beispielsweise aktuell in der Industrie angewendete Methoden wie die Zustandsüberwachung (condition monitoring)  und die vorausschauende Instandhaltung (predicitive maintenance) für landwirtschaftliche Anwendungen interessant.

An der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf werden die Grundlagen der Digitalisierung (Sensoren, Datenverarbeitung, Datenspeicherung, Datenübertragung, Steuerung und Regelung) in vorhandene Lehrangebote integriert, um so den Anforderungen aus der Wirtschaft hinsichtlich der Qualifikation der Studierenden und der Unterstützung und in Drittmittelprojekten gerecht zu werden.

Fakultät

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Fakultät Landwirtschaft
Markgrafenstraße 16
91746 Weidenbach

T +49 9826 654-0
F +49 9826 654-4010
lt [at]hswt.de

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