28.09.2018 | Fakultät Wald und Forstwirtschaft

Deutsch-finnische Exkursion: Wildtiermanagement und Forstwirtschaft im Fichtelgebirge

Tanja Tenschert
Gruppenbild
Internationale Begegnung im Fichtelgebirge: Finnische Studierende der Häme University of Applied Sciences zusammen mit Studierenden der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und ihren Dozenten am Forstbetrieb Fichtelberg
Moor
Deutsch-finnische Begegnung im Moor: Studierende aus Freising und Evo/Finnland besuchen unter Führung von Peter Schöffel gemeinsam die renaturierten Moorflächen auf der Königsheide
Renaturierung
Deutsch-finnische Begegnung im Moor: Studierende aus Freising und Evo/Finnland besuchen unter Führung von Peter Schöffel gemeinsam die renaturierten Moorflächen auf der Königsheide

Weihenstephan | Fichtelberg - Wildtiermanagement und Forstwirtschaft im Fichtelgebirge live erleben: Das war das Motto für finnische und deutsche Studierende während ihrer Exkursion zu den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Fichtelberg.

Welche Wildtiere leben in den Wäldern des Fichtelgebirges? Wie geht man mit diesen um? Welche Gemeinsamkeiten gibt es dabei zwischen Finnland und Deutschland? All diese Fragen standen auf dem Exkursionsprogramm von Studierenden der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) in Freising und der Häme University of Applied Sciences (HAMK) in Evo/Finnland. Um Antworten auf diese Fragen zu finden, reisten sie alle nach Fichtelberg. Gemeinsam erklommen sie den Gipfel des Ochsenkopfs, besuchten die renaturierten Moorflächen der Königsheide und diskutierten im Wildpark Mehlmeisel über Luchs, Auerhuhn und Co. Dabei standen ihnen Martin Hertel, Werner Schmidt und Peter Schöffel vom Forstbetrieb Fichtelberg mit Rat und Tat zur Seite.

"Finnen und Deutsche sind gar nicht so verschieden!" stellten die Studierenden bereits am ersten Tag in einem interkulturellen Workshop mit Gastdozent Michael Schweighöfer fest. In beiden Ländern legt man beispielsweise großen Wert auf Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit. Die Wildtiere und der Umgang mit ihnen, unterscheiden sich in den beiden Ländern in manchen Belangen hingegen schon. So sucht man in Finnland den allseits bekannten Rothirsch vergeblich. Dafür findet man Bär, Wolf, Weißwedelhirsch oder das Birkhuhn. Letzteres ist im Fichtelgebirge seit Mitte des 20. Jahrhunderts ausgestorben. Überrascht waren die Studierenden, als die finnische Dozentin Monna Alatalo vom Auerhuhn berichtete: "Weil es so viele Auerhühner gibt, ist es in Finnland erlaubt, sie zu bejagen. Und wenn sie jung sind, schmecken sie sogar sehr gut!" Für die deutschen Studierenden war dies nur schwer vorstellbar. Das Auerhuhn kommt in Deutschland nur noch selten vor. Weil es vom Aussterben bedroht ist, steht es in Deutschland streng unter Schutz. 

Obwohl die internationalen Teilnehmer tagsüber fachlich viel diskutierten, kamen gesellige Abende nicht zu kurz. Für das leibliche Wohl sorgte dabei der Forstbetrieb Fichtelberg mit Wildragout und Rothirsch-Steaks vom Grill. Auch die Finnen lieferten Anlass für kulinarischen Genuss. Sie brachten eine Kostprobe vom finnischen Weißwedelhirsch zum Probieren mit.

Organisiert wurde die internationale Hochschul-Exkursion von Dr. Fiona Schönfeld und  Christian Genser zusammen mit ihren finnischen Kollegen Monna Alatalo und Jouko Lindroos. Vor Ort im Fichtelgebirge bereitete Martin Hertel vom Forstbetrieb Fichtelberg die Veranstaltung vor.

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