Marys Vision: Eine Landwirtschaft, die nachhaltiger und inklusiver wird

Mary Opondo hält jeweils ein Mikro und eine Mappe in den Händen.
© Josef Gangkofer

Im Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft (IYWF 2026) rückt die HSWT jeden Monat Frauen ins Licht, die Landwirtschaft und Ernährungssysteme prägen. 

Mit ihrer Leidenschaft für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Innovationsförderung hat sich HSWT-Alumna Mary Juma Opondo von Kenia über Triesdorf bis an die Universität Hohenheim gearbeitet. 2023 erhielt sie für ihre herausragenden studentischen Leistungen im Masterstudiengang International Farm Management den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Heute forscht sie zu landwirtschaftlichen Beratungssystemen und setzt sich für nachhaltige Transformationen in Agrar- und Ernährungssystemen ein.  

Wie hat sich Dein Weg in die Wissenschaft entwickelt?

Mary Juma Opondo: Mein Weg begann mit einem starken Interesse an ländlicher Entwicklung und der Unterstützung von Landwirt:innen durch Wissen und Innovation. Das Bachelorstudium im Bereich landwirtschaftliche Beratung und Bildung in Kenia legte die Grundlage. Eine internationale und praxisnahe Perspektive gab mir dann der Master International Farm Management an der HSWT. Nach dem Studium habe ich eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hohenheim angetreten und meine Promotion zu landwirtschaftlichen Beratungs- und Innovationsdiensten angefangen.

Welche beruflichen Ziele verfolgst Du?

Langfristig möchte ich ein internationales landwirtschaftliches Beratungsunternehmen gründen, das Landwirt:innen, ländliche Organisationen und Innovationssysteme in verschiedenen Ländern unterstützt. Mein Ziel ist es, zu einer nachhaltigen, inklusiven und wissensbasierten landwirtschaftlichen Entwicklung beizutragen. Außerdem möchte ich Frauen und junge Fachkräfte in der Landwirtschaft fördern, indem ich Lern‑, Innovations‑ und Kooperationsmöglichkeiten schaffe.

Welchen Rat würdest Du Frauen geben, die in Deinem Bereich arbeiten möchten?

Begrenze Dich sich nicht auf den Ort, an dem Du startest. Die Landwirtschaft und insbesondere die Beratung bieten Chancen, etwas zu bewirken. Sei selbstbewusst, bleibe neugierig und scheue Dich nicht, Führungspositionen oder unternehmerische Ideen zu verfolgen. Mit Ausdauer und Engagement kann man eine Karriere aufbauen, die sowohl der Wissenschaft als auch der Gesellschaft dient. 

Was ist Dein Fazit zur UN‑Kampagne IYWF 2026?

Die Kampagne ist eine wichtige Anerkennung der bedeutenden Rolle, die Frauen weltweit in der Landwirtschaft und in Ernährungssystemen spielen. Frauen sind nicht nur Landwirtinnen, sondern auch Innovatorinnen, Forscherinnen, Unternehmerinnen und Führungskräfte der ländlichen Entwicklung. Ich glaube, dass die Kampagne Sichtbarkeit schafft, Empowerment fördert und daran erinnert, wie bedeutend Investitionen in Frauen in der Landwirtschaft für eine nachhaltige und sichere Zukunft sind.