Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences

Dies academicus 2021: Auszeichnungen für die Besten der HSWT

Weihenstephan | Triesdorf - Die HSWT hat wie jedes Jahr im Rahmen des Dies academicus ihre besten Absolvent:innen sowie die beste Lehrperson und die beste forschende Person ausgezeichnet. Aufgrund der Coronaviruspandemie musste der übliche feierliche Rahmen entfallen. Die Ehrungen wurden den Ausgezeichneten jeweils einzeln übermittelt.

Preis des Förderkreises der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf e.V.: Bester Absolvent am Campus Triesdorf

Tom Kredel

Tom Kredel

Studiengang Agrartechnik

Tom Kredel aus dem Studiengang Agrartechnik an der Fakultät 'Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung' wurde als bester Absolvent am Campus Triesdorf ausgezeichnet. In seiner Bachelorarbeit zum Thema 'Entwicklung eines fahrgeschwindigkeitsabhängigen elektrischen Antriebs einer Kartoffelpflanzmaschine' konzipierte er eine Steuerung, die den Pflanzabstand einer Kartoffellegemaschine reguliert und dafür GPS-Daten nutzt. Er fertigte sie zudem selbst an, beschaffte elektrische und elektronische Bauteile, konstruierte und baute die Komponenten und programmierte die Steuerung.

Prof. Dr. Patrick Ole Noack betonte Kredels überaus selbstständige Arbeitsweise und die enorme Vielschichtigkeit seiner Arbeit. "Herr Kredel hat in seiner Abschlussarbeit sein Wissen und Können in sämtlichen Bereichen der Agrartechnik bewiesen." Er sei jedoch nicht nur durch herausragende Noten, sondern auch durch sein freundliches und bescheidenes Auftreten aufgefallen. "Bei der Zusammenarbeit mit anderen Studierenden war Herr Kredel stets bereit, sein vielfältiges Wissen und seine Kompetenzen zu teilen", so Noack.

Preis des Förderkreises der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf e.V.: Beste Absolventin am Campus Weihenstephan

Christina Spies

Christina Spies

Studiengang Lebensmitteltechnologie

In diesem Jahr würdigte der Förderkreis der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf e.V. die herausragenden Leistungen von Absolventin Christina Spies aus dem Studiengang 'Lebensmitteltechnologie' am Campus Weihenstephan. In ihrer Bachelorarbeit untersuchte sie innovative Möglichkeiten zur Kalorienreduzierung bei Wurstprodukten. Dabei entwickelte sie Produkte mit einem um bis zu 50 Prozent verminderten Brennwert, ohne dabei geschmackliche Kompromisse eingehen zu müssen - unter anderem einen bayerischen Leberkäse.

Prof. Dr. Eckhard Jakob, Dekan der Fakultät Gartenbau und Lebensmitteltechnologie, betonte anlässlich der Auszeichnung: "Frau Spies hat ihr Studium sehr zielstrebig und engagiert absolviert. Dabei begegnete sie Lehrenden und Kommiliton:innen als zugänglicher, offener, humorvoller und überzeugender Mensch, der in klarer Form kommunizieren kann." Besonders hob Jakob Spies' Engagement im Rahmen des Moduls 'Gründung eines Food Startups' hervor. Gemeinsam mit zwei Kommilitoninnen entwickelte sie "Fitsticks", eine fettärmere und proteinreichere Alternative zu herkömmlichen Landjägern, die insbesondere als Snack für Sportler:innen gedacht ist. Die Wurstkreation gibt es in einem Online-Shop zu kaufen. "Mit dem Produkt wurde eine hervorragende Verbindung zwischen traditionellem Handwerk und aktuellen Trends hergestellt", so Jakob.

Preis der Stadt Freising

Franziska Mühlbauer

Franziska Mühlbauer

Studiengang Management erneuerbarer Energien

Mit dem Preis der Stadt Freising zeichnete Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher mit Franziska Mühlbauer in diesem Jahr eine Absolventin des Studiengangs 'Management erneuerbarer Energien' für ihre Bachelorarbeit zum Thema 'Analyse des Potenzials von Liegenschaften der Stadt Freising für die Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen' aus. Darin ermittelte Mühlbauer potentielle Flächen der Stadt Freising für Photovoltaik und bewertete deren Erschließbarkeit nach rechtlichen - insbesondere naturschutzrechtlichen - Anforderungen, technischen Randbedingen und Wirtschaftlichkeit.

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher betonte den hohen praktischen Nutzen, den die Arbeit für die Stadt Freising hat: "Die übersichtliche Priorisierungsliste, in der Frau Mühlbauer ihr Gesamtergebnis darstellt, ist für uns ein Handlungsleitfaden für eine zielgerichtete Umsetzung. Sie liefert grundlegende Aussagen darüber, in welcher Reihenfolge geeignete Flächen für die Photovoltaik erschlossen werden sollten und inwieweit diese dazu beitragen können, die Ziele im Stadtentwicklungsplan 2030 zu erreichen. Wir danken Frau Mühlbauer für diese überaus strukturierte Bearbeitung einer sehr komplexen Aufgabenstellung."

