Studierende bauen ein Grünes Klassenzimmer auf dem eigenen Campus
Landschaftsbau und –Management Studierende gestalteten und bauten ein „Grünes Klassenzimmer“ für den „Streuobst-Lehr- und Erlebnispfad“ des Instituts für Gartenbau.
Wie die erfolgreiche Umsetzung eines Projekts aus studentischen Händen aussieht, kann man seit diesem Winter am Gebäude A10 sehen.
Mit Hilfe von vielen regionalen Firmen, die Material, Geräte und Software zur Verfügung stellten, konnten die Studierenden in ihren letzten beiden Semestern, die in der Theorie vermittelten Kenntnisse in der Praxis testen, vertiefen und den digitalen Bauprozess intensiv kennen lernen. Entstanden ist ein „grünes Klassenzimmer“, das den Vorstellungen des Auftraggebers (Institut für Gartenbau) entspricht, den Nachhaltigkeitsgrundsätzen der HSWT Rechnung trägt und hoffentlich von vielen Besuchenden des Lehrpfades als Gemeinschafts- und Lehrbereich genutzt wird. Gemeinsam trafen sich die Studierenden am 03.12.24 mit den Sponsor:innen und betreuenden Dozierenden zum Abschluss des gelungenen Projekts.
Einbindung im Studium
Im Rahmen der Studienmodule „Landschaftsbau 3“ im 6. Semester und „Landschaftsbau 4“ im 7. Semester des Studiengangs Landschaftsbau & -Management, wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, anhand eines realen Projektes ihre erlernten Fähigkeiten im Bereich Ausführungsplanung, Kalkulation und Baubetrieb anzuwenden und auf die Praxis zu übertragen. Der neuberufene Prof. Dr. Thomas Zumbrunnen stand den Studierenden in diesem Wintersemester direkt mit voller Kraft zur Seite.
Vom Entwurf zur Umsetzung
Der Studiengang mit seinen 40 Studierenden teilte sich in 11 Gruppen auf. Jede dieser Gruppen fertigte ein Konzept, einen Entwurf und ein 3-D Modell für ein grünes Klassenzimmer an. Nach der Erstellung einer Leistungsbeschreibung und einer Kostenkalkulation wählten die Mitglieder des Instituts für Gartenbau den Entwurf der Gruppe um Philipp Hauck, Ferdinand Krauß und Mick Wagner aus.
In diesem baupraktischen Teil standen die Baudurchführung, die eigenständige Baustellenorganisation der Studierenden, das Arbeiten mit den neuen digitalen Hilfsmitteln (z.B. GNSS / GPS Roverstab), die Automatisierung der Baugeräte mit Hilfe des 3D-BIM Modells und die Umsetzung von nachhaltigen Bauweisen (z.B. der Holzkrainerwand) im Mittelpunkt.
Neben der Geschäfts- und Baustellenkommunikation (Beauftragungen, Baustellenschriftverkehr, etc.) spielten auch die Materialbeschaffung, die Baustellendisposition und die digitale Aufmaßerstellung (inkl. eines 3D As-built Modells) eine wichtige Rolle. Hinzu kam die Herausforderung, Daten die über die neuen automatisierten Baugeräte ermittelt werden, in die Qalitätssicherung mit einbinden zu können (z.B. Verdichtungskontrolle über den Anbauverdichter i.V. m. Baggersteuerung).