Torfminderung im Gartenbau: Fortschritte und Herausforderungen
Forschende der HSWT präsentierten mehrere Projekte auf der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ausgerichteten Statustagung zur Torfminderung im Gartenbau.
Bei der zweitägigen Veranstaltung Ende März diskutierten in Berlin etwa 120 Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik, Naturschutz, Interessensverbänden sowie Industrie- und Handelsunternehmen die Fortschritte und zukünftigen Herausforderungen der Torfreduktion im Gartenbau. Der im Vorfeld der Tagung veröffentlichte Statusbericht „Torfminderung im Gartenbau“ informiert über aktuelle Entwicklungen und vergleicht den Status Quo mit der vor vier Jahren beschlossenen Torfminderungsstrategie des BMEL. Beim „Markt der Möglichkeiten“ war die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) unter den fünf zur Auswahl stehenden Projekten zum Thema Torfminderung mit den Forschungsvorhaben HOT und FiniTo vertreten.
Beim Science-Poster-Slam präsentierte Lukas Czech (HSWT) den von ihm im Rahmen des Projektes ToGeP entwickelten N-Schnelltest für Erdpresstöpfe und Elena Beuth (HSWT) stellte gemeinsam mit Alisa Kehr (TH Rosenheim) den Einfluss der Auffaserungstechnologie auf die Qualität von Holzfasern vor.
Nach einer politischen Einordnung der Torfminderungsstrategie seitens des geschäftsführenden Bundeslandwirtschaftsministers Cem Özdemir folgten fünf Breakout-Sessions in den Bereichen Zierpflanzen, Friedhofsgartenbau, Baumschule & Stauden, Gemüsejungpflanzen & Kulturpilze sowie Blumenerden, Hobbygartenbau und Handel. Dort wurden die wichtigsten Herausforderungen der einzelnen Bereiche herausgearbeitet, Lösungen formuliert und an verschiedene Akteure des gartenbaulichen Sektors addressiert. Als größte Herausforderung wurde übereinstimmend über alle Sessions hinweg die ausreichende Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Substratausgangsstoffe benannt.
Eine Podiumsdiskussion über die zukünftigen Herausforderungen der Torfminderung beschloss die Veranstaltung. Vertreten waren neben der Gartenbaubranche Akteure aus Politik, Verbänden, Industrie und Wissenschaft.