Stärkung des natürlichen Klimaschutzes im Natur-Infrastrukturgesetz
Der Wissenschaftliche Beirat für Natürlichen Klimaschutz (WBNK) begrüßt die Stärkung des natürlichen Klimaschutzes im geplanten Natur-Infrastrukturgesetz.
Der Beirat bewertet insbesondere positiv, dass die Wiedervernässung von Mooren künftig stärker berücksichtigt werden soll. Gleichzeitig weist der WBNK darauf hin, dass beim Moorschutz dringend Nachbesserungen erforderlich sind, damit die vorgesehenen Regelungen ihre klimapolitische Wirkung entfalten können. Dabei kommt der Wiedervernässung von Mooren eine zentrale Rolle für den Klimaschutz zu. Durch die Wiederherstellung naturnaher Wasserstände können erhebliche Treibhausgasemissionen vermieden werden. Der WBNK betont daher erneut, dass ohne die Wiedervernässung von Mooren die gesetzlichen Klimaschutzziele im LULUCF-Sektor bis 2045 nicht erreicht werden können. Darüber hinaus profitieren Biodiversität, Wasserhaushalt und langfristig auch die dauerhafte Bewirtschaftbarkeit sowie der Bodenwerterhalt von nassen Mooren.
Prof. Dr. Matthias Drösler, Co-Vorsitzender des WBNK, unterstützt diese Empfehlung nachdrücklich auch aus der Sicht des von ihm geleiteten Peatland Science Centre (PSC) an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT).
Die vollständige Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz ist auf der Website des WBNK verfügbar.