Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
25.06.2019

Das ist Honigschlecken - der "AK Biene" an der HSWT

Teresa Pancritius
Mitglieder des "AK Biene" bei der Arbeit. Im Vordergrund sind die bereits "entdeckelten" Waben zu sehen, aus denen später in der Zentrifuge der Honig herausgeschleudert wird.
Bienenstöcke auf dem Campus
Fleißige Campus-Bienen

Dieser süße, intensive, unverkennbare Duft - er lässt einen sofort das Frühstücksbrot schmecken oder den Löffel Süße im Pfefferminztee. An diesem Tag Mitte Juni ist er besonders stark im Gebäude H6 auf dem Campus der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), in das sich die Mitglieder des studentischen Arbeitskreises "AK Biene" wegen des Regens zurückgezogen haben. Was hier so lecker riecht, ist Honig, den die Bewohnerinnen der acht hochschuleigenen Stöcke - acht weitere gehören dem emeritierten Professor Karl Opitz - produziert haben und der nun von den Studierenden aus den Waben geholt wird.

Der "AK Biene" wurde Anfang 2015 gegründet, seitdem betreuen Studierende aus den verschiedenen Fakultäten eigenständig die Bienenvölker der Hochschule. Sie erledigen alle anfallenden Tätigkeiten, von der Arbeit am Volk bis eben zur Herstellung des Honigs. Zudem finden regelmäßig Treffen statt, bei denen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Theorie rund um das Thema "Biene" nähergebracht wird.

Über 100 Waben haben die jungen Frauen und Männer ins Gebäude H6 gebracht - kleine, die nicht einmal ein Kilogramm wiegen, aber auch große, zwei bis drei Kilogramm schwer und prall gefüllt mit Honig, der sich schon herausdrückt und jedem, der sie hochhebt, die Finger verklebt. Doch zuvor muss die Wachsschicht, die die Bienen über die Zellen gelegt haben, abgekratzt werden. Dazu benutzen die Studierenden eine sogenannte Entdeckelungsgabel, deren oberes Ende ähnlich aussieht wie die Zinken eines Kamms aus Metall. In großen Imkereien übernehmen Maschinen diese Arbeit, an der HSWT wird sie von Hand erledigt, während die ein oder andere Biene um den Kopf summt oder sich in sicherer Entfernung niederlässt. "Hier schimmert schon der frische Honig durch", sagt ein Student und zeigt auf eine fast vollständig "entdeckelte" Wabe. Ist das Wachs entfernt, stellen die AK-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer die Waben in eine Honigschleuder und zentrifugieren die Flüssigkeit heraus. Über einen Auslass mit Ventil fließt der Honig anschließend durch ein Sieb, das die Wachsreste zurückhält, in einen Behälter.

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