Mental-Health-Workshop für Frauen in der Wissenschaft an der HSWT

In einem Raum mit weißem Boden und Wänden und einer Holzdecke sind Personen zu sehen, die auf Stühlen im Kreis um eine stehende Person herum sitzen. Im Hintergrund ist eine Tafel mit Plakaten mit Kreisdiagrammen zu sehen. Am linken Bildrand sind Tische zu sehen, auf denen gefüllte Flaschen und Lebensmittel stehen.
© Linda Dammermann-Drexler

„Raus aus der Mental Load-Falle - Wege zur Stärkung der mentalen Gesundheit“ lautete der Titel des Workshops.

Zehn Teilnehmerinnen hatten sich gemeinsam mit Seminarleiterin Silke Schweiger, systemische Coachin, Business-Trainerin und Familientherapeutin, am Campus Weihenstephan am 22. Mai 2025 eingefunden. „Profitieren Sie von den Erfahrungen anderer Frauen und bilden Sie starke Gemeinschaften.“, riet Expertin Silke Schweiger, denn klar ist: Mental load ist ein weit verbreitetes Phänomen und wir müssen es ernst nehmen.

Besondere Herausforderungen

Das Angebot des Kurses richtete sich speziell an Frauen in der Wissenschaft, die durch eine Vielzahl an Aufgaben und Erwartungen – sowohl beruflich wie auch privat – mit einem hohen mentalen Belastungslevel konfrontiert sind. Wie mit diesen mentalen Herausforderungen im Alltag umgegangen werden kann, war zentraler Bestandteil des Seminars.

Zwischen Perfektionismus und Selbstfürsorge

Die Inhalte des Kurses umfassten Themen wie die übernommenen Rollen im Alltag, die eigenen Bedürfnisse oder den Umgang mit Erwartungen des Umfelds. Die Teilnehmerinnen klärten mit Silke Schweiger den Begriff Mental Load im Detail und besprachen, wie sich Mental Load im Alltag und im Beruf äußern kann. Gemeinsam wurden Strategien und Methoden erarbeitet, um Bewusstsein für „unsichtbare“ Arbeit zu schaffen, Selbstwahrnehmung zu stärken, Selbstfürsorge im Alltag zu integrieren und Perfektionismus loszulassen und sich auf das Wesentliche zu fokussieren.

Gleichgewicht im Alltag herstellen

Abschließend wurden weitere Faktoren erörtert, die Mental Load beeinflussen und ihn verringern könnnen. Dazu gehört auch das Einbauen von gezielter Erholung im Alltag, die Umsetzung des wichtigen Skills des Nein-Sagens sowie Aufgaben verteilen und klar kommunizieren zu können. Mit diesen Hilfsmitteln gelingt es, im Alltag eine Balance aus Selbstfürsorge und eigendefinierter Aufgabenverteilung zu kreieren und Mental Load besser einschätzen zu können, mit dem Ziel der psychischen Entlastung und der Steigerung der Selbstzufriedenheit.

Der Workshop fand auf Inititative der stellvertretenden Frauenbauftragten der HSWT, Prof. Dr. Cristina Lenz, statt und wurde von ihrer Mitarbeiterin, Linda Dammermann-Drexler, Koordinatorin zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft, organisiert.

Auf einem Papier ist ein Kreisdiagramm zu sehen mit den beschrifteten Feldern "Mama", "Arbeitnehmerin", "Tochter", "Freundin", "Ehrenamtliche", "Ehefrau", "Selbstfürsorgende" und "Selbstständige", wobei die Bereiche "Mama", "Arbeitnehmerin" und "Selbstständige" Dreiviertel des Kreises einnehmen. Über dem Diagramm steht: "Systemisches Rollenmodell" und "Verteilung des Mental Loads auf die einzelnen Rollen". Unterhalb des Diagramms steht: "In welchen 2 Rollen will ich was ändern?".
Bei der Visualisierung der Verteilung des Mental Loads auf die einzelnen Rollen, wurde deutlich, welche Rollen die Frauen im Alltag einnehmen. Darauf aufbauend sollten die Teilnehmerinnen darüber nachdenken, in welchen zwei Rollen sie etwas ändern möchten. © Linda Dammermann-Drexler

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