Streuobst Lehr- und Erlebnispfad bietet erlebbaren Wissenstransfer

Auf einer Wiese stehen mehrere Personen zwischen Äpfelbäumen.
© Franziska Kohlrausch

Am 10. Oktober wurde der Streuobst Lehr- und Erlebnispfad der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Vertreter:innen aus Stadt und Bildungswesen vorgestellt.

Prof. Dr. Dominikus Gregor Kittemann, Projektleitung, und Felix Matulla, Projektbearbeitung, begrüßten am Weihenstephaner Nordhang die Gäste. Neben Cordula John vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) waren auch Vertreter:innen aus verschiedenen Institutionen anwesend – darunter das Tourismusreferat des Landratsamts Freising, die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) oder der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.

Vielfalt der Streuobstwiese

Ziel der Präsentation war es, die Vielfältigkeit des Spektrums der Wissensvermittlung der Streuobstwiese zu zeigen. Neben dem Themengebiet der Pomologie vereint die Streuobstwiese zum Beispiel auch Biodiversität, Baumformen oder Ökosystemleistungen, auf die je nach Zielgruppe der Fokus gelegt werden kann. Ein Übersichtsplan am Beginn des Lehr- und Erlebnispfads zeigt die unterschiedlichen Haupt- und Nebenstationen sowie die auf dem Pfad verteilten Spiele und Hangsofas. An den verschiedenen Stationen informieren Tafeln über die entsprechenden Themen. Zusätzlich geben Schilder an den einzelnen Bäumen Auskunft über Herkunft und Unterlage des Baumes sowie Erntereife, Lagerung und Verwendung der Frucht selbst.

Ein Apfelsorten-Memo, ein Lebensraum-Schiebespiel und weitere detailreich gefertigte Spielstationen erleichtern den Wissenstransfer für jüngere Interessierte. Hier werden auf spielerische Weise verschiedene Schwerpunktthemen der Streuobstwiese vermittelt. Das grüne Klassenzimmer neben dem Lehr- und Erlebnispfad lädt darüber hinaus zur kreativen Gestaltung von Lerneinheiten ein.

Apfel ist nicht gleich Apfel

Abgeschlossen wurde die Präsentation mit einer Apfelverkostung für die Teilnehmenden. Hierbei wurden alte Apfelsorten von der HSWT-Streuobstwiese mit internationalen Apfelsorten verglichen und auf die Verwendung der unterschiedlichen Sorten genauer eingegangen.

Der Streuobst Lehr- und Erlebnispfad ist ganzjährig frei zugänglich und kann von allen Interessierten, Familien und Schulklassen besucht werden. Während der Sommermonate sollten Besucher:innen Rücksicht auf die beweidenden Schafe nehmen.

 

  • Im Freien steht eine Person vor einer zwischen zwei Holzpfälen befestigten Informationstafel und gestikuliert mit der rechten Hand. Im Hintergrund ist ein abfallender Hang mit Bäumen zu erkennen.
    Zahlreiche Informationstafeln geben über verschiedenen Aspekten rund um das Thema Streuobstwiese Auskunft. © Franziska Kohlrausch
  • Drei Personen stehen auf Kiesboden und blicken in die gleiche Richtung. Hinter ihnen ist eine Steintreppe und -mauer zu erkennen sowie verschiedene Infotafeln und ein Tisch mit grüner Tischdecke, auf welchem Apfelkörbe stehen.
    Projektleiter Prof. Dr. Dominikus Gregor Kittemann (links) gemeinsam mit Felix Matulla, Projektbearbeitung, (rechts) und Cordula John (Mitte) vom vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF). © Franziska Kohlrausch
  • Auf einer Treppe aus Stein stehen acht Körbe mit verschiedenen Äpfeln.
    Bei der abschließenden Apfelverkostung wurden verschiedene Apfelsorten miteinander verglichen und die Verwendung der einzelnen Sorten genauer betrachtet. © Franziska Kohlrausch