Startup Talk Erneuerbare Energien in Weihenstephan
Am 20. Mai fand der zweite Startup Talk im Sommersemester 2026 zum Thema „Erneuerbare Energien“ am Campus in Weihenstephan statt.
Eingeladen hatte das SUN – Startup-, Unternehmertum- und Nachfolgezentrum der HSWT. Zwei Startups gaben spannende Einblicke in ihre Erfahrungen im nationalen und internationalen Markt für regenerative Energien: Josef Moosreiner, Co-Gründer der Moosreiner und Wick Engineering UG, die unter anderem KI-gestützte Analysen zur kommunalen Wärmeplanung anbietet, sowie Finn Bernhardt von der SINN Power GmbH, die innovative Photovoltaik-Lösungen entwickelt und umsetzt.
Josef Moosreiner stellte zunächst die Geschäftsfelder seines Startups vor und zeigte auf, welche Arbeits- und Zeitersparnis die entwickelte Lösung für Kommunen, Stadtwerke und Planungsbüros bei der Bestandsanalyse im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung bieten kann. Anhand einer Live-Demonstration des KI-gestützten GIS-Systems konnten sich die Besucher:innen direkt ein Bild davon machen, wie die Anwendung in der Praxis funktioniert und welchen Mehrwert sie für die Planung kommunaler Wärmestrategien leisten kann. Darüber hinaus berichtete Moosreiner offen von den Herausforderungen, die einem jungen Unternehmen in einem bereits etablierten Markt begegnen. Er betonte, wie wichtig es ist, technische Innovationen verständlich und praxisnah an die jeweiligen Zielgruppen zu vermitteln.
Im zweiten Teil des Talks präsentierte Finn Bernhardt aktuelle Projekte und Entwicklungen der SINN Power GmbH. Das Unternehmen arbeitet an innovativen Photovoltaik-Lösungen, unter anderem im Bereich schwimmender PV-Systeme und modularer Plattformtechnologien. Es kam deutlich zum Ausdruck, dass SINN Power trotz mehrjähriger Markterfahrung weiterhin stark von einem Startup-Mindset geprägt ist: Forschung, Entwicklung und die kontinuierliche Anpassung an neue technische, regulatorische und wirtschaftliche Anforderungen spielen im Unternehmen eine zentrale Rolle. Bernhardt machte deutlich, dass Innovationsarbeit nicht nur aus erfolgreichen Projekten besteht, sondern auch aus Lernprozessen. Projekte, die nicht wie geplant verlaufen oder nicht das gewünschte Ergebnis bringen, liefern dennoch wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung neuer Technologien und Geschäftsmodelle. Gerade im Bereich erneuerbarer Energien sei es entscheidend, offen für neue Ansätze zu bleiben und Forschungsergebnisse Schritt für Schritt in marktfähige Anwendungen zu überführen.
Im Anschluss an die Vorträge nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, bei Getränken und Fingerfood ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und sich mit den Referenten sowie untereinander auszutauschen.