Nachfolge Talk: Frauen in der Landwirtschaft an der HSWT

Fünf Personen stehen in einem Raum als Gruppe nebeneinander vor einer Leinwand, auf der eine Präsentation gezeigt wird.
© Steffen Kümmerer

Am 16. April fand im Rahmen des Impact-E3-Projekts der „Nachfolge Talk: Frauen in der Landwirtschaft“ in Triesdorf statt und wurde per Livestream für Studierende in Weihenstephan übertragen.

Persönliche Wege und wissenschaftliche Einblicke

In kurzen Impulsvorträgen gaben Referentinnen aus Wissenschaft und Praxis persönliche Einblicke in ihre Karrierewege sowie in Herausforderungen und Chancen in der Agrarbranche. Den Auftakt machte Franziska Mittag von der Universität Hohenheim. Sie präsentierte Ergebnisse einer Studie, die gemeinsam mit Prof. Dr. Jens-Peter Loy von der Universität Kiel durchgeführt wurde. Im Fokus standen Frauen in Führungspositionen im Agribusiness. Die Ergebnisse aus den Erhebungen der Jahre 2020 und 2025 zeigen, dass Frauen trotz hoher Qualifikation weiterhin unterrepräsentiert sind. Hauptgründe sind vor allem strukturelle Hürden wie fehlende Netzwerke und Vorbilder. Gleichzeitig wurden Mentoring, starke Netzwerke und flexible Arbeitsmodelle als zentrale Hebel für mehr Gleichstellung identifiziert.

Anschließend berichtete Anna Beierlein, Betriebsleiterin des Müßighofs in Absberg, einem Betrieb der Regens-Wagner-Stiftung, aus ihrem beruflichen Alltag. Sie schilderte ihren persönlichen Werdegang, ihren Einstieg am Müßighof sowie die Erfahrungen, die sie dort gesammelt hat und wie sie schließlich in herausfordernden Zeiten Betriebsleitung wurde.

Nachfolge, Familie und neue Perspektiven

Miriam und Margit Hanselmann vom Digitalisierungsunternehmen KLICK EASY beleuchteten das Thema Hofnachfolge aus einer besonderen Perspektive: Als Mutter-Tochter-Gespann berichteten sie über ihren gemeinsamen Weg, die Bedeutung familiärer Strukturen sowie die Verbindung von Tradition und Innovation.

Den Abschluss bildete Christina Molitor, die ihren Einstieg in das elterliche Weingut Thomas Molitor schilderte. Sie gab persönliche Einblicke in die Übernahme des elterlichen Betriebs und verband ihren Vortrag mit der Präsentation ausgewählter Weine.

Austausch und Ausklang

Im Anschluss an die Vorträge bot die Veranstaltung Raum für Fragen und Diskussion. Beim gemeinsamen Ausklang mit einer Weinprobe konnten die Teilnehmenden die Eindrücke vertiefen und sich weiter austauschen. Die Veranstaltung zeigte deutlich, wie vielfältig weibliche Karrierewege in der Landwirtschaft sind und setzte wertvolle Impulse für die nächste Generation.

Eine Person steht in einem Raum hinter einem Pult und gestikuliert mit beiden Händen. Hinter der Person an der Wand ist eine Leinwand mit einer projizierten Präsentation zu sehen. Im Vordergrund sind Tischreihen, an welchen weitere Personen auf Stühlen sitzen mit Blickrichtung zur Präsentation.
Einblick in die Veranstaltung „Frauen in der Landwirtschaft“ © Steffen Kümmerer

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