Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
18.07.2022

Einweihung des Josef-Göppel-Hörsaals: Besondere Ehre für verstorbenen Umweltpolitiker

HSWT
Die Tochter von Josef Göppel, Sofia Kraft, seine Witwe Rosalinde Göppel sowie die Energiebeauftragte für Afrika des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Grünen-Politikerin Bärbel Höhn (v.l.n.r.), waren zur feierlichen Umwidmung des Hörsaals an den Campus Triesdorf gekommen. (Foto: HSWT)

Weidenbach – Am 26. Juni 2022 fand im Rahmen des jährlichen Tags der offenen Tür, dem Johannitag des Bildungszentrums Triesdorf, ein Symposium zum Gedenken an den langjährigen Freund und Partner der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Herrn Josef Göppel, statt.

Josef Göppel hat sich als Politiker mit Nachdruck und gegen Widerstände für den Erhalt der Naturlandschaft, der gemeinsamen Aktion von Naturschützern und Landwirten, für die Stärkung regionaler Wertschöpfung und für die Unterstützung von Menschen in Afrika eingesetzt. Damit steht Josef Göppels Wirken für wesentliche Bereiche der HSWT – der Förderung von wissensbasierten gesellschaftlich relevanten Arbeitsfeldern in den Bereichen Biodiversität, Regionalentwicklung und internationale Agraraktivitäten. Aus diesem Grund hat die HSWT einerseits ein jährlich zum Johannitag stattfindendes Symposium aufgesetzt und andererseits einen Hörsaal nach Josef Göppel benannt.

Nach einer kurzen Vorstellung durch den Vizepräsidenten für akademische nationale und internationale Weiterbildung, Prof. Dr. Ralf Schlauderer, gab Frau Bärbel Höhn (ehrenamtliche Energiebeauftragte für Afrika des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), einen Überblick über die Errungenschaften bei der Entwicklung der Landwirtschaft und des Klimaschutzes in der gemeinsamen Arbeit mit Herrn Göppel. Frau Höhn hob unter anderem die Rolle Deutschlands als Vorreiter bei der Einführung erneuerbarer Energiequellen hervor und die daraus resultierende Senkung der Implementierungskosten für andere Länder in der Welt. Darüber hinaus wies sie auf die Notwendigkeit hin, sich von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu lösen, die durch den Angriff Russlands auf die Ukraine in vollem Umfang deutlich wurde und mahnte an, hier auch in Zukunft aktiv tätig zu sein.

Frau Hiwot Abayneh Ayele, derzeit am Thünen Institut in Braunschweig und Absolventin des Postgraduate Training Course 'Food Chains in Agriculture' (Jahrgang 2018) stellte ihr Projekt zur Verbesserung des Lebensstandards im ländlichen Äthiopien vor, dass von Josef Göppel unterstützt wurde. Bislang konnte das Projekt 42 Haushalts- Biogasanlagen erbauen, die den Familien einen Zugang für saubere Energie ermöglichten und wesentlich zur Verbesserung des Lebensstandards beitragen. Darüber hinaus dient das Projekt von Frau Ayele als Vorbild für junge Unternehmer im Bereich des Bauwesens und der Energieversorgung und fördert und sensibilisiert die Jugend für erneuerbare Energiequellen. Dank der Offenheit von Herrn Göppel und seinem Vertrauen in die junge Generation erhielt das Projekt den nötigen finanziellen und organisatorischen Auftrieb.

Im Anschluss an das Symposium wurde die Umbenennung des Raums E.001 in 'Josef-Göppel-Hörsaal' von Frau Roselinde Göppel öffentlich vorgenommen. Dieser Raum wurde nicht ohne Grund ausgewählt, denn seit 2018 findet dort jedes Jahr von Mai bis September der Postgraduate Training Course 'Food Chains in Agriculture' für 25 junge afrikanische Nachwuchskräfte in der Landwirtschaft und ländlichen Entwicklung statt.

Zum Abschluss fasste Vizepräsident Schlauderer dankend zusammen: „Jede Person, an die wir mit der Initiative herangetreten sind, ein Symposium zu veranstalten und den Raum nach Josef Göppel zu benennen, hat geantwortet: Er hat es verdient.“

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