Welttag der Feuchtgebiete & PSC auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin

Frau im mittleren Alter mit langen blonden gewellten Haaren in der Mitte des Bildes blickt auf jüngeren Mann mit Bart (Profilansicht) am rechten Bildrand, am linken Bildrand übergroß wirkendes transparentes Zylindergefäß mit Messeinrichtungen und Schilfgras im Inneren. Dahinter typische Ansicht eines Messestandes mit Poster einer Moorlandschaft mit Birken
© Pia Röder / HSWT

Das Peatland Science Centre (PSC) der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) bietet kontinuierlich wissenschaftlich fundierte Informationen und Erkenntnisse nicht nur an diesem Gedenktag.

Der Welttag der Feuchtgebiete wird seit 1997 jährlich am 2. Februar als Gedenktag an die Ramsar-Konvention von 1971 begangen (Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel). Dieser Gedenktag soll die öffentliche Wahrnehmung des Wertes von Feuchtgebieten (Moore, Seen, Mangroven und Marschen) verbessern. Das Peatland Science Centre (PSC) der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) bietet durch seinen intensiven Wissenstransfer über diesen Gedenktag hinaus kontinuierlich wissenschaftlich fundierte Informationen und Erkenntnisse zu Mooren.

So demonstrierte das PSC-Team zum Beispiel auf der jüngst beendeten diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin die vom PSC entwickelten Moor-Säulen. Diese machen die klimarelevanten Prozesse hinter der Entwässerung und Wiedervernässung von Moorböden sichtbar. Der zugrundeliegende Forschungsversuch zeigt eine CO2-Messung in kleinem Maßstab. Die drei Säulen sind echte Bodenprofile, die unterschiedlichen Wasserständen ausgesetzt wurden, wie es bei einer Entwässerung bzw. Wiedervernässung passieren würde. Die unterschiedlichen Lichtverhältnisse und Wasserstände verursachen Unterschiede in den CO2-Flüssen, die am Stand des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) live auf einem Bildschirm verfolgt werden konnten. Auch Bundesumweltministerin Lemke zeigte sich bei einem Besuch am Messestand beeindruckt von dieser eindrucksvollen Demonstration.

Hintergrund zur Ramsar-Konvention

Am 2. Februar 1971 wurde in der iranischen Stadt Ramsar das "Übereinkommen über den Schutz von Feuchtgebieten, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung" (Ramsar-Konvention) geschlossen. Der Schwerpunkt der Konvention hat sich in den letzten Jahrzehnten vom überwiegenden Schutz von Wasser- und Watvögeln zum ganzheitlichen Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Lebensräume und ihrer Arten weiterentwickelt. Deutschland trat der Ramsar-Konvention 1976 bei. Aktuell gehören der Konvention weltweit 172 Vertragsstaaten an, die insgesamt 2503 Feuchtgebiete internationaler Bedeutung mit einer Gesamtfläche von mehr als 2,6 Millionen Quadratkilometer gemeldet haben. (Quelle: BMUV, abgerufen am 01.02.2024)

  • Drei transparente zylindrische Gefäße mit echtem Moor im Inneren und beim linken und mittleren Gefäß mit herausragendem Schilfbewuchs. Messvorrichtungen sind an den Zylindern befestigt, die Zylinder werden von verschiedenfarbigem Licht angestrahlt. Im Hintergrund verschwommene Bilder einer Moorlandschaft mit Birken auf einem Riesenposter
    Moorsäulen mit echten Bodenprofilen © Espen Eichhöfer / BMUV
  • Übersichtsaufnahme eines Messestandes, vorne die drei zylindirschen Gefäße mit den Moor-Bodenprofilen und dem Schilfbewuchs, Buchstaben Paludi Lab in großen Lettern über dem Stand, einige vorbeilaufende Menschen im Hintergrund
    Messestand des PSC (Paludi Lab) auf der Internationalen Grünen Woche 2024 in Berlin © Ella Papp / HSWT