Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
16.09.2022

Startups @ HSWT | Teil 22: Honigguad

Veronika Hannus | Gerhard Radlmayr
Derzeitige Produktlinie von 'Honigguad' (Foto: Honigguad)
HABE DERE - Zubereitung aus Honig und Zimt, Zutaten: 99% Honig, 1% Zimt (Foto: Honigguad)
OIS EASY - Zubereitung aus Honig und Erdbeeren; Zutaten: 93% Honig, 5% Erdbeeren (Foto: Honigguad)
VOGLWUID - Zubereitung aus Honig und Johannisbeeren, Zutaten: 90% Honig, 9% schwarze Johannisbeeren, 1% Kakaopulver, Säureregulator: Kaliumcarbonate. (Foto: Honigguad)
Andrea, die Gründerin von 'Honigguad' (Foto: Honigguad)

In dieser Interviewserie präsentiert die HSWT Startups, die Teil des Food Startup Inkubators Weihenstephan (FSIWS) sind. Die Serie stellt die Unternehmen und ihre Produktideen vor, ihre Arbeitsweise und wie sie Herausforderungen meistern.

In Teil 22 berichtet Andrea über ihr Freisinger Startup 'Honigguad'. Die Gründer:innen erhalten Untertützung vom Food Startup Inkubator Weihenstephan.

Eure Produktidee in ein paar Sätzen erklärt:

Honig ist gesund, enthält Antioxidantien und bioaktive Stoffe. Die geschmackliche Vielfalt von Honig ist jedoch auf die jeweilige Tracht beschränkt, schmeckt für viele einfach nur „süß“ und daher meist relativ gleich. Das wollen wir ändern: Wir bringen Frucht und Gewürze mit Honig zusammen, sodass neue Geschmackskombinationen entstehen. Der Honig kommt natürlich von unseren eigenen Bienenvölkern.

Was macht Euer Produkt einzigartig?

Honigguad ist durch unseren eigenen Honig einzigartig. Er wird mit Respekt vor den Bienen geerntet, im Einklang mit der Natur.

Wie kamt Ihr auf diese Idee?

Ich wollte nicht immer den gleichen Honig essen. Selbstverständlich schmeckt jede Honigernte unterschiedlich. Da ich mich jedoch nicht zu den „Honig-Puristen“ zähle und Honig liebe, wollte ich etwas Anderes auf Grundlage von Honig machen.

Welche Aspekte sind Euch bei Produkt, Verpackung und Vertrieb in Hinblick auf eine mögliche Markteinführung besonders wichtig?

Honig ist ein reines Naturprodukt. Wir sind abhängig von der Natur in all ihren Facetten, wir behandeln unsere Bienen mit Respekt. Denn Bienen kommen in der Natur auch ohne den Menschen aus, der Mensch braucht jedoch die Bienen. 75% der globalen Nahrungspflanzen benötigen bei ihrer Bestäubung Hilfe durch Bienen.

Welche Schwierigkeiten musstet Ihr im Prozess der Produktentwicklung überwinden?

Die Konsistenz des Honigs in Verbindung mit den weiteren Zutaten ließ mich hin und wieder verzweifeln. Die Aufstriche sollen ja streichfähig werden und vor allem auch bleiben.

Wie habt Ihr euch motiviert, wenn es mal nicht so rund lief?

Dann haben wir zurückgeschaut und gesehen, was wir schon alles geschafft haben. Und dabei realisiert, dass es sich lohnt, einfach nicht aufzugeben.

Die Zusammenarbeit im Team war beziehungsweise ist sicherlich nicht immer einfach, oder? Wie habt Ihr diese gestaltet, sodass es gut funktioniert?

Wir haben eine klare Teilung. 'Honigguad' mit allem, was dazu gehört (Marketing, Rezeptur etc.) mache ich alleine. Alles, was mit der Imkerei zu tun hat (Honigernte, Bienenpflege etc.) macht Christine, meine Frau.

Was war für euch der triumphalste beziehungsweise emotionalste Moment bislang?

Als unsere 'Honigguad'-Gläser das erste Mal im Verkaufsregal eines Hofladens standen.

Tauscht Ihr euch mit anderen Startups aus beziehungsweise vernetzt euch? Wie?

Die monatlichen Get-together des FSIWS per Zoom haben mir hin und wieder schon durch emotionale Startup-Tiefs geholfen, weil ich dann das Gefühl hatte, nicht alleine zu sein. Auch das FSIWS-Sommerfest war interessant, um sich mit anderen Startups auszutauschen.

Welche Tipps könnt Ihr anderen Startup-Gründer:innen in der Lebensmittelbranche oder anderswo geben?

Einfach machen! Es warten viele Erfahrungen, die man in seinem angestammten Umfeld wahrscheinlich nicht sammeln würde.

Welche Pläne habt Ihr für die Zukunft eures Startups?

Die Honigernte 2021 war nicht optimal, sodass wir am Schluss nicht mehr ausreichend Honig für den Verkauf gehabt hätten. Diesen Lieferengpass wollten wir von vornherein vermeiden, weshalb wir jetzt mit der neuen Ernte von 2022 in mehr Verkaufsstellen vertreten sein möchten.

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Info: Food-Startup-Inkubator der HSWT

Anfang Juni 2019 hat die HSWT den Food-Startup-Inkubator Weihenstephan (FSIWS) ins Leben gerufen. Dieser ermöglicht es Studierenden sowie Mitarbeiter:innen der HSWT und der am Campus Weihenstephan verbundenen Einrichtungen, ihre Unternehmensideen im Lebensmittelbereich zur Marktreife zu bringen. Hochschulexterne Gründer:innen können über den FSIWS fachkompetente Studierende aus allen Bereichen der Lebensmittelwertschöpfungskette als Partner:innen oder Mitarbeiter:innen gewinnen, etwa im Rahmen von Abschlussarbeiten oder mit den Studierenden als Mitgründer:innen.

Link zum Startup des Vormonats:

Startups @ HSWT | Teil 21: www.hswt.de/presse/news/article/startups-hswt-teil-21-die-frischemanufaktur.html

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