Claim Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - University of Applied Sciences
26.03.2021

50 Jahre HSWT | Wir pflanzen 50 Bäume

Tanja Tenschert
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten | Foto: Max Schrenker
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten
Baumpflanzen zu 50 Jahren HSWT
Impressionen der Baumpflanzarbeiten

Weihenstephan | Triesdorf - Anlässlich unseres Jubiläums "50 Jahre Applied Sciences for Life" errichten wir ein spezielles, begehbares Arboretum, entlang eines naturnahen Weges am Nordhang des Weihenstephaner Berges. Wir pflanzen 50 Bäume - gemeinsam mit Baumpatinnen und Baumpaten, im Umfeld unserer malerischen Streuobstwiese. Mit jeder Baumpatenschaft unterstützen wir zudem das Bergwaldprojekt mit jeweils weiteren 100 Bäumen (nähere Informationen dazu folgen).

Prof. Dr. Bernd Hertle, wissenschaftlicher Leiter der Weihenstephaner Gärten, hat mit uns über die 50 Baumarten, Bäume im Allgemeinen und seinen ganz persönlichen Bezug dazu gesprochen:

Warum sind Bäume wichtig für den Schutz des Klimas?

Zunächst einmal speichern Bäume CO2, entlasten also die Atmosphäre. Genauer gesagt lagern sie nur den Kohlenstoff ein, den Sauerstoff setzen sie wieder frei. Hinzu kommt, dass ihr Schatten für Kühlung sorgt. Das ist insbesondere in Städten wichtig, denn dort kommt es schnell zum "Urban Heat Effect": Die Temperaturen im Innenstadtbereich sind dann im Extremfall bis zu 13 Grad höher als auf dem Land. Das liegt daran, dass Steine und Beton tagsüber Hitze speichern, die sie nachts wieder abgeben.

Auch die Transpiration der Bäume trägt zur Verbesserung des Stadtklimas bei: An heißen Tagen kühlen sie ihre Blattoberflächen, indem sie daraus Wasser transpirieren - durch die Verdunstung wird auch das Klima der Umgebung angenehmer. Nun befindet sich unser Arboretum natürlich nicht inmitten einer Stadt, aber unsere Bäume hier haben Testcharakter: Wir können durch sie herausfinden, wie die unterschiedlichen Arten mit Hitze umgehen.

Warum wurden gerade diese 50 Baumarten ausgewählt?

Alle Bäume unseres Arboretums müssen natürlich standorttauglich sein und eine entsprechende Winterhärte erwarten lassen. Zudem sollten es Baumarten sein, die in Europa verfügbar sind. Vor allem aber wollen wir im Arboretum eine möglichst große Vielfalt abbilden, denn die braucht es für eine erfolgreiche klimagünstige Begrünung. Setzt man, beispielsweise bei der Stadtbegrünung, auf einige wenige Baumarten, ist die Gefahr groß, dass über kurz oder lang Schaderreger auftauchen und sich mit hoher Geschwindigkeit verbreiten, weil sie überall ideale Bedingungen vorfinden. Das ist dann katastrophal. Diversität erhöht immens die Chancen, dass die Begrünung Bestand hat.

Welche Baumarten sind am besten für's Klima?

Das kann man nicht kategorisch sagen. Je dichter das Laub eines Baumes, desto mehr Wasser lagert er ein und desto mehr verdunstet er auch. Da es im Innenstadtbereich aber oft nicht genug Wasser gibt, sind wir dort vor allem auf Baumarten angewiesen, die wenig Wasser benötigen, um gesund zu überleben.

Warum wurde dieser Standort gewählt?

Diese Fläche bietet ausreichend Platz - und den brauchen wir, denn wir hoffen natürlich, dass die Bäume groß wachsen und auch in 200 Jahren noch stehen werden. Darüber hinaus können wir das Arboretum durch diese Platzierung ideal in die Lehre einbinden, denn es stellt eine Verbindung her zwischen dem Oberdieckgarten oben am Weihenstephaner Berg und dem Sichtungsgarten im unteren Teil des Campus - ein grünes Band zwischen den Gärten.

Was wünschen Sie sich für das Arboretum?

Für mich ist jeder Baum eine Investition in die Zukunft: Ich hoffe, dass wir mit dem Arboretum etwas schaffen, das weit über unsere Zeit hinaus bestehen bleiben und wertvoll sein wird. Mein Wunsch ist, dass noch viele Generationen von Studierenden ihr Wissen in diesem "Hörsaal im Freien" erweitern werden und Spaziergängerinnen und Spaziergänger auch in 300 Jahren noch im Arboretum lustwandeln können.

Was bedeuten Bäume für Sie persönlich?

Ein Baum ist für mich etwas Wunderschönes, er verbindet Erde und Himmel und ist Spiegel der Jahreszeiten. Wir Menschen sind ja nicht ein Produkt der Industrialisierung, sondern ursprünglich in grünen Umgebungen aufgewachsen, deshalb haben wir eine emotionale Verbindung zu Bäumen. Alte, ehrwürdige Bäume haben eine besondere Ausstrahlung, nicht zufällig war ja beispielsweise früher der Ortsmittelpunkt meist ein Baum. Heute betrachten wir Bäume stark rational - wie wir das ja auch teilweise im Arboretum tun, Stichwort Verdunstungsleistung und Wasserspeicherung - aber wir sollten nie vergessen, dass jeder Baum etwas ganz Besonderes ist.

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