12.02.2019 | Institut für Gartenbau | Fakultät Gartenbau und Lebensmitteltechnologie

Gastprofessor Nasser Haboub: Ein "Brückenbauer" beendet seinen Aufenthalt an der HSWT

Christine Dötzer
Prof. Dr. Sebastian Peisl, Prof. Dr. Nasser Haboub und Dr. Eric Veulliet (von links nach rechts) bei der persönlichen Verabschiedung
Prof. Dr. Sebastian Peisl, Prof. Dr. Nasser Haboub, Prof. Dr. Volker Henning und Dr. Michael Beck bei der Begrüßung an der HSWT im März 2017

Weihenstephan - Am Freitag vergangener Woche verabschiedete die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) Prof. Dr. Nasser Haboub am Ende seiner zweijährigen Hospitation im Rahmen eines Philipp-Schwartz-Stipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung. Der studierte Maschinenbauer aus Syrien kehrt zurück an die Universität Damaskus, wo er der Fakultät für Agrarwissenschaften angehört und die in Weihenstephan erworbenen Kenntnisse in seine zukünftige Arbeit einfließen lassen wird. Schwerpunkte seiner Forschung und Lehre sind Wasser- und Abwassertechnik.

Haboub hospitierte an der HSWT im Studiengang Gartenbau - Produktion, Handel, Dienstleistungen der Fakultät für Gartenbau und Lebensmitteltechnologie in den Modulen "Physikalische und agrarmeteorologische Grundlagen", "Verfahrenstechnik Freiland" sowie "Lern-, Präsentations- und Kommunikationstechniken". Am Institut für Gartenbau (IGB) des Zentrums für Forschung und Wissenstransfer setzte er sich schwerpunktmäßig mit neuen Methoden der umwelt- und ressourcenschonenden Bewässerungsteuerung im Agrarbereich auseinander und entwarf Möglichkeiten, die entwickelten Verfahren im Zuge weiterführender Forschungsprojekte für den arabischen Raum zu adaptieren. Als "Brückenbauer" würdigte HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet den Gastprofessor bei der persönlichen Verabschiedung und dankte ihm für seine Arbeit in Weihenstephan.

Prof. Dr. Sebastian Peisl und Dr. Michael Beck vom IGB hatten federführend die Einbindung des Forschers in die Fakultät und das Institut übernommen. Auch für seine Promotion war Haboub bereits nach Deutschland gekommen, an die Humboldt-Universität zu Berlin. Der deutschen Hochschullandschaft wird er weiterhin im Austausch verbunden bleiben.

 

Hintergrund: Philipp Schwartz-Initiative

Die Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht es Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland, Forschende, die einer Gefährdungslage ausgesetzt sind, im Rahmen eines Vollstipendiums für 24 Monate aufzunehmen. Das Auswärtige Amt sowie verschiedene Stiftungen (Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Andrew W. Mellon Foundation, Fritz Thyssen Stiftung, Gerda Henkel Stiftung, Klaus Tschira Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft) finanzieren die Initiative.

Aktuell organisiert die Alexander von Humboldt-Stiftung die fünfte Ausschreibungsrunde. Insgesamt wurden bereits 160 Forscherinnen und Forschern Stipendien zugesprochen. Stand Februar 2019 haben bislang 132 Stipendiaten ihre Förderung in Deutschland angetreten.

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