Zwischen Hörsaal und Hütte: Almexkursion 2026
HSWT-Studierende erkunden Landwirtschaft, Alpenraum und nachhaltige Praxis zwischen Boarhof, Rotwand und Großtiefentalalm.
Aufbrechen, ankommen, weitergehen: Zwei Tage lang erlebten Studierende des Studiengangs Landwirtschaft Weihenstephan, mit Gründlandexpertin Prof. Dr. Martina Hofmann und Professorin für Tierproduktionssysteme in der ökologischen Landwirtschaft, Dr. Dr. Eva Zeiler, die alpine Lernlandschaft rund um Spitzingsee und Rotwand. Früh am Morgen startete die Gruppe am Campus und erreichte den Boarhof noch vor der großen Hitze. Dort wurde Landwirtschaft nicht nur erklärt, sondern mit Einblicken in Betriebsabläufe und Direktvermarktung erlebbar gemacht. Und die Brotzeit? Keine Nebensache, sondern ein kulinarisches Argument und ein stiller Hinweis darauf, dass Theorie manchmal am besten schmeckt, wenn sie gut belegt ist.
Wo die Theorie Beine bekommt und der Atem kürzer wird
Nach der Stärkung ging es Richtung Taubensteinbahn weiter, der Wechsel vom Hof in die Bergwelt verlief dabei fast nahtlos. Ob sportlich zu Fuß oder entspannt per Gondel und über einen Höhenweg, beide Wege hatten ihren Reiz und boten erste beeindruckende Ausblicke auf die umliegende Alpenlandschaft. Spätestens beim gemeinsamen Aufstieg zum Rotwandhaus zeigte sich: Wer Wissenschaft ernst nimmt, darf auch mal außer Atem kommen. Es gab Wissenswertes zur Beurteilung von Weidetieren und Weidesystemen, spannende Gespräche wurden fortgesetzt und Perspektiven gewechselt Am Ziel warteten schließlich ein wohlverdientes frühes Abendessen und die besondere Ruhe der Berge, die den Tag stimmungsvoll ausklingen ließ.
Erleuchtung gibt es nicht nur im Hörsaal, sondern auch am Gipfel
Der nächste Morgen begann ungewohnt früh, mit spektakulärem Sonnenaufgang auf der Rotwand. Zwischen goldenem Licht und frischer Bergluft wurde jede Müdigkeit zum Randphänomen. Danach führte die Route zur Großtiefentalalm, wo es erneut Einblicke in die alpine Bewirtschaftung, die Almpflanzen und nachhaltige Nutzung gab. Der Abstieg über den Soinsee nach Geitau wurde zum ruhigen Ausklang und die Almexkursion 2026 endete damit fast beiläufig, hinterließ jedoch bleibenden Eindruck und eine wichtige Einsicht: Gutes Lernen braucht nicht immer ein Dach über dem Kopf, manchmal reicht festes Schuhwerk, ein bisschen Neugier und die Bereitschaft, bergauf zu denken.