Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
10.07.2015

Kooperationsprojekt "Kleinwindkraftanlage" erfolgreich zum Abschluss gebracht

Carolin Dommel
Die Kleinwindkraftanlage steht. (Foto: BayWa Stiftung)
Bevor das Windrad auf dem Mast angebracht wird, müssen die Rotorblätter festgezogen werden… (Foto: BayWa Stiftung)
…danach wird es mit Hilfe eines Krans auf dem Mast aufgesetzt. (Foto: BayWa Stiftung)
Bayernweit erste von Schülerinnen und Schülern selbstgebaute Kleinwindkraftanlage auf dem Schulgelände der Grund- und Mittelschule Bechhofen (Foto: BayWa Stiftung)
Einweihungsfeier auf dem Schulgelände der Grund- und Mittelschule Bechhofen (Foto: BayWa Stiftung)

Triesdorf - Die Studierenden des Studiengangs Technologie Erneuerbarer Energien können sich glücklich schätzen: Mit ihrem Know-how zur regenerativen Stromerzeugung haben sie maßgeblich zum Erfolg des Kooperationsprojekts "Kleinwindkraftanlage" beigetragen. Das bayernweit erste von Schülerinnen und Schülern selbstgebaute Windrad steht nun auf dem Schulgelände der Grund- und Mittelschule Bechhofen (Landkreis Ansbach) und bietet bis zu 800 Watt Leistung.

Seit einem Jahr arbeiten die Triesdorfer Studierenden, Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule Bechhofen zusammen mit der Auszubildendenabteilung der Firma Oechsler AG am Bau einer Kleinwindkraftanlage, wobei jeder seinen fachspezifischen Beitrag geleistet hat. Die Studierenden haben dabei den wissenschaftlichen Teil geliefert und Fragen beantwortet wie "Wieviel Strom erzeugt ein Generator bei welcher Drehzahl?". Sie haben den Neuntklässlern beigebracht, wie das Herzstück eines jeden Windrads - der Generator - aussieht, was er macht und wie man ihn selbst baut. Dr. Nikolaus Meier von der HSWT ist bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite gestanden, wenn es darum ging, die Daten vom Windrad ins Schulhaus zu übertragen (wir berichteten).
Durch Projekte wie diese lernen die Studierenden an der Hochschule nicht nur theoretische Lerninhalte, sondern können Erlerntes direkt in die Praxis umsetzen. Katja Krauter, Mitarbeiterin der HSWT und Projektbetreuerin, sieht in derartigen Projekten noch viel mehr: "Unsere Studierenden lernen nicht nur die praktische Umsetzung ihres Fachbereichs kennen, sie erleben gleichzeitig, wie man anderen Personen Wissen vermittelt."

Das historisch bedingte Image, an der HSWT in Triesdorf nur landwirtschaftlich geprägte Bereiche studieren zu können, gehört längst der Vergangenheit an. Das zeigt die hohe Nachfrage nach kompetenter Unterstützung im Bereich der erneuerbaren Energien - wie es auch in diesem Kooperationsprojekt der Fall war. Daneben sind auch die Netzwerke zu Firmen und Institutionen auf diesem Gebiet nicht zu vernachlässigen. So hat Prof. Dr.-Ing. Dr. phil. Bruno Ehrmaier - Studiendekan im Studiengang Technologie Erneuerbarer Energien und betreuender Professor des Kooperationsprojekts - seine Kontakte spielen lassen und die BayWa Stiftung als Sponsor für den Bau der Kleinwindkraftanlage gewinnen können.

Am 7. Juli 2015 haben die Beteiligten ihre selbstgebaute Windkraftanlage der breiten Öffentlichkeit präsentiert und im feierlichen Rahmen an der Grund- und Mittelschule Bechhofen eingeweiht. Mit den 8,50 Metern Nabenhöhe, den 3 Metern Rotordurchmesser und einer Nenngeschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde schafft es das Windrad, das ebenfalls in einem Schulprojekt gebaute Indianerzeltdorf energieautark zu beleuchten und eine Teichpumpe zu betreiben. Die Materialkosten belaufen sich auf 12.000 Euro, die von der BayWa Stiftung getragen wurden.
Die HSWT will sich auch künftig in derartigen Projekten engagieren. Erstes Interesse ist bereits bei der Einweihung bekundet worden.

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