Wie unsere Ernährung das Klima prägt

© Johanna Treitinger  

Ernährung beeinflusst CO₂‑Ausstoß und Wasserverbrauch stärker, als uns oft bewusst ist. Die Bachelorarbeit von Johanna Treitinger zeigt, welche Ernährungsweisen besonders klimawirksam sind.

Klimakatastrophen treffen weltweit immer mehr Regionen und zeigen, wie stark wir die planetaren Grenzen belasten. Rund ein Drittel der globalen Emissionen entstehen durch die Lebensmittelproduktion. Die Bachelorarbeit von Johanna Treitinger des heutigen Studiengangs Agribusiness bei Prof. Dr. Martina Otten untersuchte, wie sich vegane, vegetarische, flexitarische und omnivore Ernährung in CO₂‑Ausstoß und Wasserverbrauch unterscheiden. Auch der Vergleich von Milchprodukten und pflanzlichen Alternativen macht sichtbar, welches Einsparpotenzial Konsumierende nutzen können.

Ernährungsstile im Spannungsfeld der Empfehlungen

Der persönliche Ernährungsstil wird zunehmend zu einem zentralen Hebel für die Erreichung der Klimaziele. Jede alltägliche Entscheidung auf dem Teller beeinflusst sowohl Treibhausgase als auch den weltweiten Wasserbedarf. Während Verbände und Forschung kontrovers diskutieren, welche Ernährung besonders klimafreundlich ist, unterscheiden sich nationale Empfehlungen deutlich. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) setzt weiter auf tägliche Milchprodukte, während Kanada stärker auf pflanzliche Ernährung fokussiert. Die Vielfalt der Positionen zeigt, wie dringend eine umfassende Ernährungswende nötig ist.

Was der Vergleich zeigt und was sich daraus ableiten lässt

Die Auswertung der Ernährungsformen in der Abschlussarbeit von Johanna Treitinger verdeutlicht, wie stark sich Umweltwirkungen unterscheiden. Eine vegane Ernährung erzielt zwar die größten Einsparungen bei Treibhausgasen, benötigt jedoch teilweise mehr Wasser als vegetarische oder flexitarische Varianten. Besonders sinnvoll erscheint daher eine stärker regionale, saisonale und pflanzenbetonte Lebensmittelauswahl. Gleichzeitig braucht es immer wieder öffentlichen Diskurs, wissenschaftliche Orientierung und gemeinsames Handeln, um Ernährungssysteme zu transformieren und weiterhin die Klimaziele zu erreichen.

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