06.06.2019

Auftakt der Interviewserie "Food-Start-ups @ HSWT": Trecycle

Christine Dötzer
Haben Trecycle gegründet: Anna Härteis, Anja Wimmer und Helena Ziegler (von links)
Die Treber-Cookies gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen...
...mit allerlei gesunden Zutaten.
Am Anfang steht Getreide. Als Treber werden die beim Bierbrauen anfallenden Rückstände des gemälzten Getreides bezeichnet.

In den kommenden Wochen präsentiert die HSWT in einer Interviewserie Food-Start-ups, die HSWT-Studierende im Modul "Gründung eines Food-Start-ups" im Studiengang Lebensmitteltechnologie ins Leben gerufen haben. Die Serie stellt die Start-ups und ihre Produktideen vor, ihre Arbeitsweise und wie sie Herausforderungen meistern.

Den Anfang macht Trecycle, das Start-up der HSWT-Studentinnen Anna Härteis, Anja Wimmer und Helena Ziegler, das im vergangenen Dezember mit dem "Food Start-up Award" der HSWT ausgezeichnet wurde.

 

Eure Produktidee in ein paar Sätzen erklärt:

Wir sind Trecycle, und wir bieten ernährungsbewussten Verbraucherinnen und Verbrauchern die Geschmacksexplosion für den Morgen.

Mit unseren Frühstückscookies sorgen wir für den nachhaltig gesunden Start in den Tag - mit den hochwertigen Proteinen und Mineralien des Trebers.

Was macht Euer Produkt einzigartig?

Stichworte wie "Zero Waste" und "Food-Upcycling" werden bei uns gelebt. Durch die Wahl eines Nebenprodukts aus der Bierherstellung als Hauptbestandteil unseres Cookies entsteht ein nachhaltiges und vollwertiges Frühstück. Die Mineralien, Proteine und Spurenelemente des Trebers sowie der Verzicht auf raffinierten Zucker und Konservierungsstoffe eignen sich für eine cleane und gesunde Ernährung.

Wie seid Ihr auf diese Idee gekommen?

Das Thema Vermeidung von Lebensmittelabfall wird in unserer Generation immer präsenter. Wir beschäftigten uns - geprägt durch unsere Studienrichtung der Lebensmitteltechnologie - auch privat immer häufiger mit der Frage, wie man das anpacken könnte. Zudem liegen uns allen eine gesunde und bewusste Ernährung sowie Sport am Herzen. Im Rahmen des Moduls "Food Start-Up" haben wir uns Gedanken gemacht, wie man eben diese Punkte verknüpfen kann.

Welcher Aspekt ist Euch bei Eurem Produkt, bei dessen Verpackung oder Vertrieb, besonders wichtig - auch im Hinblick darauf, dass es evtl. einmal auf den Markt kommt?

Unser Ziel: Nachhaltigkeit auf allen Ebenen. Besonders eine umweltschonende Verpackung ist uns wichtig. Erste Lösungsansätze im Hinblick auf ökologische Verpackung und nachhaltigen Vertrieb haben wir in unserem First Pitch im Dezember vorgestellt: Verkauf im Glas und ein Refill-Modell für Cafés.

Welche Schwierigkeiten musstet Ihr im Prozess der Produktentwicklung überwinden?

Die Rohstoffbeschaffenheit bzw. Lagerung des Trebers sowie der Upscale-Prozess haben sich zu Beginn als Herausforderung entpuppt.

Wie habt Ihr Euch motiviert, wenn es mal nicht so rund lief?

Ist eine von uns mal nicht so motiviert, hilft uns persönlicher Kontakt. Auch regelmäßige Treffen, in denen wir uns austauschen und zu denen jede von uns dreien neue Ideen und Konzepte vorbereitet, spornen an.

Die Zusammenarbeit im Team war bzw. ist sicherlich auch nicht immer einfach, oder? Wie habt Ihr diese gestaltet, so dass es gut funktioniert?

Wir haben uns kleine Purviews [Anm. der Redaktion: auf Deutsch "Aufgabenbereiche"] gesetzt und das, was anstand, in Arbeitspakte aufgeteilt, somit hatte jede von uns ihre Zuständigkeit. Zudem half uns allen das Setzen von realistischen (!) Deadlines, bis wann ein Step erledigt sein sollte.

Was war für Euch der triumphalste bzw. emotionalste Moment bislang?

Klar - der Gewinn des Best Pitch Awards der Hochschule im vergangenen Dezember.

Tauscht Ihr Euch mit anderen Start-ups aus bzw. vernetzt Euch? Wenn ja, wie?

Wir waren zu Beginn beispielsweise bei Netzwerktreffen der IHK Oberbayern. Bei solchen Treffen darf man nicht schüchtern sein. Man muss von sich und seiner Idee erzählen, dann plaudern andere auch gern über ihre Geschichte.

Zudem bot das Modul "Food-Start-Up" eine große Plattform zum Austausch mit anderen Gründern.

Welche Tipps könnt Ihr anderen Start-up-Gründern - ob in der Lebensmittelbranche oder in einem anderen Bereich - geben?

Ein möglichst buntes Team ist wichtig. Wir kommen alle drei aus derselben Branche, das hat es zu Beginn erschwert, da wir in vielen Bereichen, die zum Aufbau eines Start-ups gehören, einfach keine Erfahrung beziehungsweise zu wenig Wissen hatten.

Welche Pläne habt Ihr für die Zukunft Eures Start-ups?

Aktuell liegt die Umsetzung etwas auf Eis, aber die Verwirklichung eines rundum nachhaltigen Produktes ist eines der größeren Zukunftsziele.

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