30.07.2018 | Fakultät Umweltingenieurwesen | Biomasse-Institut

Triobrid: HSWT forscht zur Verwendung von Biomasse in Elektrohybrid-Fahrzeugen

Prof. Dr. Norbert Huber
Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf beschäftigt sich in einem neuen Forschungsprojekt mit der Biomasse-Verwendung in Elektrohybrid-Fahrzeugen.
Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf beschäftigt sich in einem neuen Forschungsprojekt mit der Biomasse-Verwendung in Elektrohybrid-Fahrzeugen.
Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf beschäftigt sich in einem neuen Forschungsprojekt mit der Biomasse-Verwendung in Elektrohybrid-Fahrzeugen.
v.l.n.r.: Dekan Prof. Dr. Michael Rudner, Prof. Dr.- Ing. Norbert Huber, Geschäftsführer Biomasse-Institut Dr. Nicolas Alt, Geschäftsführer Heizomat Ernst Herrmann, Präsident Dr. Eric Veulliet, Vize-Präsident Prof. Dr. Markus Reinke, Geschäftsführer Heizomat Robert Bloos, Geschäftsführer APROVIS Dr. Steffen Hauff, Bürgermeister Gerhard Siegler, Strategie-Verantwortlicher N-ERGIE Ingo Sigert

Triesdorf - Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf beschäftigt sich in einem neuen Forschungsprojekt mit der Biomasse-Verwendung in Elektrohybrid-Fahrzeugen. Mithilfe eines Forschungsfahrzeugs, dem so genannten Triobrid, testen Prof. Dr. Norbert Huber, Fakultät Umweltingenieurwesen, und sein Team verschiedene Kraftstoffarten im Zusammenspiel mit einem Elektrohybrid-Antrieb. Mittelfristig erarbeiten die Verantwortlichen im Rahmen des Forschungsprojekts Öko-Bilanzen für verschiedene Strom-Biomasse-Kombinationen. Für eine erfolgreiche Energiewende müsse sich auch die Mobilität wandeln, so Huber anlässlich der feierlichen Übergabe des Fahrzeugs durch die Sponsoren. Finanziell wird das Projekt von den regional ansässigen Firmen "APROVIS Energy Systems", "Heizomat GmbH" und der "N-ERGIE Aktiengesellschaft" unterstützt.

Im Projekt werden reale Fahrzyklen simuliert, um die umwelttechnisch besten Konzepte zu finden. Bislang belasten Verbrennungsmotoren die Umwelt nicht nur durch Emissionen von Kohlenstoffdioxid, Stickoxiden und Feinstaub, sondern "bereits bei der Förderung des Erdöls zu immer schwierigeren Bedingungen. [...] Wir müssen daher weg von fossilen Kraftstoffen." Mit der Elektromobilität gelänge das nur in begrenztem Umfang, die Verwendung von regional erzeugten und dezentral umgewandelten biogenen Kraftstoffen verspreche eine schonende Nutzung. Zusammen mit regenerativ erzeugtem Strom in einem aktuellen Elektrohybrid-Fahrzeug lasse sich das effizient gestalten. Nachhaltige Mobilität soll an der Fakultät Umweltingenieurwesen nicht nur ein Thema in der Forschung sein, sondern wird auch in der Lehre durch eine Vorlesung im entsprechenden Masterstudiengang angeboten.

*Triobrid steht für die Nutzung von Biomethan (CNG-Tank), Bioethanol (E85 im Kraftstofftank), Autogas (LPG-Tank) und regenerativ erzeugtem Strom (PV-, Wind- und Biomasse-Anlagen).

*Das Forschungsprojekt findet unter dem Dach des Biomasse-Instituts statt. Das vor zwei Jahren gegründete Technologietransferzentrum der Hochschulen Weihenstephan-Triesdorf und Ansbach arbeitet auf dem Gebiet der energetischen Nutzung von Biomasse. Mit Inbetriebnahme des Triobrid-Fahrzeugs können nun Projekte zur Bilanzierung und Validierung verschiedener biogener Kraftstoffe durchgeführt werden.

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