Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
21.11.2022

Startups @ HSWT | Teil 24: ediriam

Veronika Hannus | Gerhard Radlmayr
Lemon-Chia biscakes von ediriam in der Verpackung (Foto: ediriam)
Coconut biscakes von ediriam (Foto: ediriam)
Choco-Tonka biscaces von ediriam (Foto: ediriam)

In dieser Interviewserie präsentiert die HSWT Startups, die Teil des Food Startup Inkubators Weihenstephan (FSIWS) sind. Die Serie stellt die Unternehmen und ihre Produktideen vor, ihre Arbeitsweise und wie sie Herausforderungen meistern.

In Teil 24 berichten Maria und Edit über ihr Startup 'ediriam'. Die Gründer:innen erhalten Untertützung vom Food Startup Inkubator Weihenstephan.

Eure Produktidee in ein paar Sätzen erklärt:

Immer mehr Menschen suchen heute süße Alternativen, die gesund sind und den Zuckerspiegel nicht unnötig erhöhen. Denn letzteres führt zu Gewichtszunahme und Heißhungerattacken. Ediriam greift diese Ernährungstrends auf und bietet eine gesunde Alternative. 'Biscakes', die kuchenartigen Kekse von ediriam, bieten köstlich-süße Bissen sowohl für Menschen, die sich gesund ernähren möchten als auch für solche mit besonderen Ernährungsbedürfnissen wie zum Beispiel Diabetes und Übergewicht. Es ist ediriams ausgewogener Geschmack, der alle Menschen verbindet.

Was macht Euer Produkt einzigartig?

Süßes genießen und dabei ein gutes Gewissen zu haben ist möglich. Es braucht nur die richtige Kombination einer Handvoll von Zutaten. Dabei ist unser Produkt 100 % biologisch und kommt ohne Gluten, Zutaten tierischen Ursprungs sowie Zuckerzusatz aus. Und es befriedigt trotzdem das Verlangen nach Süßem. Das macht ediriam einzigartig.

Wie kamt Ihr auf diese Idee?

Eine der ediriam Gründerinnen suchte nach einer medizinisch empfohlenen Ernährungsalternative für süße Snacks, ohne Gluten, Zutaten tierischen Ursprungs sowie Zuckerzusatz, um den Zuckerspiegel möglichst nur geringfügig zu erhöhen und trotzdem eine langanhaltende Energielieferung zu bekommen. Da sie keine geeigneten Alternativen fand, entwickelte die promovierte Naturwissenschaftlerin die kuchenartigen Kekse von ediriam.

Doch die genannten Eigenschaften der ediriam Produkte scheinen uns nicht nur für Menschen attraktiv, die aus gesundheitlichen Gründen bestimmten Diäten folgen müssen, sondern auch für Menschen, die sich generell gesünder ernähren wollen.

Welche Aspekte sind Euch bei Produkt, Verpackung und Vertrieb in Hinblick auf eine mögliche Markteinführung besonders wichtig?

Da wir auf Konservierungsstoffe verzichten, ist es nötig die 'Biscakes' luftdicht zu verpacken. Dies erfolgt über eine Kunststoffversiegelung der Produkte. Hierfür verwenden wir momentan recycelbaren Kunststoff. Da uns und unseren Kunden Umweltschutz ein wichtiges Anliegen ist, suchen wir hier weiter nach einer umweltschonenderen Lösung.

Welche Schwierigkeiten musstet Ihr im Prozess der Produktentwicklung überwinden?

Eine der größten Herausforderungen bei der Produktion war es, bei allen Keks-Sorten eine kuchenartige Konsistenz zu erreichen. Die Kekse wurden anfangs entweder zu hart oder zu weich, so dass sie zerbröselten. Außerdem ist es eine Herausforderung, die Produkte ohne Zusatzstoffe langfristig frisch zu halten.

Wie habt Ihr euch motiviert, wenn es mal nicht so rund lief?

Weiterzumachen trotz vieler Schwierigkeiten und Phasen großer Frustration war und bleibt die größte Herausforderung. Wir sind beide grundsätzlich zuversichtliche Menschen, die pragmatisch einen Schritt nach dem anderen machen und nicht „den großen Berg“ vor uns sehen. Glücklicherweise unterstützen wir uns immer gegenseitig, falls einer von uns mal die Kraft ausgeht.

Die Zusammenarbeit im Team war beziehungsweise ist sicherlich nicht immer einfach, oder? Wie habt Ihr diese gestaltet, sodass es gut funktioniert?

Wir sind immer wieder überrascht, wie wenig wir uns kennen und voneinander wissen und trotzdem erstaunlicherweise gut synchronisiert sind. Wir haben großen Respekt voreinander und achten unsere gegenseitigen Bedürfnisse. Wir legen sehr viel Wert auf die Meinung der jeweils anderen und hören uns gut zu. Alle wichtigen Entscheidungen treffen wir gemeinsam und wir vertrauen einander, so dass jede innerhalb ihrer Bereiche frei arbeiten kann.

Was war für euch der triumphalste beziehungsweise emotionalste Moment bislang?

Ein emotionaler Moment war die Anschaffung und Ingangsetzung der automatischen Schneidemaschine für die Gebäckformung. Ohne Vorwissen hat Edit die komplizierte Schneidemaschine eingestellt.

Tauscht Ihr euch mit anderen Startups aus beziehungsweise vernetzt euch? Wie?

Wir tauschen uns so oft wie möglich mit anderen Startups aus. Wir besuchen so viele Events wie wir können und nehmen Kontakt mit anderen Firmen auf. Außerdem haben wir unsere Produktionsstätte nach Freising verlagert, um uns mit Gründerinnen und Gründern beim Aufbau ihrer Startups zu umgeben.

Welche Tipps könnt Ihr anderen Startup-Gründer:innen in der Lebensmittelbranche oder anderswo geben?

Eine warme Empfehlung ist, gerade wenn man keine Erfahrung aus der Lebensmittelbranche mitbringt, so schnell wie möglich erfahrene Ansprechpartner:innen zu suchen, um grundlegende Informationen zur Preiskalkulation, zu nötigen Zertifizierungen und zur Vorbeugung fataler Fehler zu erhalten. Hat man die nicht, kostet das viel Zeit und Geld.

Welche Pläne habt Ihr für die Zukunft eures Startups?

Aktuell können die 'Biscakes' über unseren Online-Shop bezogen werden. Wir bieten vier verschiedene Sorten an, die alle Bio-zertifiziert sind. Wir wollen ediriam zur gesunden Lifestyle-Marke aufbauen. Das ist ein langer Weg, aber unser Traum, den wir wahr werden lassen wollen.

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Info: Food-Startup-Inkubator der HSWT

Anfang Juni 2019 hatte die HSWT den Food-Startup-Inkubator Weihenstephan (FSIWS) ins Leben gerufen. Dieser ermöglicht es Studierenden sowie Mitarbeiter:innen der HSWT und der am Campus Weihenstephan verbundenen Einrichtungen, ihre Unternehmensideen im Lebensmittelbereich zur Marktreife zu bringen. Hochschulexterne Gründer:innen können über den FSIWS fachkompetente Studierende aus allen Bereichen der Lebensmittelwertschöpfungskette als Partner:innen oder Mitarbeiter:innen gewinnen, etwa im Rahmen von Abschlussarbeiten oder mit den Studierenden als Mitgründer:innen.

Link zum Startup des Vormonats:

Startups @ HSWT | Teil 23: www.hswt.de/presse/news/article/startups-hswt-teil-23-rio2go.html

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