02.08.2019

"Internationaler Masterstudiengang Agrarmanagement": Ausbau der Kooperation mit der Nationalen Agraruniversität Armeniens geplant

Christine Dötzer
Prof. Dr. Carsten Lorz (ganz links) mit Prof. Dr. Sabine Homann-Wenig (Zweite von links), Dr. Aram Aristakesyan (vorne links) und HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet (vorne Mitte) mit dem Rektor der ANAU Vardan Urutyan (vorne rechts) und den Mitarbeiterinnen des deutschsprachigen Studiengangs "Internationaler Master Agrarmanagement".
Die Delegation der HSWT mit dem armenischen Bildungsminister Arayik Harutyunyan (Dritter von rechts), Vizeministerin Arevik Anapiosyan (Zweite von rechts) und dem Rektor der ANAU Vardan Urutyan (ganz rechts).

Triesdorf | Weihenstephan | Ende Juli trafen sich Vertreter der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und der Nationalen Agraruniversität Armeniens (ANAU) in Jerewan, um die Grundlagen für einen weiteren Ausbau der seit 20 Jahren bestehenden Zusammenarbeit zu legen. HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet, Vizepräsidentin Prof. Dr. Sabine Homann-Wenig, Vizepräsident Prof. Dr. Carsten Lorz sowie Dr. Aram Aristakesyan, wissenschaftlicher Mitarbeiter im „Internationalen Masterstudiengang Agrarmanagement” (IMA), steckten anlässlich dessen auch mit dem armenischen Bildungs- und Wissenschaftsminister Arayik Harutyunyan sowie dem Vizeminister für Wirtschaft Artak Kamalyan mögliche Inhalte weiterer Kooperationen ab. ANAU und HSWT unterhalten enge Kontakte im Rahmen des Studiengangs IMA. Dieser wird am Campus Triesdorf der HSWT und, nach dem Vorbild des Triesdorfer Modells, an der ANAU sowie 16 weiteren internationalen Partnerhochschulen der HSWT angeboten.

Die ANAU strebt ähnlich wie die HSWT eine stärkere Internationalisierung an. Studiengänge und Forschung in Kooperation mit ausländischen Partnern bilden einen wichtigen Baustein in der Ausrichtung der Hochschule. Ziel des Besuchs der HSWT-Delegation war es, Möglichkeiten für eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit auszuloten. Mit deutschen Akteuren vor Ort wurden zudem Netzwerke geknüpft und mit politischen Entscheidungsträgern die Bedürfnisse vor Ort diskutiert. Studiengänge mit Fokus auf der praktischen Anwendung des Gelernten, wie der IMA, sind wichtige Treiber für den Fortschritt im Land: "Die Entwicklung der Agrarwirtschaft sowie der Wirtschaft Armeniens generell hängt von den qualifizierten, praxisorientiert ausgebildeten Fachkräften ab", macht Dr. Aram Aristakesyan, vor zwanzig Jahren der erste armenische IMA-Student in Triesdorf, deutlich.

„Internationaler Master Agrarmanagement”

Der IMA läuft an der ANAU seit 2002, mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) bietet die Hochschule den Studiengang seit 2011 auch komplett in deutscher Sprache an. In Triesdorf besteht der IMA in der heutigen Form seit dem Jahr 2000. Ab 1993 zunächst als Aufbau- und danach als Masterstudiengang geführt, hat er das Ziel, deutsche und ausländische Fach- und Führungskräfte anwendungsbezogen zu qualifizieren und damit zur Förderung von leistungsfähigen und nachhaltigen Produktionssystemen in der Agrarwirtschaft und zur Entwicklung der ländlichen Räume beizutragen. Seit Beginn haben 1.920 Studierende von rund 45 Hochschulen aus über 38 Ländern am Programm teilgenommen.

Zwischen ANAU und HSWT besteht seit 1999 eine Kooperation in Bezug auf den IMA. Schon seit 1991 kommen immer wieder Studierende und Praktikanten aus Armenien für ein oder zwei Semester an den Campus in Triesdorf. Zudem sorgen Absolventen für den Wissenstransfer zwischen den Hochschulen, wie Aristakesyan berichtet: "Rund ein Dutzend IMA-Absolventen der ANAU und der HSWT unterrichten an der ANAU und geben so ihre Kenntnisse an die Studierenden weiter."

In Zukunft soll die Zusammenarbeit noch ausgebaut werden. Durch den derzeit laufenden Aufbau eines Agrarausbildungszentrums mit Lehrbetrieben nach dem Triesdorfer Modell in Armenien sowie durch ein Abkommen für ein Doppeldiplom soll die erfolgreiche internationale Partnerschaft eine neue Stufe erreichen. Darüber hinaus ist geplant, die Kooperation auf weitere Studiengänge auszuweiten.

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