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17.11.2022

HSWT-Absolventin gewinnt Kulturpreis Bayern 2022

Amanda Shala
Preisträgerin Leonie Algner mit dem bayerischen Wissenschaftsminister Markus Blume (l.) und Bayernwerk-Chef Dr. Egon Leo Westphal (r.) (Foto: Alex Schlebert)

Leonie Algner wurde mit dem Bayerischen Kulturpreis für die beste Masterarbeit in der Sparte Wissenschaft geehrt. In Kooperation mit der IRUBIS GmbH entwickelte sie einen Bioprozess zur Messung der Glucosekonzentration – ein wichtiger Baustein bei der Herstellung von Biopharmazeutika.

Während des Festakts Anfang November in den Münchener Eisbach Studios wurde die HSWT-Absolventin zusammen mit 32 weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bayerischer Hochschulen und Universitäten mit dem begehrten Kulturpreis ausgezeichnet. Die Preisträgerin Leonie Algner schloss 2021 den Master Biotechnologie/Bioingenieurwesen an der HSWT mit Bestleistungen ab: mit der Gesamtabschlussnote 1,08 für den Master sowie der Note 1,0 für die Masterarbeit. Im Interview berichtet sie über ihre Arbeit und Studienerfahrungen.

HSWT: Warum ist die Messung der Glucosekonzentration bei Bioprozessen wichtig?

Leonie Algner: Glucose, also Traubenzucker, spielt bei Bioprozessen eine wichtige Rolle. Diese Prozesse werden beispielsweise genutzt, um Biopharmazeutika für Krebstherapien herzustellen. Die Konzentration von Glucose hat unter anderem Einfluss auf die produzierten Proteine und kann somit die Qualität der Produkte beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, diese zu messen und zu regulieren. Hierfür wird das Mess- und Regelsystem der IRUBIS GmbH eingesetzt, bei der ich meine Masterarbeit durchführte. Ich habe ein neues Bioreaktorsystem und einen zugehörigen Modellbioprozess konzipiert und realisiert, das dem Unternehmen Testmessungen und Optimierungen des Systems bei sich vor Ort unter praxisnahen Bedingungen ermöglicht.

Was hat Ihnen besonders gefallen am Studium an der HSWT?

Die hohe Praxisorientierung fand ich gut – von Laborpraktika über Industriekooperationen bis hin zur Abschlussarbeit bei einem Unternehmen. So habe ich zum Beispiel die Möglichkeit genutzt, als Wahlfach selbständig eine Projektstudie durchzuführen und hierdurch die Forschung an der HSWT zu unterstützen. Gut gefallen hat mir auch die moderne Ausstattung der Labore.

Wie geht es für Sie nach dem Studium weiter?

Ich arbeite nun seit fast einem Jahr bei einem Ingenieurbüro in der verfahrenstechnischen Planung. Verfahrenstechnik und Anlagenplanung waren Bestandteil meines Masterstudiums und haben mich schon immer sehr interessiert.

Frauen in MINT-Berufen sind gefragt: Welchen Tipp würden Sie Studentinnen und angehenden Berufsanfängerinnen im Bereich Bioingenierwesen geben?

Nicht entmutigen lassen und seinen eigenen Weg gehen! Die Biotechnologie beziehungsweise das Bioingenieurwesen ist eine spannende Disziplin mit ganz unterschiedlichen Möglichkeiten und es findet sich eigentlich immer ein Weg, der zu einem passt. 

 

Den Bayerischen Kulturpreis verleiht die Bayernwerk AG (Bayernwerk) zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Homepage des Bayernwerk.

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