„Starke Frauen. Starke Landwirtschaft.“ – Josef-Göppel-Fachforum 2026
Das Josef-Göppel-Fachforum mit dem Titel „Starke Frauen. Starke Landwirtschaft.“ stand im Zeichen des von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufenen „Internationalen Jahrs der Frauen in der Landwirtschaft“.
Die Veranstaltung im Rahmen des Johannitags 2026 befasste sich mit der Rolle von Frauen in der Landwirtschaft und machte deren Leistungen, Erfahrungen und Herausforderungen sichtbar. Das Grußwort hielt Sophia Göppel-Kraft, Tochter des Namensgebers Josef Göppel. In ihrem persönlichen Beitrag erinnerte sie an ihre Großmutter, die selbstbewusst als Bäuerin auf dem eigenen Hof tätig war und ihr als starke Frau in Erinnerung geblieben ist. Göppel-Kraft würdigte damit beispielhaft die oft im Hintergrund geleistete Arbeit von Frauen– damals wie heute.
Persönliche Werdegänge, Herausforderungen und Vorurteile
Im Mittelpunkt des Fachforums stand eine Gespächsrunde mit Natalie Pracht (Masterstudentin Angewandte Agrarwissenschaften, HSWT), Dr. Anne Schiborra (Leiterin der Tierhaltungsschule Triesdorf) und Viktoria Treffler (Absolventin des Studiengangs Landwirtschaft, HSWT). Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Franziska Wespel, Professorin für Pflanzenzüchtung an der HSWT. Die Teilnehmerinnen berichteten von ihren persönlichen Werdegängen, ihrer Forschung und den Herausforderungen und Vorurteilen, denen Frauen in der Landwirtschaft nach wie vor begegnen. Deutlich wurde dabei, wie wichtig es ist, Erfahrungen sichtbar zu machen, das Bewusstsein für die zentrale, oftmals unterschätzte Rolle von Frauen in der Branche zu stärken und sich in Netzwerken zusammenzuschließen.
Hochschule als inspirierender Freiraum
Hervorgehoben wurde die Bedeutung der Hochschule als Raum für Entwicklung und Entfaltung. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bildet seit 55 Jahren Fach- und Führungskräfte für Landwirtschaft und Ernährung aus und prägt damit maßgeblich die nächste Generation der Branche. Mit ihren forschenden Professorinnen und Dozentinnen bietet sie Frauen Vorbilder, eröffnet Freiräume, vermittelt Inspiration und unterstützt gezielt, den eigenen Weg zu gehen. Entscheidend sei dabei insbesondere die persönliche Ermutigung, den eigenen Interessen zu folgen und sich trotz bestehender Hürden durchzusetzen. Mit ihren Studienangeboten und einer steigenden Zahl von Studentinnen trägt die HSWT dazu bei, dass immer mehr Frauen verantwortungsvolle Rollen in der Landwirtschaft sowie der Agrar- und Ernährungswirtschaft übernehmen.
Organisiert wurde das Josef-Göppel-Fachforum von Tanja Strobel-Unbehaun, Leiterin Projekt Teilmarktanalysen (HSWT), sowie Julia Kamann, Referentin Chancengleichheit im Projekt act@hswt (HSWT). Mit der Veranstaltung setzten sie ein starkes Zeichen für mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Chancengleichheit von Frauen in Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft.