Mental-Health-Workshop für Frauen in der Wissenschaft an der HSWT
„Raus aus der Mental Load-Falle - Wege zur Stärkung der mentalen Gesundheit“ lautete der Titel des Workshops.
Zehn Teilnehmerinnen hatten sich gemeinsam mit Seminarleiterin Silke Schweiger, systemische Coachin, Business-Trainerin und Familientherapeutin, am Campus Weihenstephan am 22. Mai 2025 eingefunden. „Profitieren Sie von den Erfahrungen anderer Frauen und bilden Sie starke Gemeinschaften.“, riet Expertin Silke Schweiger, denn klar ist: Mental load ist ein weit verbreitetes Phänomen und wir müssen es ernst nehmen.
Besondere Herausforderungen
Das Angebot des Kurses richtete sich speziell an Frauen in der Wissenschaft, die durch eine Vielzahl an Aufgaben und Erwartungen – sowohl beruflich wie auch privat – mit einem hohen mentalen Belastungslevel konfrontiert sind. Wie mit diesen mentalen Herausforderungen im Alltag umgegangen werden kann, war zentraler Bestandteil des Seminars.
Zwischen Perfektionismus und Selbstfürsorge
Die Inhalte des Kurses umfassten Themen wie die übernommenen Rollen im Alltag, die eigenen Bedürfnisse oder den Umgang mit Erwartungen des Umfelds. Die Teilnehmerinnen klärten mit Silke Schweiger den Begriff Mental Load im Detail und besprachen, wie sich Mental Load im Alltag und im Beruf äußern kann. Gemeinsam wurden Strategien und Methoden erarbeitet, um Bewusstsein für „unsichtbare“ Arbeit zu schaffen, Selbstwahrnehmung zu stärken, Selbstfürsorge im Alltag zu integrieren und Perfektionismus loszulassen und sich auf das Wesentliche zu fokussieren.
Gleichgewicht im Alltag herstellen
Abschließend wurden weitere Faktoren erörtert, die Mental Load beeinflussen und ihn verringern könnnen. Dazu gehört auch das Einbauen von gezielter Erholung im Alltag, die Umsetzung des wichtigen Skills des Nein-Sagens sowie Aufgaben verteilen und klar kommunizieren zu können. Mit diesen Hilfsmitteln gelingt es, im Alltag eine Balance aus Selbstfürsorge und eigendefinierter Aufgabenverteilung zu kreieren und Mental Load besser einschätzen zu können, mit dem Ziel der psychischen Entlastung und der Steigerung der Selbstzufriedenheit.
Der Workshop fand auf Inititative der stellvertretenden Frauenbauftragten der HSWT, Prof. Dr. Cristina Lenz, statt und wurde von ihrer Mitarbeiterin, Linda Dammermann-Drexler, Koordinatorin zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft, organisiert.