HSWT-Professorin Ingrid Schegk mit dem ECLAS Lifetime Achievement Award 2025 ausgezeichnet

Zwei Personen stehen in einem Raum mit beigen Wänden. Die linke Person hält in der rechten Hand einen Blumenstrauß und und in der linken Hand eine Urkunde im Holzrahmen. Beide Personen blicken in die Kamera.
© Peter Bednár/Slovak University of Agriculture

Am 9. September 2025 wurde der Professorin für Baukonstruktion und Entwerfen der Fakultät Landschaftsarchitektur der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Nitra, Slowakei, der Preis des European Council of Landscape Architecture Schools (ECLAS) für ihr Lebenswerk verliehen.

Im Rahmen der ECLAS Conference 2025 erhielt Prof. Ingrid Schegk den Lifetime Achievement Award. Das Komitee der ECLAS Awards nannte als Gründe für ihre Entscheidung neben dem konsequenten Einsatz der Preisträgerin für den europäischen und internationalen Austausch und ihrer maßgeblichen Beteiligung an der Einführung des Masterstudiengangs International Master of Landscape Architecture (IMLA) auch die vielseitigen Führungspositionen sowie zahlreiche ihrer Publikationen für die Förderung kohlenstoffarmer, nachhaltiger Bautechniken und die Ausbildung im Bereich Landschaftsbau und -Management. All das mache sie zu einer starken europäische Akteurin, die während ihrer dreißigjährigen akademischen Laufbahn die Ausbildung im Bereich Landschaftsarchitektur maßgeblich vorangetrieben hat.

Nachhaltigkeit gestalten

Seit 1995 doziert Prof. Ingrid Schegk an der Fakultät Landschaftsarchitektur der HSWT. Ihr Fach- und Lehrgebiet ist Baukonstruktion und Entwerfen, das die Konzeption konstruktiver Elemente in der Landschaftsarchitektur vom Vorentwurf bis zur Ausführungsreife beinhaltet. Dies erfordert Sach- und Fachkenntnisse zu Baustoffen und deren Wechselwirkung mit der Umwelt, zu Regeln der Technik sowie methodische und darstellerische Kenntnisse zum Planungsprozess des konstruktiven Entwurfs. In ihrer Zeit an der Hochschule leitete sie zahlreiche Kurse, Module und internationale Design Studios und war als Gastdozentin in Österreich, Irland, Spanien, Belgien, Bosnien Herzegowina, Italien und weiteren europäischen Ländern tätig. Von Anfang an standen die Gestaltung lebenswerter Freiräume und deren nachhaltige, wenig invasive bauliche Umsetzung im Mittelpunkt ihrer Planungs- und Lehrphilosophie.

Hochschulpolitisches Engagement

Neben ihrer Lehrtätigkeit war Prof. Ingrid Schegk von 2001 bis 2007 Vizepräsidentin der HSWT und betreute in dieser Zeit die Umstellung vom Diplom- zum Bachelor- oder Masterstudiengang. Durch die Einrichtung des Studiengangs Landschaftsbau und -Management, dem ersten seiner Art im deutschsprachigen Raum, und die Einführung des IMLA hat sie die Hochschule und die Fakultät im Bereich der Nachhaltigkeitsbildung und Internationalisierung gestärkt. Seit Einführung des Masterstudiengangs IMLA im Jahr 2001 haben bereits rund 500 Studierende aus über 80 verschiedenen Ländern den Studiengang gewählt und absolviert.

Internationale Verbindungen schaffen

Prof. Ingrid Schegks Engagement für nachhaltige Landschaftsgestaltung und Kulturerbe ist herausragend, wie ihre Forschungen zu Trockenmauersystemen und Terrassenlandschaften zeigen. Ihr Engagement in europaweiten Netzwerken hat den interkulturellen Dialog und die europäische Integration im Bereich der Landschaftsarchitektur erheblich vorangebracht. Als Leitung des IMLA in den Jahren 2011 bis 2025 hat sie den Masterstudiengang kontinuierlich weiterentwickelt, internationale Kooperationen ausgebaut und zahlreiche Studienprojekte im Ausland organisiert. Darüber hinaus nahm Prof. Ingrid Schegk an zahlreichen Konferenzen des ECLAS und der International Federation of Landscape Architects (IFLA) sowie am LE:NOTRE Institute (LNI) Landscape Forum teil. Ihr Engagement, den internationalen Gedanken in Verbindung mit Nachhaltigkeit und Wahrung der Kultur in der Landschaftsarchitektur zu verankern, zeigt sich in allen Bereichen ihrer Lehrtätigkeit.

Krönender Abschluss

Für Prof. Ingrid Schegk bildet die Auszeichnung für ihr Lebenswerk einen gelungenen Abschluss ihrer Karriere. „Die Auszeichnung ist eine große Ehre und Freude für mich, zudem ein wunderschöner und würdevoller Abschluss meiner dreißigjährigen Hochschularbeit. Ich bin sehr dankbar, dass ich in dieser Zeit einen kleinen Beitrag zur internationalen Vernetzung von Lehre und Forschung in der Landschaftsarchitektur leisten konnte. Niemals war es wichtiger als heute, dass junge Menschen über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg zusammenkommen, um gemeinsam an unserer Lebensumwelt zu arbeiten.“, fasst die Preisträgerin zusammen. Ende September 2025 wird sie nach 30 Jahren an der HSWT in den Ruhestand verabschiedet.

Gerne vermitteln wir Ihnen bei Interesse ein Interview mit der Preisträgerin Prof. Ingrid Schegk.

  • In einem ovalen Hörsaal mit strukturierter weißer Decke sitzen mehrere Personen verteilt auf den Sitzen. Im hinteren Teil des Saales stehen zwei Personen. Eine von ihnen spricht in eine Mikrofon.
    Die Preisverleihung der ECLAS Awards fand in der Aula Maxima der Slovak University of Agriculture in Nitra statt. © Peter Bednár/Slovak University of Agriculture
  • Eine Person steht in einem Raum mit beigen Wänden, im Hintergrund sind Stuhlreihen zu erkennen. Sie hält in der linken Hand einen Blumenstrauß und in der rechten Hand ein Mikrofon, in welches sie spricht.
    Prof. Ingrid Schegk betonte in ihrer Rede wie wichtig es sei, dass junge Menschen über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg zusammenkommen, um gemeinsam an der Lebensumwelt zu arbeiten. © Peter Bednár/Slovak University of Agriculture
  • Vor einer Reihe von Sitzen steht eine Gruppe von Personen. Einige spielen Instrumente. Sie sind alle tragen traditionelle Kleidung. Am unteren Bildrand sind weitere Personen zu erkennen, die auf Stühlen sitzend der Personengruppe zusehen.
    Während der Preisverleihung war ein vielseitiges Rahmenprogramm für die Gäste geboten. © Peter Bednár/Slovak University of Agriculture

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