Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
13.12.2019

HSWT erhält Förderung des BMWi für den Food-Start-up-Inkubator

Christine Dötzer, Gerhard Radlmayr
Dr. Michael Krappmann, Geschäftsführer des 'Zentrums für Forschung und Wissenstransfer' an der HSWT, erhält die Urkunde im BMWi-Wettbewerb 'EXIST-Potentiale' von Dr. Sabine Hepperle, Leiterin der Abteilung Mittelstandspolitik im BMWi. (BMWi/BILDKRAFTWERK/Peter-Paul Weiler)

Weihenstephan | Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat das Konzept des 'Food-Start-up-Inkubator Weihenstephan' (FSIWS) der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) zur Gründungsförderung in der Lebensmitteltechnologie im Wettbewerb 'EXIST-Potentiale' prämiert. Die Hochschule hatte gemeinsam mit ihrer Verbundpartnerin 'IUBH Internationale Hochschule GmbH' für die Jahre 2020 bis 2024 knapp 2 Millionen Euro Fördermittel im Förderschwerpunkt „Potentiale heben“ beantragt. Das Projekt wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 an den Start gehen. Die Förderentscheidungen gab das BMWi am 03. Dezember in Berlin bekannt.

Ziel von 'EXIST-Potentiale' ist es, die Rahmenbedingungen für Start-ups und wissensbasierte Ausgründungen aus Hochschulen in der Breite nachhaltig zu verbessern. Insgesamt hatten sich 220 Hochschulen und Universitäten für die Förderung beworben, 142 wurden in drei verschiedenen Förderschwerpunkten ausgewählt. Der Schwerpunkt "Potentiale heben", für den die HSWT die Gelder erhält, hat zum Ziel, Hochschulen jeder Größe dabei zu unterstützen, gründungsfördernde Strukturen aufzubauen.

In der Projektphase werden die HSWT und ihre zukünftigen Kooperationspartner konkrete Unterstützungsmaßnahmen sowie Beratungsangebote für Gründungsteams und Food-Start-ups entwickeln. Darüber hinaus werden sie gemeinsam mit dem Verbundpartner 'IUBH Internationale Hochschule GmbH' Zertifikats-, Master- und internationale Studiengänge sowie Weiterbildungsmaßnahmen entwickeln und umsetzen, um das Thema Food-Start-up-Gründung in der Lehre zu etablieren. Langfristig ist geplant, den FSIWS nach erfolgreichem Aufbau außerhalb der Organisationsstrukturen der HSWT anzusiedeln.

Die Food-Start-up-Schmiede der HSWT

Der FSIWS umfasst drei wesentliche Aspekte. Zum einen stellt er Technikum- und Laborflächen zur Verfügung. Damit bietet er angehenden Food-Start-ups eine professionelle und zugleich unbürokratische Möglichkeit, Lebensmittelmuster und Pilotproduktionen für erste Markttests herzustellen. Zum anderen unterstützt der FSIWS Gründungswillige bei der Unternehmensgründung und der Markteinführung. Darüber hinaus bietet er Hilfestellung bei Schutzrechtsanmeldungen wie Patenten und bei der Beantragung von EXIST-Gründerstipendien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Nicht zuletzt dient der FSIWS als Plattform für die Vernetzung von Studierenden, Absolventinnen und Absolventen und hochschulexternen Gründungswilligen beziehungsweise bestehenden jungen Start-ups.

Das 'Institut für Lebensmitteltechnologie' der HSWT stellt für den FSIWS die Produktionsstätten und Pilotanlagen sowie das Knowhow zur Verfügung. Auf der administrativen Seite koordiniert das 'Zentrum für Forschung und Wissenstransfer' der HSWT unter Federführung von Geschäftsführer und Hauptansprechpartner Dr. Michael Krappmann die Gründungs- und Forschungsaktivitäten.

Das Gründungsförderungsprogramm 'EXIST-Potentiale' des BMWi will die akademische Gründungsförderung in Deutschland auf eine neue qualitative Stufe heben. Für die kommenden vier Jahre ist dafür ein Gesamtbudget von über 150 Millionen Euro eingeplant.

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