Siebte Klimakonferenz Weihenstephan zeigt aktuelle Herausforderungen
Am 18. Juni 2025 fand in Freising die siebte Klimakonferenz Weihenstephan (CCW7) im Rahmen des Moduls „International Climate & Energy Policy (ICEP)“ an der HSWT statt.
Die Veranstaltung unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Barton und mit Unterstützung von Prof. Dr. Cristina Lenz orientiert sich am Vorbild der UN-Klimakonferenzen. Studierende der Masterstudiengänge Business Management & Entrepreneurship Renewable Energies und Climate Change Management vertraten die klimapolitischen Interessen von 13 Ländern und Organisationen, darunter China, Brasilien, Bangladesch, Afrika, die USA, Island, Indien, Nepal, die EU sowie Greenpeace, die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die Allianz der kleinen Inselstaaten (AOSIS) und der Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC), der die Konferenz mit einem wissenschaftlichen Impulsvortrag eröffnete.
Internationale Klimapolitik erlebbar machen
Nach der Begrüßung durch HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet, der die große Bedeutung der internationalen Klimadebatte betonte, folgte die Einführung durch Prof. Dr. Tanja Barton und die Vorstellung der Länderdelegationen durch im Vorfeld produzierte Videos, die von den Studierenden in Zusammenarbeit mit der HSWT-Videowerkstatt und Regisseurin Karin Casaretto erstellt wurden und den Bezug des jeweiligen Landes zum Klimaschutz darstellten.
Im Zentrum der Konferenz standen zwei intensive Diskussionsrunden, in denen die Delegationen ihre nationalen Ziele zum Kohleausstieg sowie zu den Emissionsreduktionszielen für 2030, 2040 und 2050 vorstellten und miteinander verhandelten. Die Studierenden schlüpften dabei in die Rollen echter Verhandelnder und erlebten, wie komplex und kontrovers internationale Klimapolitik sein kann.
Zielorientierte Ergebnisse der herausfordernden Verhandlungen
Die Teilnehmenden einigten sich auf eine verstärkte internationale Zusammenarbeit beim Ausbau erneuerbarer Energien und beim Technologietransfer. Besonders im Fokus standen Partnerschaften zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Implementierung von Technologien zur Abscheidung und Speicherung von CO₂ (Carbon Capture & Storage, CCS). Darüber hinaus wurden Energie-, Investitions- und Technologieabkommen beschlossen. Auch die Nutzung von Geothermie soll durch gemeinsame Arbeitsgruppen weiter vorangetrieben werden.
Ein besonderes Zeichen setzte das Team der AOSIS, das die Konferenz mit Schildern wie „Your Coal, our Crisis“ verließ, um auf die aus ihrer Sicht mangelnde Ernsthaftigkeit vieler Staaten im Umgang mit den existenziellen Bedrohungen des Klimawandels aufmerksam zu machen.
Reale Rahmenbedingungen bei Klimakonferenz
Die Konferenz verdeutlicht eindrucksvoll, wie internationale Klimapolitik in der Praxis funktioniert: mit engagierten Diskussionen, schwierigen Kompromissen und dem gemeinsamen Ziel, wirkungsvolle Maßnahmen für den Klimaschutz zu verhandeln.