Windenergie 2050: Rohstoffe vorhanden, Lieferketten entscheidend
Christina Möll, Studiengang Management erneuerbarer Energien, zeigt in ihrer Bachelorarbeit, interessante Aspekte für den Windenergieausbau bis 2050.
Vor dem Hintergrund der globalen Klimaziele analysierte Christina Möll in ihrer Bachelorarbeit bei Prof. Dr. Martina Otten, die Rohstoffverfügbarkeit für den Windenergieausbau bis 2050 gemäß dem „Net Zero Emissions by 2050“-Szenario der Internationalen Energieagentur. Untersucht wurden die prognostizierten Ausbaupfade auf globaler, europäischer und nationaler Ebene und in konkrete Zubauraten sowie Anlagentypen überführt. Auf Basis typischer Komponenten moderner Windenergieanlagen schätzte Möll die Bedarfe an Rohstoffen wie Stahl, Kupfer, Beton, Aluminium und Seltenen Erden ab. Die Ergebnisse belegen, dass weltweit ausreichende geologische Reserven vorhanden sind.
Versorgungssicherheit als zentrale Herausforderung
Entscheidend sind allerdings weniger die verfügbaren Rohstoffmengen als vielmehr die Stabilität der Wertschöpfungsketten. Die Ausarbeitung der Absolventin zeigt die Analysekompetenz im Studiengang Management erneuerbarer Energien deutlich und dass Importabhängigkeiten, Marktkonzentrationen in Verarbeitung und Raffination sowie geopolitische Risiken die Versorgungssicherheit beeinträchtigen. Besonders betroffen sind Kupfer, Nickel, Mangan, Bor und Seltene Erden. Recycling und Repowering können langfristig zur Entlastung beitragen, ersetzen kurzfristig jedoch keine resilienten globalen Lieferketten.