Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
10.07.2020

Start-ups @ HSWT, Teil 12: Bacuma

Christine Dötzer
Team Bacuma (v.l.): Georg Schildhauer Heike Buchner, Robin Stüllein. (Foto: Bacuma GbR)
`Bacumas Chutney´ passt unter anderem gut zu einer Brotzeit. (Foto: Bacuma GbR)
Herumprobiert, haltbar gemacht, lecker: süß-saures Chutney ohne künstliche Zusatzstoffe. (Foto: Bacuma GbR)
Nächstes Ziel: Markteinführung. (Foto: Bacuma GbR)

Weihenstephan | In dieser Interviewserie präsentiert die HSWT Start-ups, die von oder unter Mitarbeit von Studierenden oder Alumni der HSWT ins Leben gerufen wurden. Die Serie stellt die Unternehmen und ihre Produktideen vor, ihre Arbeitsweise und wie sie Herausforderungen meistern.

Im zwölften Teil der Serie stellen wir Bacuma vor. Die Gründerin Heike Buchner sowie die Gründer Georg Schildhauer und Robin Stüllein studieren an der HSWT Lebensmitteltechnologie im sechsten Semester. Mit Bacuma haben sie die wohl erste bayerische Chutney-Manufaktur ins Leben gerufen.

 

Eure Produktidee in ein paar Sätzen erklärt:

Wir bieten mit „Bacuma‘s Chutney“ eine frische, sinnvolle und vor allem natürliche Alternative zu Convenience-Produkten. Unser Produkt enthält viel Gemüse, zum Beispiel Paprika, Zucchini und Zwiebel, in einem würzigen, süß-sauren Sud.

Was macht euer Produkt einzigartig?

Unser Produkt ist sehr vielseitig einsetzbar, zum Beispiel als fertige Soße zu Nudeln oder Reis, als Dip oder einfach als Aufstrich für die Brotzeit. Durch unser schonendes Kochverfahren bewahren wir die Bissfestigkeit des enthaltenen Gemüses und bekommen somit noch mehr Frische in unser Produkt. Wir verwenden keine künstlichen Zusatzstoffe wie Aromen, Farbstoffe oder Süßungsmittel und können trotzdem eine einwandfreie Haltbarkeit gewährleisten.

Darüber hinaus ist unser Produkt von Natur aus vegan. Jedoch wollen wir mit „Bacuma’s Chutney“ nicht nur die vegane Szene begeistern, sondern jede und jeden, die oder der schnelles und leckeres Essen mag.

Wie kamt ihr auf diese Idee?

2018 haben wir drei uns auf dem Maifest der HSWT kennengelernt. Auf dem Nachhauseweg hatten wir dann noch Lust auf eine schnelle und warme Mahlzeit. Beim Zubereiten von Nudeln mit normalem Pesto fragten wir uns, ob es denn keine alternativen Produkte gibt, die einfach und schnell zubereitet werden können und zudem vielseitig einsetzbar sind. Im Rahmen des Moduls „Gründung eines Food Start-ups“ in unserem Studiengang haben wir nach einem passenden Produkt gesucht und uns dabei an diesen Abend erinnert. Nach mehreren Versuchen mit verschiedenen Zutaten entdeckten wir ein altes Familienrezept und die Idee zu unserem Chutney „orientalisch würzig“ war geboren.

Welcher Aspekt ist euch bei eurem Produkt, bei dessen Verpackung oder Vertrieb besonders wichtig - auch im Hinblick darauf, dass es evtl. einmal auf den Markt kommt?

Wir versuchen, all unsere Rohstoffe aus regionalem Anbau zu beziehen. Zudem setzen wir auf eine umweltfreundliche Verpackung und kurze Verkaufswege. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass „Bacuma’s Chutney“ frei von Zusatzstoffen ist.

Welche Schwierigkeiten musstet ihr im Prozess der Produktentwicklung überwinden?

