29.08.2018 | Institut für Ökologie und Landschaft

Umweltminister Dr. Marcel Huber stellt "Masterplan Moore in Bayern" vor | HSWT-Forschungsprojekt "MOORuse" zeigt Nutzungsalternativen

Tanja Tenschert
Umweltminister Dr. Marcel Huber stellt den "Masterplan Moore in Bayern" vor
Umweltminister Dr. Marcel Huber stellt den "Masterplan Moore in Bayern" vor
Forschungsprojektteam "MOORuse" mit Umweltminister Dr. Marcel Huber und Präsident Dr. Eric Veulliet
Vorstellung des Forschungsprojekts "MOORuse", v.l.: Christina Hartung, Belinda Strahl, Carla Bockermann, Dr. Tim Eickenscheidt, Umweltminister Dr. Marcel Huber, Präsident Dr. Eric Veulliet und Prof. Dr. Matthias Drösler
Präsident Dr. Eric Veulliet
Präsident Dr. Eric Veulliet
Projektleiter Prof. Dr. Matthias Drösler
Projektleiter Prof. Dr. Matthias Drösler
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Tim Eickescheidt stellt das Forschungsprojekt MOORuse vor.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Carla Bockermann stellt das Forschungsprojekt MOORuse vor.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Im Forschungsprojekt MOORuse sollen Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen.
Das Team des Forschungsprojekts "MOORuse"
Das Team des Forschungsprojekts "MOORuse"

Weihenstephan - Umweltminister Dr. Marcel Huber hat auf den Versuchsflächen für das Forschungsprojekt "MOORuse" der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf den "Masterplan Moore in Bayern" vorgestellt. Das Bayerische Kabinett hat diesen Plan kürzlich verabschiedet, um den Lebensraum Moor noch besser zu schützen. Moore speichern große Mengen CO2, verzögern bei Hochwasser den Abfluss und sind Horte der Artenvielfalt.

Im Zentrum des Masterplans stehen nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz nachhaltige Maßnahmen, die Eigentümer und Nutzer von Moorflächen auf freiwilliger Basis umsetzen. Kooperative Instrumente zum Moorschutz, die Klima-, Umwelt- und Naturschutz sowie eine klimaschonende Nutzung und Klimaanpassung im Blick haben, sollen ausgebaut und neu etabliert werden. Hier liege der Fokus auf einer moorverträglichen landwirtschaftlichen Nutzung einschließlich der Entwicklung neuer Nutzungsformen wie beispielsweise den Paludikulturen. Hierbei werden bei hohen Wasserständen neue landwirtschaftliche Kulturen, etwa Rohrkolben, angebaut. Der Masterplan wird gemeinsam vom Bayerischen Umwelt- und vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium umgesetzt. Aufbauend auf dem Klimaprogramm 2050 der Staatsregierung soll zudem die klassische Renaturierung von Mooren durch die Naturschutzverwaltung verdreifacht werden. Konkrete Umsetzungsprojekte werden auch auf staatlichen Flächen wie den Staatsgütern vorangetrieben.

Durch das Projekt "MOORuse" der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sollen unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Drösler Nutzungsalternativen gefunden werden, um die Entwässerung der Moore zu stoppen. Huber: "Wir wollen im Masterplan durch praxisnahe Forschung und Monitoring das notwendige Wissen generieren, bündeln und bayernweit öffentlich verfügbar machen. Das Projekt MOORuse ist ein Paradebeispiel, wie Alternativnutzungen gelingen könnten." In dem Projekt, das 2016  gestartet wurde, werden moorschonende Nutzungsalternativen getestet, zum Beispiel der Anbau von "Sumpfpflanzen" wie Rohrkolben, Rohrglanzgras, Schilf und Seggen (sogenannte Paludikulturen). Das Bayerische Umweltministerium und die EU haben für das Vorhaben je 1,37 Millionen Euro bereitgestellt.

Entwässerte Moore tragen mit fünf Prozent (ca. 5,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten) zu den Treibhausgasemissionen Bayerns bei. Dieser Effekt soll durch den neuen Masterplan deutlich reduziert werden. Bayern strebt mit einer Vielzahl von Projekten an, bis 2050 die Treibhausgasemissionen pro Kopf und Jahr auf weniger als zwei Tonnen zu senken. Hierzu leisten Moore einen wichtigen Beitrag.

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Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Am Hofgarten 4
85354 Freising

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presse [at]hswt.de