Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
18.11.2020

Startups @ HSWT | Teil 14: MaMaEva

Christine Dötzer
Eva Martell steht mit Alltagsmaske neben einer Maschine in einem Produktionsraum.
Eva Martell am Institut für Lebensmitteltechnologie der HSWT, wo das Trio an der optimalen Zusammensetzung seines Getränks getüftelt hat. (Foto: MaMaEva)
Die drei Mitglieder von MaMaEva stehen lächelnd zusammen und blicken in die Kamera.
Team MaMaEva als noch keine Abstandsregeln galten: Maximilian Kirmair, Matthias Karmann und Eva Martell (von links). Die drei studieren im siebten Semester Lebensmitteltechnologie an der HSWT. (Foto: MaMaEva)
Matthias Karmann und Eva Martell halten je eine Flasche ihres Getränks `MaMaEva´ hoch und blicken in die Kamera.
Die ersten Flaschen der Fruchtweinschorle... (Foto: MaMaEva)
Ein Präsentkorb mit mehreren Flaschen MaMaEva.
...die in nicht allzu ferner Zukunft über einen eigenen Onlineshop vertrieben werden soll. (Foto: MaMaEva)

Weihenstephan | In dieser Interviewserie präsentiert die HSWT Startups, die von oder unter Mitarbeit von Studierenden oder Alumni der HSWT ins Leben gerufen wurden. Die Serie stellt die Unternehmen und ihre Produktideen vor, ihre Arbeitsweise und wie sie Herausforderungen meistern.

In Teil 14 berichten Eva Martell, Maximilian Kirmair und Matthias Karmann über ihr Projekt `MaMaEva´. Das angehende Gründer-Trio studiert an der HSWT Lebensmitteltechnologie im siebten Semester.

 

Eure Produktidee in ein paar Sätzen erklärt:

Unsere Bio-Fruchtweinschorle 'MaMaEva' aus regionalen Zutaten ist ein fruchtig-frisches Getränk mit geringem Alkoholgehalt, das nicht so süß ist. Die Fruchtweinschorle soll eine leichte Alternative zu Bier, Biermischgetränken, herkömmlichen Weinschorlen und Cocktails darstellen.

Was macht euer Produkt einzigartig?

Das Besondere an unserem Getränk sind die wenigen, aber natürlichen Zutaten. Wir verzichten komplett auf Zusatzstoffe wie Aromen, Stabilisatoren, Säuerungsmittel und andere, wie sie in den meisten anderen Getränken zu finden sind. Die Fruchtweinschorle besticht auf ganz natürliche Art durch spritzige, fruchtige Noten, schmeckt leicht säuerlich-herb, ist nicht zu süß und eignet sich hervorragend als erfrischendes Sommergetränk. Es gibt außerdem wenig Produkte auf dem Markt, die einen niedrigen Alkoholgehalt von 2-3 vol.%, aber nichts mit Bier zu tun haben.

Wie kamt ihr auf diese Idee?

Wir sind Maxi, Matthias und Eva (MaMaEva) und wir haben uns während unseres Lebensmitteltechnologiestudiums an der HSWT kennengelernt.

Im Rahmen einer Food-Start-up-Vorlesung kamen wir auf die Idee, Säfte zu Fruchtwein zu vergären. Nach zahlreichen Versuchen in der heimischen Küche und am Institut für Lebensmitteltechnologie der HSWT wurde aus unserer Idee ein überzeugendes Produkt.

Welcher Aspekt ist euch bei eurem Produkt, bei dessen Verpackung oder Vertrieb besonders wichtig - auch im Hinblick darauf, dass es evtl. einmal auf den Markt kommt?

Das, was uns einzigartig macht: Der Einsatz von ausschließlich biologischen und regionalen Inhaltsstoffen. Wir können uns zu 100% mit unserem Getränk identifizieren und möchten, dass alle, die unsere 'MaMaEva' trinken, sie genauso genießen wie wir.

Welche Schwierigkeiten musstet ihr im Prozess der Produktentwicklung überwinden?

Besonders bei der Haltbarmachung gab es Schwierigkeiten. Es entwickelten sich explosive Mischungen, durch die sich die Küchendecke eines Teammitglieds farblich an das Getränk angepasst hat. Zum Glück konnten wir dieses Problem lösen, um weitere Küchendecken zu verschonen.

Wie habt ihr euch motiviert, wenn es mal nicht so rund lief?

Wir waren jedes Mal begeistert, wenn wir unser Produkt verkostet haben. Der einzigartige Geschmack hat uns ständig motiviert, unsere 'MaMaEva' weiter zu entwickeln. Es half uns auch, dass wir bei vielen Treffen miteinander über das Projekt sprechen konnten.

Die Zusammenarbeit im Team war bzw. ist sicherlich auch nicht immer einfach, oder? Wie habt ihr diese gestaltet, so dass es gut funktioniert?

Durch unsere Vorerfahrung in anderen Berufen hatten wir schon gelernt, im Team zu arbeiten. Wir wissen, wie wichtig es ist, miteinander zu kommunizieren. Dadurch konnten Missverständnisse aus dem Weg geräumt und Ideen ausgetauscht werden. Auch die gemeinsame WhatsApp-Gruppe, geteilte Terminkalender und regelmäßige Meetings helfen uns dabei, immer auf gleichem Stand zu sein.

Was war für euch der triumphalste bzw. emotionalste Moment bislang?

Der triumphalste Moment war, als wir nach zahlreichen Versuchen die perfekte 'MaMaEva' in den Händen hielten. Emotional wurde es, als wir die Begeisterung beim ersten Probieren in den Augen unserer Freunde, Familienmitglieder und Bekannten sehen konnten.

Tauscht ihr euch mit anderen Startups aus bzw. vernetzt euch? Wie?

Austausch mit anderen aus der Branche ist sehr wichtig. Mit zwei weiteren Startups aus unserem Semester tauschen wir uns regelmäßig aus. Besonders bei Finanz- oder Gründungsfragen können sie uns mit ihren Erfahrungen weiterhelfen.

Welche Tipps könnt ihr anderen Startup-Gründern - ob in der Lebensmittelbranche oder in einem anderen Bereich - geben?

Viele Menschen haben Ideen, an der Umsetzung scheitert es aber meistens. Nicht zu viel nachdenken, einfach machen und, wie Felix Lobrecht zu sagen pflegt,: "Seid lieb zueinander!".

Welche Pläne habt ihr für die Zukunft eures Start-ups?

In den nächsten Monaten planen wir die offizielle Unternehmensgründung, Upscaling und Markteinführung. Außerdem soll ein eigener 'MaMaEva-Shop' online gehen.

 

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MaMaEva morgen (19.11.) live:

Wer die drei angehenden Gründer von MaMaEva live sehen möchte, sollte sich für den morgigen `FSIWS Live Online Talk: Sustainable. Food. Startups.´ anmelden.
Er findet im Rahmen der Gründerwoche Deutschland und der Nachhaltigen Hochschultage Bayern statt.

Ab ca. 18 Uhr präsentieren sich drei Food Startups aus dem Bereich Nachhaltigkeit, die wir alle schon in dieser Serie vorgestellt haben: MaMaEva, Bacuma und Sonnengläschen.

 

 

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