• Datum:  22. – 24.07.2026
  • Uhrzeit:  09:00 bis 17:00 Uhr
  • Ort: Campus Triesdorf
  • Sprache:  Deutsch

AK Organisatorische Netzwerkforschung & DGNet Methodenschule 2026

Veranstaltungsort
Campus Triesdorf
Art
Vortrag,  Workshop

Wir laden Sie ganz herzlich zu zwei Veranstaltungen der Deutschen Gesellschaft für Netzwerkforschung (DGNet) ein.

Auftaktveranstaltung:
Arbeitskreis Organisatorische Netzwerkforschung am 22. Juli 2026 (vormittags)

  • Der Arbeitskreis dient als Plattform für die Präsentation und Diskussion aktueller Arbeiten aus der Netzwerkforschung und bietet Raum für Austausch zu methodischen, theoretischen und ethischen Fragestellungen. In diesem Jahr steht insbesondere das Thema „Netzwerke und Organisationen der Nachhaltigkeit“ im Fokus. Die Teilnahme am Arbeitskreis ist kostenfrei und stellt eine sehr gute Gelegenheit dar, Einblicke in aktuelle Forschungsdiskussionen zu erhalten. 
  • Gerne sind Sie eingeladen ihre eigenen Arbeiten oder angehenden Projekte (ca. 15 Minuten) vorzustellen. Der Arbeitskreis Organisatoirsche Netzwerkforschung ist bewusst niederschwellig und soll insbesondere Doktorandinnen und Doktoranden, sowie Studierenden die Gelegenheit geben ihre Arbeiten vorzustellen.

Hauptveranstaltung:
DGNet Methodenschule 2026 von 22. Juli 2026 bis 24. Juli 2026

  • Sie richtet sich ausdrücklich auch an fortgeschrittene Studierende und den wissenschaftlichen Nachwuchs und bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich intensiv mit zentralen Konzepten und Methoden der Netzwerkforschung auseinanderzusetzen. 
  • Das Programm umfasst sowohl qualitative als auch quantitative sowie computergestützte Ansätze, darunter auch Data-Science-Methoden und die Arbeit mit Software wie R und dem Discourse Network Analyzer. Die Methodenschule ist damit eine ausgezeichnete Gelegenheit, neue Methoden zu erlernen und das eigene methodische Profil gezielt zu erweitern.

Beide Veranstaltungen sind durch eine gemeinsame Keynote von Prof. Dr. Johannes Glückler (LMU München) verbunden und können unabhängig voneinander besucht werden.

Die Teilnahme an der Methodenschule kostet üblicherweise 250 Euro. Für Sie als Mitglieder der HSWT besteht in diesem Jahr jedoch die Möglichkeit, kostenfrei teilzunehmen, was eine attraktive Lerngelegenheit darstellt. 

Um Anmeldung bis 02.07.2026 (über den Anmeldelink oder direkt an robert.panitz@hswt.de) mit folgenden Angaben wird gebeten:

  • Bei Vortragsangeboten zum AK Organisatorische Netzwerkforschung bitten wir Sie um ein kurzes Abstract von 200 Wörtern. 
  • Wenn Sie an der Methodenschule teilnehmen möchten, geben Sie bitte an, ob Sie den Methodentrack Q: Qualitative Netzwerkanalyse oder den Track R: Quantitative Analyse & Netzwerkdaten besuchen möchten:

     

KursMethodentrack Q: Qualitative Netzwerkanalyse
Q-1Best Practices-Workshop: Wie beginne ich mit der Datenerhebung? Wie gehe ich mit den ersten Hürden um? Wie verorte ich meine Datenbasis netzwerktheoretisch? Welche Analysen und Visualisierungen machen im Hinblick auf welche Fragestellung Sinn? – Getreu dem Motto, dass aus der Praxis die besten Lösungsvorschläge erwachsen, werden wir in diesem Modul Praxisbeispiel aus aktueller Forschung von der historischen Quellen über den Zeitungstexte bis hin zu fragebogengestützten Interviews und Social Media kennenlernen und deren detaillierte Erhebung, qualitative Analyse und finale Visualisierung diskutieren (Prof. Dr. Melanie Nagel, Uni Heidelberg/Uni Tübingen; Dr. Maria Rammelmeier, HSWT; Universitätsarchivar Daniel Reupke, Uni Bayreuth; NN).
Q-2Hands-on-Workshop: Gemeinsam mit Melanie Nagel wird die Datenerhebung aus Texten, deren Analyse mit dem Discourse Network Analyzer (DNA) und ihre Visualisierung mit Visone erlernt. Danach bauen wir mit Daniel Reupke niedrigschwellig eine Datenbasis aus historischen Quellen, analysieren und visualisieren diese mit Online-Applikationen.
KursMethodentrack R: Quantitative Analyse & Netzwerkdaten
R-1Datenerhebung von egozentrischen und soziometrischen Netzwerkdaten: Dieses Modul vermittelt zentrale methodische Prinzipien und praktische Strategien der Datenerhebung in der empirischen Netzwerkforschung. Im Mittelpunkt stehen Feldforschungspraktiken zur Erhebung egozentrischer und soziometrischer Netzwerkdaten in unterschiedlichen sozialen Kontexten, etwa in Schulklassen, Organisationen oder lokalen Gemeinschaften. Behandelt werden unter anderem Fragen der Netzwerkspezifikation (boundary specification), die Formulierung von Namensgeneratoren und Namensinterpretatoren, Strategien zur Erhöhung von Teilnahmequoten in vollständigen Netzwerkerhebungen sowie typische Herausforderungen bei der Erhebung relationaler Daten. Ziel des Moduls ist es, Teilnehmenden eine fundierte Grundlage für die Planung und Durchführung eigener Netzwerkerhebungen zu vermitteln (Dr. Heike Krüger, RWTH Aachen & Universität zu Köln/Dr. Lydia Repke, GESIS – Leibniz Institute for the Social Sciences).
R-2Exponential Random Graph Models (ERGMs): Ziel dieses Moduls ist es, eine praxisorientierte Einführung in Exponential Random Graph Models (ERGMs) zu bieten. In der ersten Sitzung des Moduls werden die Teilnehmer in die formale Notation vollständiger Netzwerke, die Berechnung grundlegender Netzwerkmetriken für Konzepte wie Zentralität und Segregation sowie die Erstellung und Speicherung von Netzwerkobjekten in statistischer Software eingeführt. Anschließend lernen die Teilnehmer die Modellarchitektur von ERGMs kennen (Sitzung 2) und sehen Anwendungsbeispiele für ERGMs in R für wissenschaftliche Kooperationsnetzwerke und Freundschaftsnetzwerke unter Jugendlichen (Sitzungen 3 & 4). (Prof. Dr. Mark Wittek, Central European University)

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