Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
04.11.2019

Start-ups @ HSWT, Teil 6: Pläin

Christine Dötzer
Das Team Pläin (von links): Jonathan Herrmann, Julia Deuter und Michael Sysoev. (Foto: MUNICHfoodstyling)
Pläin ist ein veganer Milchersatz, der sich genauso verwenden lässt wie Kuhmilch. (Foto: MUNICHfoodstyling)

Weihenstephan | In dieser Interviewserie präsentiert die HSWT Start-ups, die von oder unter Mitarbeit von Studierenden oder Alumni der HSWT ins Leben gerufen wurden. Die Serie stellt die Unternehmen und ihre Produktideen vor, ihre Arbeitsweise und wie sie Herausforderungen meistern.

Im sechsten Interview sprechen wir mit dem Team hinter Pläin: Julia Deuter, Michael Sysoev und Jonathan Herrmann. Die drei haben einen veganen Milchersatz entwickelt.

 

Eure Produktidee in ein paar Sätzen erklärt:

Wir hatten es satt, dass es keine wirkliche Alternative zu Kuhmilch gab, deswegen haben wir Pläin entwickelt. Eine pflanzenbasierte Milchalternative, die besser ist als Kuhmilch.

Was macht euer Produkt einzigartig?

Pläin ist im Gegensatz zu den Pflanzendrinks, die es auf dem Markt gibt, eine wirkliche Alternative zu Kuhmilch. Pläin lässt sich wunderbar zu einem Schaum aufschlagen und hat ein angenehm cremiges Mundgefühl. Es kann zum Kochen und Backen verwendet werden, da es keinen unangenehmen Eigengeschmack hat. In eine 0,5-Liter-Pfand-Glasflasche abgefüllt steht Pläin als Frischeprodukt im Kühlregal.

Wie kamt ihr auf diese Idee?

Der Initiator Michael war 2014 genervt davon, dass er für seine vegane Ernährung keinen Kuhmilchersatz finden konnte, der wirklich schmeckt und den er genauso einsetzen kann wie Kuhmilch. Deshalb entschloss er sich, die Entwicklung eines solchen Produktes in die Hand zu nehmen.

Welcher Aspekt ist euch bei eurem Produkt, bei dessen Verpackung oder Vertrieb besonders wichtig - auch im Hinblick darauf, dass es evtl. einmal auf den Markt kommt?

Wir wollen ein ganzheitliches und transparentes Produkt beziehungsweise Unternehmen schaffen. Der Ansatz, eine gesunde und nachhaltige Alternative zu Kuhmilch anbieten zu können, soll sich in allen Bereichen widerspiegeln. Sei es die Verpackung, die Logistik oder der Herstellungsprozess: all diese Punkte sollen ressourcenschonend gestaltet werden.

Welche Schwierigkeiten musstet ihr im Prozess der Produktentwicklung überwinden?

Einige. Das Know-how für pflanzenbasierte Ernährung und die Verarbeitung der dafür notwendigen Rohstoffe ist noch sehr jung. Da müssen wir regelmäßig viel Recherche und learning by doing betreiben.

Wie habt ihr euch motiviert, wenn es mal nicht so rund lief?

Die Vision und der Traum, eines Tages die Welt mit Pläin ein Stückchen besser zu machen, waren viel stärker als jeder Rückschlag.

Die Zusammenarbeit im Team war beziehungsweise ist sicherlich auch nicht immer einfach, oder? Wie habt ihr diese gestaltet, so dass es gut funktioniert?

Ehrlich sein und viel miteinander reden – auch wenn es weh tut. Nichts aufstauen lassen: Wenn was nicht passt, gleich raus damit. Und was immer hilft: eine Nacht drüber schlafen.

Was war für euch der triumphalste bzw. emotionalste Moment bislang?

Es war schon sehr cool, als wir Pläin das erste Mal so hinbekommen haben, dass es richtig gut geschmeckt hat. Und der Moment, als uns der Notar unseren Gesellschaftervertrag in die Hand gedrückt hat. Aber es gibt viele kleine Momente, die wirklich großartig sind. Wenn jemand Pläin probiert und uns dann mit großen Augen anschaut und sagt: Das schmeckt ja wirklich sehr lecker. Unschlagbar! Oder der Moment, als das Pläin-Etikett fertig ausgedruckt vor uns lag und unser Produkt somit endlich ein Gesicht hatte.

Tauscht ihr euch mit anderen Start-ups aus bzw. vernetzt euch? Wie?

Ja, mit anderen Start-ups ist großer Austausch vorhanden. Sei es über unterschiedliche Veranstaltungen, bei denen man miteinander ins Gespräch kommt, oder über den Crowdfunding-Wettbewerb. Dadurch haben wir viele andere Gründerinnen und Gründer kennengelernt und viele sind auf uns zugekommen. Der Austausch ist wichtig!

Welche Tipps könnt ihr anderen Start-up-Gründern - ob in der Lebensmittelbranche oder in einem anderen Bereich - geben?

Wenn es eine Idee gibt, die einen nachts nicht mehr schlafen lässt, dann einfach machen! Wenn man es nicht macht, weiß man nicht, ob es funktioniert. Und meistens funktioniert es, wenn man voll dahintersteht. Auch sollte man sich selbst vertrauen und nicht jedes Wort anderer Leute auf die Goldwaage legen.

Welche Pläne habt ihr für die Zukunft eures Start-ups?

Jetzt steht erst mal der große Markteintritt ganz oben auf der Liste. Im long run wollen wir Pläin in jeden Kühlschrank bringen.

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