Preis des DAAD

Paul Maksoud

Paul Maksoud

Studiengang International Master of Landscape Architecture

Paul Maksoud, Student im Studiengang 'International Master of Landscape Architecture' (IMLA), erhielt für seine herausragenden Leistungen den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Derzeit arbeitet er an seiner Masterarbeit. Vor seinem Start an der HSWT hatte er in seinem Heimatland Libanon bereits einen Bachelor- sowie einen Masterabschluss in Architektur erworben und war mehrere Jahre lang berufstätig.

In seiner Masterarbeit arbeitet er an Konzepten für ein Projektgebiet im italienischen Rimini und beschäftigt sich damit weiterhin schwerpunktmäßig mit Landschaften an Küsten und Gewässern sowie dem hohen Druck, dem diese nicht zuletzt durch den Klimawandel ausgesetzt sind - eine Thematik, die er bereits in anderen Projekten behandelt hatte. 

Prof. Ingrid Schegk, Leiterin des IMLA, lobte Maksouds tiefgründige und kreative Arbeitsweise sowie sein Engagement für die Gemeinschaft und seine unkomplizierte Hilfsbereitschaft. Vor seinem Studienbeginn an der HSWT hatte er sich von 2016 bis 2018 als Teamleiter bei den ‚Architects for Change‘ in seinem Heimatland engagiert. Im Juni des vergangenen Jahres arbeitete er im Rahmen der ‚MIT Lebanon Challenge 2020‘ an Entwicklungen zur Lösung der sozioökonomischen Krise im Libanon mit. 

Auch seine Kommiliton:innen an der HSWT unterstützt und motiviert Maksoud stets, etwa bezüglich der Deutschkurse für internationale Studierende, die er selbst sehr konstant und engagiert belegt. "Paul Maksoud wird jedes Mitarbeiter-Team in der Landschaftsarchitektur fachlich und persönlich bereichern", betonte Schegk im Hinblick auf Maksouds berufliche Zukunft.

Preis der Studierenden für herausragende Lehre

Prof. Dr. Martina Otten

Fakultät Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme

Die Auszeichnung für herausragende Lehre wird von den Studierenden vergeben und geht dieses Jahr an Prof. Dr. Martina Otten von der Fakultät 'Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme'. Otten ist Dozentin für Chemie und derzeit Studiendekanin der Studiengänge 'Wirtschaftsingenieurwesen Agrarmarketing und Management', 'Agribusiness' sowie 'Bio-Lebensmittel & Business'. Sie erhält die Auszeichnung als beste Lehrende aufgrund ihrer engagierten Lehre und ihres stets motivierten, verständnis- und humorvollen Umgangs mit den Studierenden.

"Sie schafft es, Begeisterung für das Fach Chemie zu wecken, welches einigen Studenten Schwierigkeiten bereitet", so Marco Enders, Student im Bachelorstudiengang 'Management erneuerbarer Energien'. Er stellte insbesondere die Vielfalt in Ottens Lehre und ihr ehrliches Interesse für die Studierenden heraus. Während der Pandemielage sei sie zudem sehr engagiert, ein breites Angebot an Lehrmaterialien zur Verfügung zu stellen, beispielsweise eigens produzierte Videoclips. Ihre humorvolle und zugleich direkte Art mache Otten zu einer sehr guten Dozentin: "Es gelingt ihr, Dinge direkt und somit unmissverständlich, jedoch gepaart mit Humor, anzusprechen. Dieses Talent ist eine Art Jackpot, vor allem im Umgang mit Studierenden." Björn Petrowski, Student im Studiengang 'Wirtschaftsingenieurwesen Agrarmarketing und Management' betonte zudem, dass die Kommunikation zwischen Otten und den Studierenden stets auf Augenhöhe stattfinde.

Preis für herausragende Forschung

Prof. Dr. Bernhard Bauer

Prof. Dr. Bernhard Bauer

Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung

Leiter des Biomasse-Instituts Triesdorf-Ansbach

Der Preis für herausragende Forschung geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Bernhard Bauer, Experte für Pflanzenbau, Pflanzenschutz und Grünland an der Fakultät 'Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung' sowie wissenschaftlicher Leiter des Biomasse-Instituts Triesdorf-Ansbach (BIT). Er zählt seit vielen Jahren zu den aktivsten und engagiertesten Forschungspersönlichkeiten an der HSWT. Ausgezeichnet wird er für die hohe fachliche Qualität seiner Forschungsarbeiten, die er gemeinsam mit seinem Team durchführt, sowie für seine quantitativen Forschungsleistungen, etwa die Anzahl der Publikationen. "Herr Bauer ist als hochrangiger Fachexperte im Pflanzenbau mit einem sehr guten Netzwerk in Deutschland und Europa anerkannt", betonte Prof. Dr. Markus Reinke, HSWT-Vizepräsident Forschung und Wissenstransfer. "Der Begriff einer Leuchtturmprofessur trifft auf Herrn Bauer in uneingeschränktem Umfang zu."

Unter anderem ist Bauer im Verbundprojekt 'Hyperfarm' aktiv, in dessen Rahmen ein Team der HSWT den Einfluss der Agriphotovoltaik auf die pflanzliche Produktion sowie ihre Auswirkungen auf Ökonomie und Ökologie untersucht, sowie im Verbundprojekt 'CATCHY', bei dem es darum geht, durch die Integration von Zwischenfrüchten nachhaltige Bodenfruchtbarkeit und Ertragssicherheit zu erreichen.

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