Erfolgreicher Abschluss des 6. Tandemprojekts Biodiversitätsberatung

  • Datum: 01.07.2024
© H. Böll

Triesdorf, 17. Juni 2024 – An diesem Tag wurden die Ergebnisse des diesjährigen Tandemprojekts zur Biodiversitätsberatung präsentiert.

Insgesamt nahmen 16 landwirtschaftliche Betriebe teil, die von reinen Ackerbaubetrieben über Milchvieh- bis zur Schweinehaltung reichen - sowohl ökologisch als auch konventionell - und die zwischen Allgäu und Oberfranken liegen.

Das Tandemprojekt, das nun bereits im sechsten Jahr durchgeführt wird, bietet eine individuelle Beratung zur Förderung der Biodiversität auf landwirtschaftlich und teilweise auch forstwirtschaftlich genutzten Flächen. Studierende des Bachelorstudiengangs Umweltsicherung aus den Semestern 6 und 8 arbeiteten dabei auf den Höfen der Studierenden der Technikerschule / Höheren Landbauschule Triesdorf. Die Betreuung erfolgte durch die Ökologieprofessoren M. Döring und M. Rudner sowie den Schulleiter der TS/HLS, F. Gronauer-Weddige.

Ziel des Projekts ist es, die wildlebenden Arten zu fördern, die eine Vielzahl von Ökosystemleistungen repräsentieren. Durch das Tandemprojekt wird das Verständnis und die Kooperationsfähigkeit zwischen Landwirtinnen und Landwirten sowie Ökologinnen und Ökologen gestärkt. O-Ton Technikerschüler: „Es tut auch mal gut, den eigenen Betrieb ohne die rein ökonomischen Zwänge zu betrachten. Ich erkenne jetzt, wie schön es bei mir eigentlich ist und dass es mir Freude bereitet, auch mal innezuhalten und den Vögeln zu lauschen.“

An der Präsentation nahmen auch Vertreterinnen des Landschaftspflegeverbands, des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden-Württemberg Aulendorf (Projekt „Artenreiche Anbausysteme“) sowie des Kuratoriums Bayerischer Maschinen- und Betriebshilfsring (KBM) teil; Frau Beckler (KBM): „Über die Biodiversitätsberatung bekommen landwirtschaftliche Betriebsleiterinnen und -leiter den Zugang zur Förderkulisse hinter den Ökosystemleistungen. Das ist ein wichtiger Baustein, um große und kleine Maßnahmen umsetzen zu können und kann durchaus zum Betriebseinkommen beitragen. Gleichzeitig erleben die Landwirtinnen und Landwirte, wie wertvoll die fachliche und betriebsorientiert die Beratung von Seiten der Umwelt sein kann. Die Blickwinkel werden erweitert und öffnen den Horizont. Landwirtschaft und Naturschutz gehen bei dem Projekt Hand in Hand, das habe ich besonders in der Kommunikation erlebt. Wo hört man schon einen Landwirt von ‘Meinem Umsi‘ sprechen oder einen Studenten für Umweltsicherung von ‚Meinem Landwirt‘ erzählen?“

Zeitgleich zur Präsentation fand in Ansbach die ANL-Veranstaltung „Naturschutz als Betriebskonzept“ statt. Auch dort wurde die Bedeutung der Kooperation und Kommunikationsfähigkeit, wie sie im Tandemprojekt gefördert wird, hervorgehoben.

 

 

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