27.04.2017

Girls' Day und Boys' Day an der HSWT

Tanja Tenschert und Carolin Dommel
Girls' Day
Girls' Day
Girls' Day
Girls' Day
Girls' Day
Girls' Day
Girls' Day
Girls' Day
Girls' Day
Girls' Day
Girls' Day

Weihenstephan | Triesdorf - Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat am 27. April 2017 wieder ihre Türen und Labore für interessierte Mädchen und Jungen geöffnet. Am bundesweiten Aktionstag "Girls' Day" und "Boys' Day" können Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse die Arbeitswelt zwischen Technik und Naturwissenschaften, Forschung und Wissenschaft, Informatik und Handwerk unter das Mikroskop nehmen. An der Fakultät Biotechnologie und Bioinformatik der HSWT beispielsweise züchtet Prof. Dr. Sabine Grüner-Lempart mit den Mädchen Kristalle. Dazu tauchen die Schülerinnen einen Faden, befestigt an einem Holzstäbchen, in warmes Salzwasser. Die darin gelösten Salzkristalle lagern sich beim Abkühlen nach und nach ab und bilden nach etwa zwei Stunden einen Kristall.

Im Technikum der Hochschule machen die Schülerinnen ihren eigenen Apfelsaft. 20 Kilogramm Äpfel werden unter Anleitung von Prof. Dr. Winfried Ruß gewaschen, geschnitten, gepresst und gesiebt. 10 Kilogramm Saft bleiben schließlich zur Verkostung übrig. Ein Teil bleibt roh, ein Teil wird pasteurisiert, also bis 68 Grad erhitzt, der Rest gekocht. Bei der Verkostung am Nachmittag stellen die Mädchen dann unterschiedliche Geschmäcker fest - vom frischen Smoothie im Rohzustand bis zum gekochten Apfelmus. 

In Triesdorf lernen währenddessen 25 Schülerinnen und 17 Schüler die Inhalte typischer Studien- und Berufsfelder des jeweils anderen Geschlechts kennen.  So erleben die Mädchen wie ein Schlepper über GPS automatisch in einer gelernten Spur fährt - mit einer Genauigkeit von plus-minus zwei Zentimetern. Zum Vergleich: Die Navigation eines Autos hat eine Abweichung von bis zu zehn Metern. Prof. Dr. Patrick Ole Noack erklärt die Agrarsystemtechnik wie folgt: In 20000 Kilometern Entfernung senden Satelliten Signale an den GPS-Empfänger im Schlepper. Die Übermittlung des Signals dauert etwa 70 Millisekunden. Das Signal kann man sich als eine Art Schnur vorstellen. Je mehr "Schnüre" zwischen Satellit und Schlepper "gespannt", desto stabiler und exakter die Verbindung und somit auch die Spurgenauigkeit.

Die Schüler gehen indes gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Rudner der Frage nach, ob man Blumen ansieht, wo sie wachsen - auf der Wiese, im Wald oder am Waldrand? Sie untersuchen beispielsweise ein "Hungerblümchen", erkennen zahlreiche Früchte und sehr kleine Wurzel, die auf eine kurze Lebensdauer (viele Früchte) und einen Standort am Wegrand schließen lassen, an dem es mit zarten Wurzeln nicht von kräftigeren Pflanzen überwuchert würde.

Kontakt

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