Siebte Klimakonferenz Weihenstephan zeigt aktuelle Herausforderungen

  • Datum: 16.07.2025
  • Autor: Franziska Reiner
  • Autor: Tim Kafka
  • Autor: Thomas Stadler
In einem Raum mit grünem Boden und grauer Decke sind Menschen in Sitzreihen von hinten zu sehen, die nach vorne blicken. Im hinteren Teil des Raumes sind Tische, vor denen verschiedene Flaggen befestigt sind, in eine U-Form gestellt, dahinter sitzen verschiedene Personen. In der Mitte ist ein Redepult zu sehen, hinter dem eine Frau im Blazer steht und mit der rechten Hand gestikuliert.
© Tim Kafka

Am 18. Juni 2025 fand in Freising die siebte Klimakonferenz Weihenstephan (CCW7) im Rahmen des Moduls „International Climate & Energy Policy (ICEP)“ an der HSWT statt.

Die Veranstaltung unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Barton und mit Unterstützung von Prof. Dr. Cristina Lenz orientiert sich am Vorbild der UN-Klimakonferenzen. Studierende der Masterstudiengänge Business Management & Entrepreneurship Renewable Energies und Climate Change Management vertraten die klimapolitischen Interessen von 13 Ländern und Organisationen, darunter China, Brasilien, Bangladesch, Afrika, die USA, Island, Indien, Nepal, die EU sowie Greenpeace, die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die Allianz der kleinen Inselstaaten (AOSIS) und der Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC), der die Konferenz mit einem wissenschaftlichen Impulsvortrag eröffnete.

Internationale Klimapolitik erlebbar machen

Nach der Begrüßung durch HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet, der die große Bedeutung der internationalen Klimadebatte betonte, folgte die Einführung durch Prof. Dr. Tanja Barton und die Vorstellung der Länderdelegationen durch im Vorfeld produzierte Videos, die von den Studierenden in Zusammenarbeit mit der HSWT-Videowerkstatt und Regisseurin Karin Casaretto erstellt wurden und den Bezug des jeweiligen Landes zum Klimaschutz darstellten.

Im Zentrum der Konferenz standen zwei intensive Diskussionsrunden, in denen die Delegationen ihre nationalen Ziele zum Kohleausstieg sowie zu den Emissionsreduktionszielen für 2030, 2040 und 2050 vorstellten und miteinander verhandelten. Die Studierenden schlüpften dabei in die Rollen echter Verhandelnder und erlebten, wie komplex und kontrovers internationale Klimapolitik sein kann.

Zielorientierte Ergebnisse der herausfordernden Verhandlungen

Die Teilnehmenden einigten sich auf eine verstärkte internationale Zusammenarbeit beim Ausbau erneuerbarer Energien und beim Technologietransfer. Besonders im Fokus standen Partnerschaften zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Implementierung von Technologien zur Abscheidung und Speicherung von CO₂ (Carbon Capture & Storage, CCS). Darüber hinaus wurden Energie-, Investitions- und Technologieabkommen beschlossen. Auch die Nutzung von Geothermie soll durch gemeinsame Arbeitsgruppen weiter vorangetrieben werden.

Ein besonderes Zeichen setzte das Team der AOSIS, das die Konferenz mit Schildern wie „Your Coal, our Crisis“ verließ, um auf die aus ihrer Sicht mangelnde Ernsthaftigkeit vieler Staaten im Umgang mit den existenziellen Bedrohungen des Klimawandels aufmerksam zu machen.

Reale Rahmenbedingungen bei Klimakonferenz

Die Konferenz verdeutlicht eindrucksvoll, wie internationale Klimapolitik in der Praxis funktioniert: mit engagierten Diskussionen, schwierigen Kompromissen und dem gemeinsamen Ziel, wirkungsvolle Maßnahmen für den Klimaschutz zu verhandeln.

  • In einem Raum mit grünem Boden und grauen Wänden stehen verschiede Personen vor einer Wand mit Tafel. Die Personen sind festlich gekleidet und halten kleine Fahnen verschiedener Länder und Organisationen in den Händen.
    Die Studierenden der Masterstudiengänge Business Management & Entrepreneurship Renewable Energies und Climate Change Management vertraten die klimapolitischen Interessen von 13 Ländern und Organisationen. Geleitet wurde die CCW7 durch Prof. Dr. Tanja Barton (Mitte, links) mit Unterstützung durch Prof. Dr. Cristina Lenz (Mitte, rechts). © Tim Kafka
  • In einem Raum mit grünem Boden und grauer Decke sitzen Menschen an Tischen, vor denen verschiedene Flaggen befestigt sind. Zwischen den Tischen steht ein Redepult, hinter dem ein Mann mit Sakko steht. Im Hintergrund sind zwei Leinwände zu sehen, auf denen "CCW7 Conference" steht.
    In seiner Begrüßungsrede betonte HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet die große Bedeutung der internationalen Klimadebatte. © Tim Kafka
  • In einem Raum mit grünem Boden und grauen Wänden sind Menschen in Sitzreihen von hinten zu sehen, die an das Ende des Raumes blicken. Dort sitzen den Zuschauenden gegenüber verschiedene Personen an Tischen. In der Mitte steht ein Redepult, an dem zwei Personen stehen. Im Hintergrund sind zwei Leinwände zu sehen, auf denen verschiedene bunte Diagramme zu sehen sind, darüber steht: "IPCC Intergovernmental Panel on Climate Change".
    Die Vertreter:innen des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) eröffneten die Konferenz mit einem wissenschaftlichen Impulsvortrag. © Tim Kafka
  • In einem Raum mit grünem Boden und grauer Decke stehen viel Menschen zusammen und posieren lächelnd. Manche der Personen halten kleine Fahnen verschiedener Länder und Organisationen in der Hand. Im Hintergrund ist auf einer Leinwand "CCW7 Conference" zu lesen.
    Die Teilnehmenden der siebten Klimakonferenz Weihenstephan (CCW7) am Ende der Veranstaltung. © Tim Kafka

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