Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
28.11.2014

HSWT empfängt chinesische Delegation in Triesdorf

Carolin Dommel
Führung über den Triesdorfer Campus
Begrüßung der Gäste durch Vizepräsident Prof. Dr. Rudolf Huth
Vorstellung der Fakultät Umweltingenieurwesen durch Dekan Prof. Dr. Andreas Ratka
Vorstellung von Projekten im Studiengang "Technologie Erneuerbarer Energien" sowie Informationen zu den Auslandsaktivitäten der HSWT durch Prof. Dr.-Ing. Norbert Huber

Triesdorf - Welche Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien gibt es? Das war eine der Fragen, die die HSWT kürzlich beim Empfang der Delegation aus China den interessierten Gästen beantwortet hat. Darunter waren 17 Vertreter der chinesischen Ministerien und anderer Verwaltungseinheiten, die im Rahmen ihrer dreiwöchigen Studienreise in Deutschland zum Thema "Umweltschutz" auch die HSWT besucht haben.

Schon bei der Vorstellung der Hochschule durch den Vizepräsidenten, Prof. Dr. Rudolf Huth, war die Neugierde der Gäste vor allem am Thema erneuerbarer Energien kaum zu bremsen. Dass der Wärmebedarf der rund 50 Gebäude des Triesdorfer Bildungszentrums seit der Inbetriebnahme der Biomasseheizzentrale 2009 zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energien und damit CO2-neutral gedeckt wird, war einer der behandelten Punkte. Dem folgte die Präsentation der Fakultät Umweltingenieurwesen durch den Dekan, Prof. Dr. Andreas Ratka, der insbesondere den Bachelorstudiengang "Technologie Erneuerbarer Energien" mit seinen vier Schwerpunkten Bioenergie, Energie aus Sonne, Rationelle Energienutzung und Windenergie in den Fokus rückte. Praktische Beispiele gab im Anschluss Prof. Dr.-Ing. Norbert Huber, der aus seinem Lehrgebiet die Basistechnologien zur Nutzung erneuerbarer Energien vorstellte. Darunter auch der thermische Energiespeicher: Ein Diagramm veranschaulichte, bei welchen Temperaturen, welche Materialien am besten zur Speicherung von thermischer Energie geeignet sind. "Wasser ist DER Energiespeicher für Temperaturen bis 100°C, beispielsweise zur Wärmespeicherung in Häusern, denn: Wasser ist günstig, verfügbar und nicht giftig".  Zur Speicherung höherer Temperaturen können unter anderem Steine, Beton oder Salzschmelzen verwendet werden. Versuchsanlagen am Standort wurden dabei vorgestellt.
Als Auslandsbeauftragter der Fakultät Umweltingenieurwesen stellte Professor Huber auch das neue Studienangebot "Sustainable Engineering" vor, das ausländischen Studierenden ein Studiensemester in englischer Sprache an der HSWT ermöglicht. Die bereits 77 bestehenden Kooperationen mit ausländischen Hochschulen könnten durch eine Hochschulkooperation mit China noch bereichert werden.

Die Delegation wurde von der Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) - einer der größten privaten Bildungsträger in Deutschland - organisiert. Seit fast 30 Jahren arbeitet die bbw-Gruppe eng mit vielen Partnern in der VR China zusammen. Einer dieser Partner ist die "National Development and Reform Commission" (NDRC) - eines der wichtigsten Ministerien in China. Dieses Ministerium ist zuständig für die Reform der Wirtschaft und der Verwaltung. Außerdem wird dort über ausländische Investitionen in China und über chinesische Investitionen im Ausland entschieden.
Zwischen dem Bayerischen Staatministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gibt es seit 1997 eine Kooperationsvereinbarung mit dem NDRC. Seitdem führt die bbw-Gruppe Studienreisen für Führungskräfte aus der Verwaltung und Unternehmern aus China in enger Zusammenarbeit mit dem NDRC durch.

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