„Science am Rang“ begeistert am Campus Weihenstephan

  • Datum: 22.06.2026
Ein Schild steht im Freien auf einer Wiese. Im Hintergrund sind Gebäude, Fahnen und Menschen zu erkennen.
© Gerhard Radlmayr

Besuchende konnten überraschende Phänomene und kreative Herausforderungen rund um die Wissenschaft erleben. Die verschiedenen Stationen wurden von vier Weihenstephaner Wissenschaftseinrichtungen angeboten.

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Leibniz-LSB@TUM), die TUM School of Life Sciences sowie die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) luden am 13. Juni 2026 am Campus Weihenstephan dazu ein, Wissenschaft an interaktiven Mitmach-Stationen hautnah zu erleben. Die Veranstaltung fand erstmals in Verbindung mit der etablierten Veranstaltungsreihe „Kino am Rang“ statt.

Weltverteilspiel und Klima-Pub Quiz bei der HSWT

Eine große, begehbare Weltkarte mit Spielfiguren und Holztalern in verschiedenen Farben lud zum Dialog ein: Wie verteilen sich Weltbevölkerung, Bruttonationaleinkommen und CO2-Emissionen über die Kontinente unserer Erde? Was fällt dabei auf? Die Weltkarte wurde während des ganzen Abends von Jung und Alt bespielt. Worüber sich alle einig waren: Die Verteilung auf unserer Erde ist alles andere als gleich und gerecht. An der HSWT wird die Weltkarte in Lehrveranstaltungen eingesetzt, um komplexe Zusammenhänge und zum Beispiel globale Produktionsketten zu veranschaulichen und Diskussionen anzuregen. Eine Studentin des Green Office der HSWT lud kleine und große Gäste zum Pub Quiz zum Thema Klima und Nachhaltigkeit ein. Die Spielebegeisterten erwarteten knifflige Fragen und spannende Raterunden. Ergänzt wurde das Angebot durch eine von Studierenden der HSWT entwickelte Windrad-Station, an der die Gäste spielerisch den Einfluss von Rotorform und Windstärke auf die Energiegewinnung untersuchen konnten.

Geruch und Geschmack beim Leibniz-LSB@TUM bewusst erleben

Bei der Station des Leibniz-LSB@TUM fand das Mitmachangebot rund um das Thema Alltagsgerüche besonders großen Anklang. Mit vertrauten Düften aus der Küche konnten Jung und Alt ihren Geruchssinn testen. Ebenso lernten die Teilnehmenden typische Geruchsstoffe kennen, die bei der Herstellung pflanzlicher Lebensmittel häufig eine Herausforderung darstellen. Zudem hatten sie die Möglichkeit, unterschiedlich bittere Erbsenproteinhydrolysate zu verkosten. In zahlreichen Gesprächen informierte das Team darüber, wie sich zum Beispiel unerwünschte Bittereigenschaften von Proteinfragmenten (Peptiden und Aminosäuren) reduzieren lassen und welche Bedeutung Proteine und Peptide für das Sättigungsgefühl haben. Ein besonderes Highlight war das 3D-Modell eines menschlichen Bittergeschmacksrezeptors.

Vielfältige Einblicke in die Bandbreite der TUM

An den Stationen der TUM School of Life Sciences gab es verschiedene Einsichten in das Themenangebot der TUM. So gewährte die Professur für Plant-Insect Interaction mit anschaulichen Ausstellungsstücken und spielerischen Elementen wie Puzzles und Memorys Einblicke in die Welt der Insekten und deren Bedeutung für die Biodiversität. Das studentische Projekt „Science Snack“ widmete sich mit gesunden fermentierten Snacks zum Probieren dem gesellschaftlich relevanten Thema von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen. Am Stand des Lehrstuhls für Pilzbiotechnologie in der Holzwissenschaft war handwerkliches Geschick gefragt: Dort konnten Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden und stabile Holzbrücken ganz ohne Nägel und Schrauben konstruieren. Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte bot zudem die Professur für Urbane Produktive Ökosysteme. Der Lehrstuhl stellte sein Citizen-Science-Projekt in den Isar-Auwäldern vor, bei dem interessierte Bürgerinnen und Bürger aktiv an wissenschaftlichen Untersuchungen teilnehmen können.

Wissenschaft erlebbar machen

„Science am Rang“ zeigte eindrucksvoll, wie spannend, verständlich und erlebbar Wissenschaft sein kann, wenn sie zum Mitmachen einlädt. Die HSWT, das Leibniz-LSB@TUM, die TUM und die LfL bedanken sich für das große Interesse, die vielen neugierigen Fragen und die anregenden Gespräche. Ebenso danken sie dem Verein Prima leben und Stereo (PLUS), dem Veranstalter von „Kino am Rang“, für die unkomplizierte und sehr unterstützende Zusammenarbeit.

  • Eine Person sitzt an einem Biertisch, auf welchem verschiedene Blätter ausgelegt sind. Vor dem Tisch stehen zwei Kinder nebeneinander und blicken die sitzende Person an.
    Biotechnologie-Studentin Franziska Schäfer vom Green Office der HSWT spielte das Pub-Quiz mit vielen interessierten Kindern. © Gerhard Radlmayr
  • Zwei Personen knieen im Freien auf einer weißen Unterlage, auf der eine Weltkarte abgedruckt ist und verschiedene Holzelemente verteilt sind.
    Zwei Jugendliche vertieften sich in das Weltverteilspiel, das das Zentrum für Studium und Didaktik / B.life der HSWT aufgebaut hatte. © Gerhard Radlmayr
  • Zwei Personen stehen in einem Pavillon hinter einem Tisch mit weißer Tischdecke, auf dem verschieden Gegenstände liegen. Vor dem Tisch stehen vier Kinder und blicken zu einer der Personen. Links im Bild steht ein Roll-up mit Aufschrift.
    Dr. Gisela Olias (li.) und Silke Volkhardt-Rouse am Infostand des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Leibniz-LSB@TUM). © Gerhard Radlmayr
  • Ein Tisch mit verschiedenen Lebensmitteln steht an der geöffneten Seite eines Pavillons. Links und rechts neben dem Tisch stehen Personen und blicken in die Kamera.
    Die Master-Studentinnen Maren Neumann (li.) und Anna Fuhrmann (re.) lassen im Rahmen des studentischen Projekts „Science Snack“ eine Besucherin eine fermentierte Wassermelone kosten. © Gerhard Radlmayr
  • Zwei Personen stehen im Inneren eines Pavillons hinter einem Biertisch, auf dem verschieden Gegenstände liegen. Vor dem Tisch stehen zwei weitere Personen, die auf den Tisch und zu den Personen hinter dem Tisch blicken.
    Paula Prucker (li.) und Aye Aye Myint (re.) von der Professur für Plant-Insect Interaction der TUM gewährten Einblicke in die Welt der Insekten und deren Bedeutung für die Biodiversität. © Gerhard Radlmayr

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