Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
21.06.2013

Gaststudierende aus Burundi in Triesdorf

Carolin Dommel
Das Organisationsteam (v.l.n.r.): Shuhrat Sadullaev (Usbekistan), Christian Schindler (HSWT), Remy Bigirimana, Elina Korabelnikova (Russland), Serges Ntimpa, Annette Schmid (HSWT), Christophore Vyamugoye, Iuliia Skliar (Ukraine)

Triesdorf - Das Team des Internationalen Masterstudiengangs Agrarmanagement der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) hat kürzlich zum Burundi-Abend an die Hochschule eingeladen, an dem die Besucherinnen und Besucher das Leben in Burundi aus erster Hand „erleben“ durften. Der Triesdorfer Studiengang fördert damit den interkulturellen Austausch und ist bestrebt, kontinuierlich Beziehungen aufzubauen und bestehende zu intensivieren.

Seit Januar 2013 weilen drei Gaststudierende aus Burundi in Triesdorf. Den Aufenthalt organisiert die HSWT gemeinsam mit den Landwirtschaftlichen Lehranstalten. Er soll die drei Afrikaner für den Aufbau eines landwirtschaftlichen Bildungszentrums in Burundi qualifizieren. Dort soll später das Wissen aus Triesdorf über die Schulung von Multiplikatoren bis in die Familien getragen werden, die in der Regel Subsistenzwirtschaft betreiben.

Beim Burundi-Abend erzählte das Trio - Serges Ntimpa, Remy Bigirimana und Christophore Vyamugoye - Geschichten über ihre Heimat. So berichteten sie beispielsweise über den Tanganjikasee, der mit fast 700 km Länge der längste See der Welt ist und an seinen Ufern die Länder Burundi, Tansania und Sambia und Zaire vereint. Mit vielen Bildern zeigten sie die Schönheit des Sees und die Vielfalt der Landschaft in Burundi. Auf dem See verkehrt ein „deutsches Passagierschiff“, das auf der Meyerwerft in Papenburg gebaut wurde. Das reiche Fischvorkommen, mit vielen unterschiedlichen Arten, ernährt die Uferanwohner. Christophore Vyamugoye erzählte über die Landwirtschaft in Burundi: Ein Hauptnahrungsmittel ist Maniok. Das Mehl, das aus den Wurzeln der Maniokpflanze gewonnen wird, wird vielfach in der Küche Burundis eingesetzt. Es werden aber auch Mais, Kartoffeln, Bohnen, Erbsen und Weizen angepflanzt.  Daneben bestimmt  die große Fülle von selbst angebauten Früchten wie Orangen, Bananen, Papya, Mango, Burundi-Pflaume, Mandarinen, Maracuja und Beeren den Speiseplan.
Die Sprache des Volkes ist Kirundi und als Amtssprache wird Französisch gesprochen. Für viele Zuhörerinnen und Zuhörer überraschend war, wie jung die Bevölkerung ist – 46% sind unter 15 Jahre. Die meisten Menschen gehören der Volksgruppe der Hutu an (85%). Weitere Volksgruppen in Burundi sind die Tutsi und die Twa. Wissen aus erster Hand gab es über das Leben in Burundi vom Schul- und Ausbildungssystem, Leben auf dem Lande und in der Stadt und über den Tourismus. Viele Menschen kommen, um die Schönheiten der Landschaft und die Freude der Menschen im Land zu erleben. Ein touristischer Höhepunkt ist die Quelle des Nils im Süden des Landes.
Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist katholisch. Die Beziehungen zu den katholischen Kirchengemeinden Ornbau-Weidenbach und Herrieden (Mittelfranken) beruhen auf der Partnerschaft der Diözese Eichstätt mit der Erzdiözese Gitega im ostafrikanischen Burundi. Die Gaststudierenden sind in ihrer Freizeit oft in der katholischen Kirchengemeinde in Ornbau-Weidenbach aktiv. Viele Gemeindemitglieder kennen Pfarrer Serges Ntimpa, der mit Pfarrer Neufanger die Gottesdienste in Ornbau gestaltet.

Mit kleinen Kostproben afrikanischer Spezialitäten haben die Besucherinnen und Besucher auch einen geschmacklichen Eindruck bekommen.  Mit einem traditionellen Tanz ihrer Heimat sprang der Funke von der Freude Burundis auch auf das internationale Publikum über. Es waren zahlreiche Studierende des Internationalen Masterstudiengangs zum Burundi-Abend gekommen. So wurde der Abend auch zu einem wahren internationalen Erlebnis mit 15 Nationalitäten und ausgelassener Stimmung.

Annette Schmid

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