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Wer als Erste:r in der eigenen Familie studiert, beschreitet neue Wege. Es braucht Mut und Eigeninitiative und manche Fragen tauchen auf, die bisher noch niemand in der eigenen Familie beantworten musste: Soll ich wirklich studieren? Werde ich das Studium schaffen und wie geht es danach weiter? Wird das Geld reichen? Und wer kann meine erste Hausarbeit Korrektur lesen?
Der Bildungsweg ist in Deutschland immer noch eng mit dem Elternhaus verknüpft: Haben die eigenen Eltern studiert, ist die Wahrscheinlichkeit dreimal so hoch, selbst auch ein Studium zu beginnen. Woran liegt es, dass sich Arbeiterkinder häufig gegen ein Studium entscheiden? Vor welchen Herausforderungen und Hürden stehen sie? Und was kann sowohl jede:r Einzelne als auch eine ganze Hochschule tun, damit Studierende der ersten Generation ihre Potenziale voll entfalten können?
Die gemeinnützige Organisation ArbeiterKind.de ermutigt Schüler:innen aus Familien ohne Hochschulerfahrung, als Erste in ihrer Familie zu studieren. Bundesweit engagieren sich mehrere tausend Ehrenamtliche in über 80 lokalen Gruppen, um Schüler:innen über die Möglichkeit eines Studiums zu informieren und sie auf ihrem Weg vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss und Berufseinstieg zu unterstützen.
Jaana Espenlaub ist selbst die Erste, die in ihrer Familie studiert hat. Sie ist evangelische Theologin und Germanistin und arbeitet seit 2017 hauptamtlich für ArbeiterKind.de.