Bisher hatten wir zum Glück noch keine größeren Schwierigkeiten, da das erste Rezept bereits existierte und nur noch etwas optimiert werden musste, um es im großen Stil produzieren zu können.

Wie habt ihr euch motiviert, wenn es mal nicht so rund lief?

Das viele positive Feedback von unseren Freunden und Familien, die hinter uns stehen und uns dabei unterstützen, unseren Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen, hat uns sehr geholfen. Unser größter Dank geht aber an Professor Dr. Lötzbeyer vom Institut für Lebensmitteltechnologie der HSWT, der uns bei allen Problemen unterstützt und uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Wir glauben, ohne seine Hilfe und ohne die große Unterstützung seitens der Hochschule wäre das alles so nicht möglich.

Die Zusammenarbeit im Team war bzw. ist sicherlich auch nicht immer einfach, oder? Wie habt ihr diese gestaltet, so dass es gut funktioniert?

Wir besprechen jedes noch so kleine und große Thema im Team und versuchen, bei verschiedenen Meinungen immer einen passenden Mittelweg zu finden, sodass jeder hinter der Lösung steht.

Was war für euch der triumphalste bzw. emotionalste Moment bislang?

Es scheint vielleicht etwas banal, aber die Erwähnung in einer PowerPoint-Präsentation über das Modul „Gründung eines Food Start-ups“, auf einer Folie mit erfolgreichen Beispielen von Food Start-ups, hat uns sehr gefreut.

Tauscht ihr euch mit anderen Start-ups aus bzw. vernetzt euch? Wie?

Ja, wir sprechen viel mit anderen Start-ups, hauptsächlich mit Teams, die auch aus diesem Modul der Hochschule entstanden sind und vorher schon zu unserem Freundeskreis gehörten. Wir sprechen vor allem über die aktuellen Probleme, die uns in unserem Start-up beschäftigen und geben uns Tipps, wie wir das jeweilige Problem lösen könnten.

Zudem sind wir auch in engem Kontakt mit einem Team, das schon länger existiert und sehr erfolgreich ist, den Gründern von „Braufässchen“. Ihre Erfahrungen aus der Anfangsphase des Start-ups bis zum heutigen Unternehmen helfen uns sehr, unseren Weg zu finden.

Welche Tipps könnt ihr anderen Start-up-Gründern - ob in der Lebensmittelbranche oder in einem anderen Bereich - geben?

Am besten funktioniert eine Gründung mit einem Team aus Personen, die charakterlich gut zusammenpassen. Alle Probleme und Aufgaben im Team sollten auch im Team bearbeitet werden, nur so kann man gewährleisten, dass jeder auch zu 100 Prozent dahintersteht. Zusätzlich sollte man sich Hilfe von Externen suchen, da es einige wichtige Aufgaben in einem Unternehmen gibt, die man alleine nicht bewältigen kann.

Welche Pläne habt ihr für die Zukunft eures Start-ups?

Eine erfolgreiche Markteinführung unserer Produkte ist vorerst unser größtes Ziel. Natürlich wünschen wir uns auch, dass sich unser Unternehmen vom Studierendenprojekt zu einem Vollzeitjob entwickelt und dass wir es schaffen, einen eigenen Produktionsstandort, natürlich in Bayern, aufzubauen.

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Info: Food-Start-up-Inkubator der HSWT

Anfang Juni 2019 hat die HSWT den Food-Start-up-Inkubator Weihenstephan (FSIWS) ins Leben gerufen. Dieser ermöglicht es Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HSWT und der am Campus Weihenstephan verbundenen Einrichtungen, ihre Unternehmensideen im Lebensmittelbereich zur Marktreife zu bringen. Hochschulexterne Gründerinnen und Gründer können über den FSIWS fachkompetente Studierende aus allen Bereichen der Lebensmittelwertschöpfungskette als Partner oder Mitarbeiter gewinnen, etwa im Rahmen von Abschlussarbeiten oder mit den Studierenden als Mitgründende.

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